Die ServusTV-Reporter treffen Waldbesitzer, die den Bundesforsten vorwerfen, dass die Waldbewirtschaftung die größten Schäden verursacht – nicht die Tiere.

Erstmals zeigt ServusTV in zwei Reportagen – „Unser Wild – Verhungert und zum Abschuss freigegeben?“ am 7. März sowie „Unser Wald – Wer ist sein Feind? Tier oder Mensch?“ am 14. März – die filmische Aufarbeitung des Streits zwischen Jägerschaft, Privatwaldbesitzern, Revierpächtern, Tierfreunden und auf der anderen Seite: den Bundesforsten.

Ist das Wild der größte Schädling des Waldes oder doch der Mensch? Österreichs Wälder sind ein enormer Wirtschaftsfaktor. Doch das Wild stört die Holzindustrie. Die Österreichischen Bundesforste beklagen, dass Wildtiere wie Hirsch und Reh den Wald durch das sogenannte „Schälen“ und „Verbeißen“ nachhaltig beschädigen. Damit rechtfertigen sie die Schließung von Wildtierfütterungen. Das Ziel ist klar: Wald vor Wild.

Hohe Wildschäden

„In einigen Gebieten sind hohe bis sehr hohe Wildschäden zu verzeichnen und der Jungwald kommt nicht auf“, erklärt ein Mitarbeiter der Österreichischen Bundesforste. Daher wurde beschlossen: Verpachtete Jagden wieder in Eigenbewirtschaftung zurückzunehmen, Wildtier-Fütterungen vereinzelt aufzulassen und verstärkt aufzuforsten.

Vorwurf an Bundesforste

Diesen Aussagen widersprechen immer mehr Jäger in Österreich, die den Österreichischen Bundesforsten vorwerfen, nur auf Gewinnmaximierung aus zu sein und einen Wald ohne Wild anzustreben. Die ServusTV-Reporter treffen Waldbesitzer, die den Bundesforsten vorwerfen, dass nicht die Tiere sondern die Waldbewirtschaftung der staatlichen Aktiengesellschaft die größten Schäden verursacht. In den Staatswäldern werden angeblich breite Forststraßen gebaut und Waldflächen unerlaubterweise gerodet. „Kahlschlagwirtschaft“ und Monokulturen würden dem Wald für Generationen schaden, warnt der Forstexperte Thomas Lohninger

Nobert Putzgruber, der Leiter der Abteilung Wald bei den Österreichischen Bundesforsten, entgegnet diesen Anschuldigungen vehement, das sei alles nicht richtig. Auch der Forstdirektor der Stadt Wien, Andreas Januskovecz, spricht von einer emotionalisierten Diskussion. Denn die Jäger würden letzten Endes nur darum mehr Wild wollen, um es bejagen zu können. 

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