Elisabeth und Christoph Hutegger vereinen im Steirischen Ennstal unter dem klingenden Namen „Waidzeit“ Naturmaterialen wie Holz, Loden- und Stein zu einem Stück Heimat in Form von zeitlos eleganten Uhren. 

Das Steirische Ennstal – saftige grüne Wiesen, dichte Wälder, steingraue Felsen, sprudelnde Bäche und stille Seen. „Die Liebe zur Heimat habe ich entdeckt, als ich im Ausland war“, stellt Elisabeth Hutegger fest. Was früher allgegenwärtig und schon selbstverständlich war, hat heute für sie eine ganz neue Wertigkeit.

Und da trifft sie sich ziemlich genau mit Ihrem Mann Christoph, ein – wie sie sagt – „durch und durch holz-affiner Mensch. Er kommt von einer Landwirtschaft gleich hier um’s Eck“. Gleichzeitig sei er aber neugierig, will Neues versuchen und umsetzen. „Schon als Junge hatte er den Berufswunsch ‚Erfinder’,“ schmunzelt Elisabeth Hutegger. FĂĽr sie selbst steht Kreativität, Kunst und Musik, weitergegeben in der Familie, an erster Stelle. Daher war von Anfang an klar:

„Die Verarbeitung von Holz ist genial, aber es müssen auch echte Design-Produkte entstehen.“

Elisabeth Hutegger, Waidzeit
Holzuhren von Waidzeit (Bild: Stefan Pfeiffer)
Hier treffen Tradition & Design zusammen (Bild: Stefan Pfeiffer)

Traditionelle Werte treffen auf Design

Zwei kreative, ideenreiche und dennoch bodenständige und naturverbundene Menschen haben sich also gefunden. Die Zeit für etwas Neues war gekommen. Die Idee: zeitlos schöne, elegante Uhren aus Holz. Elisabeth und Christoph Hugegger tüfteln am Design, suchen nach den besten Eigenschaften der Hölzer für die Uhrengehäuse, basteln an den Uhrenbändern.

„Es hat ein Dreivierteljahr gedauert, bis wir den richtigen Dreh für die Bänder aus Loden heraushatten.“ Und mit „wir“ meint Elisabeth unter anderem die Künstlerin Christina Neuper von „Zaumgschwanzt“ aus Irdning, die zusätzlich die Trachtenstoffe mit einbrachte. Dass Loden eine zentrale Rolle spielen sollte, war für Elisabeth aber immer schon Grundprinzip: „Mit Loden bin ich aufgewachsen. Der Stoff war für uns im Alltag allgegenwärtig, sei es in der Tracht oder auch in einfachen, aber praktischen Kleidungsstücken.“

Person, Human, Wristwatch
Loden und Holz machen die Waidzeit-Uhren zu etwas ganz Besonderem (Bild: Stefan Pfeoffer)

2014 gründeten Elisabeth und Christoph Hutegger dann ihre „Waidzeit“. Die Verbindung zur Natur ist unverkennbar, der Hirsch im Logo als Symbol für Anmut und Naturverbundenheit unterstreicht dies noch mal deutlich. Hervorgehoben wird damit aber im Besonderen die Tradition und Heimatverbundenheit, die sich unter anderem in den Designs der Zeitmesser ausdrückt – von Alpin bis hin zur Zirbenuhr.

SchlieĂźlich passen die Uhren perfekt zum alpinen Lebensstil, zu den Bergen und bringen auch in urbane Räume Natur fĂĽrs Handgelenk. Zudem können individuell angefertigte Uhrenbänder – etwa aus Baumwollstoffen – jederzeit umgesetzt werden.

Tatjana Hierl und ihre Keramik aus Oberbayern
Gewebtes wie zu Omas Zeiten aus dem Oberen Murtal

Jedes Stück ein Unikat – Ruhepol in einer schnelllebigen Zeit

Jedes Holz hat seine ganz besonderen Eigenschaften. Ob Ahorn, Birke, Eiche, Esche, Walnuss, Elsbeere oder Zirbe, jedes Holz braucht seine Zeit, um zu wachsen, um geerntet und verarbeitet zu werden. Jedes Holz hat seine typischen, charakteristischen Eigenschaften. Ahorn und Eiche sind hart, robust und widerstandsfähig, Esche besonders elastisch und die Zirbe wohlriechend und weich.

Im harten Elsbeerenholz sind die Jahrringe, die dem Holz seine typische Maserung geben, besonders gut zu sehen. Jedes Stück ist ein Unikat aus langsam gewachsenem Holz – jedes Stück trägt seine ganz persönliche Zeitgeschichte in sich. Eine Uhr, die nicht die rasende Zeit anzeigt, sondern vielmehr einen Ruhepol darstellt, eine Erdung in unserer schnelllebigen Zeit.

Die Philosophie – Aufbruch in eine neue Zeit

Obwohl der Betrieb von Elisabeth und Christoph Hutegger noch jung ist, ist die Firmenphilosophie wohl durchdacht und ausgereift. Sie stellt ein klares Bekenntnis zur Natur dar und meint damit die Verwendung heimischer Rohstoffe genauso wie die Einbindung regionaler Betriebe, die dadurch nicht nur Aufträge, sondern vor allem auch Wertschätzung erfahren.

Und diese Philosophie greift bis hin zur Verpackung: Mit edlen Holzschatullen aus Fichte, die gerne auch mit einer persönlichen Gravur versehen werden, Wolle, um das Uhrengehäuse zu schützen, und Lodensackerl zeigen die Huteggers, dass man ganz leicht ohne Plastik auskommt. Transportwege sollen kurzgehalten werden, eine überlegte Logistik unnötige Fahrten verhindern.

Elisabeth Hutegger (Bild: Stefan Pfeiffer)
Elisabeth Hutegger ist mit groĂźer Leidenschaft Uhrenmacherin (Bild: Stefan Pfeiffer)

Klar ist Elisabeth Hugegger auch in ihrer Ansicht in Bezug auf die großen Onlineversandhäuser: „Ich kann weder mit deren Versandpolitik noch mit deren Arbeitsbedingungen etwas anfangen. Hier wollen wir uns klar distanzieren und verzichten bewusst im Sinne unserer ökologischen Verantwortung auf die Präsenz auf diesen Plattformen.“ Mit ihrem Ansatz haben die Hutegges eine echte Vorreiterrolle inne: Sie zeigen, wie zukünftiges Wirtschaften aussehen kann. Der Schritt zurück zur Regionalität wird damit zum Schritt in eine neue Zeit.

Und mit seiner Herzlichkeit und Weitblick ist „Waidzeit“ nicht nur sympathisch und durch und durch authentisch, die Huteggers geben jedem ihrer Kunden zudem ein tiefgründiges Versprechen mit auf den Weg:

„Wer ein Stück Waidzeit trägt, trägt ein Stück unserer Ennstaler Heimat in die Welt hinaus.“

Elisabeth Hugegger
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