Jener Polizist, der das Video von der Doping-Razzia in Seefeld verschickt hat, muss sich wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses vor Gericht verantworten.

Ein bei der Anti-Doping-Razzia in Seefeld in Tirol involvierter Polizist, der ein Video weitergegeben haben soll, das bei der Amtshandlung erstellt wurde, wird von der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses angeklagt. Die Hauptverhandlung findet am 3. April statt, teilt die Behörde mit.

An private Whatsapp-Gruppe verschickt

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wirft dem Polizeibeamten aus Ostösterreich vor, das Video an eine private WhatsApp-Gruppe versendet zu haben. Aus dieser sei das Video dann weiter veröffentlicht worden. Der Beamte war beim Einsatz unterstützend tätig. Laut Anklagebehörde handelt es sich bei dem Video um ein Amtsgeheimnis, von dem der Beamte nur aufgrund seiner polizeilichen Tätigkeit Kenntnis hatte. Durch die Weitergabe habe er eben dieses verletzt.

Bis zu drei Jahre Haft

Der Beschuldigte hat das Video in der Nacht auf den 28. Februar weitergegeben. Noch am selben Tag konnten die Ermittler des Bundeskriminalamtes nachvollziehen, wer es weitergab. Der Beschuldigte habe sich geständig gezeigt, hieß es. Das Vergehen ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bedroht.

Auf dem wenige Sekunden dauernden Film, das von Medien verbreitet wurde, ist Langläufer Max Hauke beim Eigenblutdoping zu sehen. Er hatte die Blutinfusion noch im Arm und wurde im Zuge des Einsatzes scheinbar auf frischer Tat ertappt. (APA)

Hauke und Baldauf: Die beiden Dopingsünder