Nach 100 Jahren ist der Wolf zurück in Österreich, seine Zahl dürfte stark steigen. Sollen wir ihn und seine Raubzüge akzeptieren oder ihn abschießen?

„Die Lämmer sind im Winter davor zum Teil von den Kindern aufgezogen worden. Der Wolf hat sie zerfleischt“, schildert Bauer Gerhard Huttegger. Seine Schafe verbringen üblicherweise den Sommer auf der Alm. Huttegger und seine Familie waren entsetzt, „mit welcher Brutalität er vorgegangen ist.“ Eine weitere Bäuerin sagt, sie lasse ihre Kinder wegen dem Raubtier nicht mehr alleine auf den Schulbus warten.

Wölfe abschießen oder leben lassen?

„Er ist nicht der Bösewicht, der nichts anderes zu tun hat als aggressiv zu sein. Ganz im Gegenteil“, meint Friederike Range, Gründerin des Wolf Science Center. „Wölfe haben eine sehr gute Sozialstruktur. Und ähneln in vielen Dingen uns Menschen. Natürlich sind sie Räuber, aber das sind wir auch“, sagt sie.

Tierschützer möchten, dass der Räuber nicht wieder ausgerottet wird. Doch immer mehr Bauern in betroffenen Gebieten lassen ihre Tiere seinetwegen nicht mehr auf die Weide, was wiederum schlecht für das Tierwohl ist. Die Landwirtschaft fordert, Wölfe gezielt zu jagen. Eine Servus Reportage spricht mit Betroffenen und Experten, besucht die Wölfe in Allentsteig, zeigt, was auf Österreich in den nächsten Jahren zukommen könnte, und ist bei einer Wolfsjagt in Lettland dabei.

Die Servus Reportage: „Die Angst vorm Wolf geht um in Österreich“ am Donnerstag, 10.10., um 21:15 Uhr bei ServusTV.

Die Angst vorm Wolf geht um in Österreich