Naturapotheke

6 persönliche Fragen an Apotheker Alexander Ehrmann

Der Wiener Apotheker kennt sich bestens in der Welt der Naturheilkunde aus. Hier verrät er, was er braucht, um einfach gut zu leben.
Das riesige Wandregal der Saint Charles Apotheke (Bild: PR)
Foto: PR
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Illustration von Alexander Ehrmann in seiner Apotheke
Foto: Katharina Ralser
Apotheker Alexander Ehrmann teilt regelmäßig sein Naturheilwissen bei servus.com.

Alexander Ehrmann wurde in eine Apothekerfamilie hineingeboren. Er ist Pharmazeut in sechster Generation. Unter seinen Vorfahren befindet sich auch Professor Martin Ehrmann, der 1832 den Österreichischen Apothekerverband gründete. „Kaum des Gehens mächtig rührte ich allabendlich Tonika, Salben und allerhand absonderliche pharmazeutische Tinkturen an“, sagt Alexander Ehrmann lachend über seine Kindheit. 

Sein Spezialgebiet sind Naturheilmittel und die Traditionelle Europäische Medizin. Ehrmann betreibt neben den Saint Charles Apotheken in Wien und Berlin auch ein Geschäft für Naturkosmetik – die Saint Charles Cosmothecary – und ein Wirtshaus, das Saint Charles Alimentary, in Wien-Mariahilf. „Der rote Faden in all diesen Unternehmungen ist die Liebe zu Kräutern, die wir vor unserer Nase finden. Sie dienen als Heilmittel, Nahrung und wirken in der Kosmetik.“ Ehrmann ist Vater eines Sohnes und verheiratet mit Psychotherapeutin Ruth Ehrmann-Fernau. 

HEIMAT IST FÜR SIE …?

Schwammerlsuchen, Thomas Bernhard, Ganz Wien von Falco.

IHRE LIEBLINGSREGION?

Momentan die Gegend um den Hochkönig. Seine Majestät, der Hochkönig, erfreut einen auf unzählige Arten. Er bietet malerische, anspruchsvolle Wanderungen und zur Belohnung die besten Hütten der Alpen (Huberalm, Zachhofalm, …).

IHRE LIEBLINGSPFLANZE – UND WARUM?

Radix imperatoriae, die Meisterwurz. Im späten Mittelalter galt die Meisterwurz als Allheilmittel, wie man unschwer am Namen erkennen kann. Sie war hochverehrt und wurde nicht nur für medizinische Zwecke, sondern auch als Zauberwurzel eingesetzt. Später geriet die Meisterwurz in Vergessenheit, möglicherweise, weil man sie so leicht mit anderen Doldenblütlern verwechseln kann. Erst als Hildegard von Bingen und ihre Kräutermedizin wiederentdeckt wurde, stieg auch wieder das Interesse an der Meisterwurz. Wir haben das Meisterstück, die spagyrische Quintessenz.

WO ODER WOBEI TANKEN SIE AM BESTEN KRAFT?

Wenn ich mit meiner Familie auf den Berg steige, dabei unsagbar gescheite Gespräche führe und ja, Schwammerl finde. Bevorzugt Steinpilze.

WELCHES TALENT WÜRDE MAN IHNEN NICHT ZUTRAUEN?

Schwammerlsuchen.

EIN MOTTO, NACH DEM SIE LEBEN?

Erfolg ist einmal mehr aufstehen als umfallen.

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