Naturapotheke

Natürliche Badezusätze mit Heilwirkung

Ein eingelassenes Vollbad und 15 bis 20 Minuten Zeit: Wir zeigen, was Kräuter, Öle, Salz und Blüten im Badewasser bewirken können.

Ein Bad in der warmen Wanne beruhigt Körper und Geist gut – vor allem, wenn man auf den richtigen Badezusatz setzt. Wir stellen vier natürliche Ingredienzen vor, die uns tiefer durchatmen lassen und die Haut pflegen.

1. Duftendes Kräuterbad für mehr Energie

Foto: Katharina Gossow
Am besten verwendet man Kräuter aus biologischem Anbau.

Duftende Kräuterbäder sind im Winter eine wahre Wohltat: Rosmarin wirkt belebend und entzündungshemmend, Thymian wirkt bakterienhemmend und regt das Immunsystem an. Salbei vermindert übermäßiges Schwitzen und nimmt Hitzewallungen ihre Intensität. Tipp: Binden Sie frischen Rosmarin, Thymian und Salbei zu einem Büschel hängen Sie dieses ins einlaufende Badewasser. So können sich die ätherischen Öle schnell lösen und ihre heilsame Wirkung entfalten. Wer beim Baden den Körper mit dem Bündel gründlich abreibt und massiert, fördert zusätzlich die Durchblutung der Haut.

2. Molke für weiche Haut

Badezusatz mit Molke und Blüten (Bild: Katharina Gossow)
Foto: Katharina Gossow
Badezusatz mit Molke und Blüten

Käserinnen, so heißt es, hatten von jeher die zartesten Hände. Kein Wunder: Die mineralienreiche Molke – das „Abfallprodukt“, das bei der Käseherstellung entsteht – gehört zu den pflegendsten Stoffen der Natur. Sie entsäuert den Körper, entgiftet, entspannt und beruhigt. Außerdem leistet sie auch bei Neurodermitis lindernde Dienste.

  • 100 g Molkepulver
  • 30 g getrocknete Rosen- und Lavendelblüten
  • 5 Tropfen Rosenöl
  • 5 Tropfen Lavendelöl
  1. Die Blüten in ein Schraubglas füllen und das ätherische Rosen- und Lavendelöl darauf träufeln.
  2. Das Glas fest verschließen und über Nacht stehen lassen.
  3. Am nächsten Tag zügig mit dem Molkepulver verrühren und alles in der Wanne auflösen.

3. Salz als Mineralspender

Salzbad (Foto: Eisenhut & Mayer)
Foto: Katharina Gossow
Nach einem Salzbad sollte man ein Körperöl in die Haut einmassieren, um ihr Feuchtigkeit zuzuführen.

Meersalz im Badewasser hilft beim Entschlacken und Entwässern, es regt den Stoffwechsel an und versorgt den Körper mit Mineralien. Für eine normal große Wanne reicht ein Häferl Salz. Das Baden in Salz trocknet die Haut allerdings aus. Körperöl, in die noch feuchte Haut massiert, macht es wieder gut. Außerdem sollte man nach dem Salzbad eine halbe Stunde ruhen und ein großes Glas kohlensäurefreies Wasser trinken.

  • 1 Tasse Meersalz
  • 5 Tropfen ätherisches Öl (Lavendel oder nach eigener Wahl)
  • 1 Handvoll getrocknete Rosen- und Lavendelblüten
  1. Eine Tasse Meersalz in ein Schraubglas füllen.
  2. Fünf Tropfen ätherisches Öl, Kräuter und Blüten dazugeben, schütteln und ins Badewasser mischen.

4. Blütenbad für die Sinne

Blüten im Badewasser (Bild: Katharina Gossow)
Foto: Katharina Gossow
Jede Blüte hat ihre eigene Wirkung. Sie können nach Herzenslust gemischt werden.

Wer vom Sommer getrocknete Kräuter und Blüten übrig hat, kann daraus einen wohltuenden Badesud brauen. Prinzipiell gilt: Für ein Vollbad brauchen Sie ca. 50 g getrocknete Blumen oder Kräuter, die in einem Liter Wasser aufgekocht werden. Der Sud sollte zehn Minuten ziehen, bevor Sie ihn in das Badewasser geben. Lavendel wirkt entspannend, Rosenblüten pflegen die Haut, Kornblumen lindern Juckreiz, Ringelblumen helfen bei Entzündungen und Kopfschmerzen.

Servus-Tipp: Je wärmer das Bad, desto mehr Arbeit fürs Herz. Länger als eine Viertelstunde sollte man nicht in der Wanne liegen. Und testen Sie ätherische Öle vor dem Bad auf ihre Verträglichkeit – am besten in der Armbeuge oder an der Innenseite des Handgelenks.

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