Im Kampf gegen das Bienensterben geht es nicht nur um den Erhalt einer Spezies, sondern auch um die Interessen der Menschen selbst.

Was würde es bedeuten, wenn es keine Honig- und Wildbienen mehr gäbe? Wie sähe eine Landwirtschaft ohne Bienen aus? Welche Bedeutung Bienen und ihre Produkte für Wirtschaft und Medizin haben, ist ebenso Gegenstand dieser Servus Reportage wie die Ursachen und Folgen des Bienensterbens und mögliche Gegenmaßnahmen.

Sind Bauern schuld?

Zahlreiche Nutzpflanzen würden ohne Honig- und Wildbienen aussterben. Und dennoch sind es gerade die Bauern, denen maßgebliche Schuld am Bienensterben nachgesagt wird – durch den übermäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Ein Vorwurf, den etwa Rübenbauer Ernst Karpfinger nicht auf sich sitzen lassen will.

Kampf gegen Varroa-Milbe

Der Veterinärmediziner und Bienenforscher Benjamin Lamp fordert daher ein Umdenken im Agrarsektor. Lamp kämpft vor allem auch gegen eine andere lebensbedrohliche Gefahr für die Honigbiene: Die Varroa-Milbe. Der Parasit ist Jahr für Jahr für den Tod von tausenden Bienenvölkern in Österreich verantwortlich.

Der Steirische Imker Wolfgang Macher kennt diesen Kampf gegen die Varroa-Milbe aus der täglichen Praxis. Macher vermietet zudem seine Bienenstöcke an interessierte Privatleute und trägt auch so zum Arterhalt bei.

Honig zur Wundheilung

Unumstritten dagegen ist, dass Bienenprodukte – allen voran Honig – in der Humanmedizin ihren Einsatz finden. Die Dermatologin Barbara Binder zeigt wie am LKH Graz Honig zur Wundheilung verwendet wird. 

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