Dutzende Österreicher, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, werden in Syrien gefangen gehalten. Unter ihnen auch Frauen und Kinder. Wen soll Österreich zurückholen?

Erstmals wurden zwei so genannte „IS-Kinder“ zurückgeholt. Ihre Mutter, eine österreichische IS-Anhängerin, ist vermutlich nicht mehr am Leben. Die beiden Buben im Alter von zwei und drei Jahren befinden sich in der Obhut ihrer Großeltern.

Ist Österreich zur Rückholung verpflichtet?

Mehrere hundert Österreicher haben sich dem Islamischen Staat angeschlossen, um in Syrien für das Kalifat zu kämpfen. Etwa 100 von ihnen sitzen noch heute in Gefängnissen und Lagern fest – darunter auch Frauen und Kinder. Die humanitäre Lage ist angespannt. Die Angehörige der Österreicher kämpfen verzweifelt um eine Rückholung. Sie verweisen auf das Völkerrecht. Österreich sei verpflichtet, seine Staatsbürger zurückzunehmen.

Der bevorstehende Kampf zwischen Türken und syrischen Kurden verschärft die Situation zusehends, Rückholaktionen könnten erschwert werden. In Österreich formiert sich zunehmend Widerstand gegen die Rückholungen. Kritiker fürchten um die Sicherheitslage der Bevölkerung. Wen soll Österreich zurückholen? Nur die Kinder? Oder auch die Mütter und Väter? Und haben wir rechtlich überhaupt eine Wahl?

Tochter an den IS verloren

Im Hangar-7 diskutieren Betroffene und Experten. Maik Messing verlor seine Tochter an den IS und Clemens Lintschinger kämpfte als Anwalt für die Rückkehr von IS-Kindern. Weitere Gäste sind der Soziologe Kenan Güngör, die Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter, der Ex-Dschihadist Irfan Peci und der Politologe Reinhard Heinisch.

Talk im Hangar-7: „IS-Kinder in Österreich: Wie groß ist die Gefahr?“ am Donnerstag, 10.10., um 22:15 Uhr bei ServusTV.

Talk im Hangar-7 – Wut und Hass: Wer stoppt die Gewalt der Radikalen?