Es gibt offenbar ernsthafte Gespräche zwischen der Motorsport Arena Oschersleben und der Dorna – das sagt Sandro Cortese zu einem möglichen „Heimspiel“ in Deutschland.

Im August 2017 gastierte die Superbike-WM zum bis dato letzten Mal in Deutschland. Doch das WSBK-Gastspiel auf dem Lausitzring wurde durch die Dekra-Übernahme vorzeitig beendet. Seit dem Aus von Brünn (Tschechien) gibt es in Mitteleuropa nur noch die Rennen in Assen (Holland) und Magny-Cours (Frankreich). Doch das könnte sich 2020 ändern: Die Motorsport Arena Oschersleben zeigt offenbar ernstes Interesse an der Serie.

Ein Sprecher des Streckenbetreibers bestätigte im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ die laufenden Verhandlungen mit der Dorna. Noch gibt es keinen Kalender für die kommende Saison. In Magny-Cours teilte ein Dorna-Mitarbeiter mit, dass der 2020er-Kalender im Laufe des Oktobers präsentiert werden soll.

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Cortese zu Oschersleben: „Ein positives Signal“

Was hält Sandro Cortese von einer WSBK-Rückkehr nach Oschersleben? „Es ist schön, dass wir wohl wieder in Deutschland fahren werden. Ich kann nichts Negatives zum Kurs sagen. Wir sollten froh sein, wenn es in Deutschland ein Rennen gibt. Sie setzen sich ein. Das ist ohne Frage ein positives Signal“, sagt der Berkheimer im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

„Ich weiß, dass der Kurs sehr eng ist. Es ist ein Stop-&-Go-Kurs“, analysiert Cortese. „Ich war 2004 zum bisher letzten Mal in Oschersleben. Es liegt also 15 Jahre zurück. Ich weiß nicht, was sich dort getan hat in den vergangenen 15 Jahren. Ich hatte nicht die Chance, dort einen Trackday oder etwas in der Art zu absolvieren.“

Noch ist unklar, ob Cortese auch 2020 in der Superbike-WM fahren wird. Sein Platz bei GRT-Yamaha wackelt. Es gibt aber einige Alternativen. Ten-Kate-Yamaha sucht noch einen zweiten Fahrer. Und die privaten Ducati-Teams Barni und Go Eleven haben ebenfalls noch keinen Piloten verpflichtet…