4 natürliche Wirkstoffe für gesunde Lippen

Apotheker Alexander Ehrmann weiß, wie man Herpes mit Hilfe von Naturheilkunde los wird.
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Ringelblumensalbe kann man auch präventiv verwenden.
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Foto: Katharina Ralser
Alexander Ehrmann schreibt regelmäßig für Servus.com und teilt sein Expertenwissen rund um Naturapotheke und Naturheilkunde.

Fieberblasen äußern sich mit Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie treten wiederholt an den Lippen auf, brechen auf und verkrusten. Vom lokalen Ausbruch bis zur Abheilung dauert es bis zu 14 Tage. Zugrunde liegt eine Infektion mit dem Herpessimplex-Virus Typ 1, selten Typ 2. Die Viren verbleiben lebenslang im Körper und können bisher nicht dauerhaft eliminiert werden.

Zur Behandlung werden häufig Fieberblasencremes mit antiviralen Wirkstoffen verwendet, zum Beispiel mit AciclovirPenciclovir oder Zinksulfat. Doch mehr und mehr Menschen entwickeln Resistenzen gegen oben genannte Substanzen. Und hier kommt die gute alte Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) ins Spiel. Folgende natürliche gewonnene Wirkstoffe helfen:

  1. Melisse: Die nach Zitrone duftende Melisse (Melissa officinalis) findet bereits seit Jahrhunderten in der europäischen Pflanzenheilkunde Anwendung. Melisse wirkt beruhigend und antiviral. Der hoch konzentrierte Extrakt aus der Zitronenmelisse ist der einzige Wirkstoff, der Lippenherpes sogar vorbeugen kann.

  2. Ringelblume: Auch die altbewährte Ringelblumensalbe stoppt Viren und hat somit ein starkes antivirales Potenzial.

  3. Knoblauch: Knoblauch wirkt antibakteriell und befreit rasch, aber geruchsintensiv, von der Fieberblasenqual. Sobald die ersten Herpesbläschen sichtbar sind, sofort eine Knoblauchzehe zerteilen und diese zehn Minuten lang auf die betroffene Stelle legen. Anschließend die Hautstelle mit Wasser abtupfen. Das Ganze mehrfach täglich wiederholen.

  4. Honig: Bei Lippenherpes wird Honig mehrmals täglich auf die Lippen gestrichen. Verstärkt wird der Effekt, wenn Sie täglich mehrere Teelöffel Honig einnehmen. Achten Sie aber auf eine gute Bioqualität.

Stress als Herpes-Auslöser: Stress schwächt das Immunsystem enorm. Menschen in aufregenden Lebensphasen erleben regelmäßig Herpes-Schübe. Die Stärkung des Immunsystems muss also gemeinsam mit Stressmanagement im Mittelpunkt jeder langfristigen Herpes-Therapie stehen. Je nach Konsequenz, mit der die immunstärkenden Maßnahmen umgesetzt werden, steigen die Chancen für eine Zukunft ohne Herpes.

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