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Naturapotheke

Arnika: die Schmerzstillerin aus der Natur

Die Wirkstoffe der Arnika entfalten sich in Salben, Tinkturen und Globuli und helfen unter anderem bei Prellungen und Zerrungen.

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Foto: Getty Images
Arnika wächst auf Wiesen und in lichten Wäldern.
Servus-Expertin Karin Buchart
Foto: Roland Vorlaufer
Karin Buchart erklärt Monat für Monat in Servus Stadt & Land die Heilkräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen.
  • Arnika hilft bei: Blutergüssen, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen

  • Wirkung: schmerzstillend, krampflösend, harntreibend, entzündungshemmend

  • Heilanwendung: Tinktur, Salbe, Globuli

  • Innerliche Anwendung: Von einer innerlichen Anwendung der Arnika-Tinktur wird abgeraten. In der Homöopathie gibt man Arnica C30 sofort nach einem Unfall, da es auch bei Gehirnerschütterung und Schockzuständen hilft (sofort fünf Globuli unter der Zunge zergehen lassen, nach einer Stunde wiederholen und am nächsten Tag noch einmal fünf Globuli). Zum Ausheilen verwendet man Arnica D6: Einfach dreimal fünf Globuli pro Tag ca. zwei bis drei Wochen lang einnehmen.

  • Äußerliche Anwendung: Als Tinktur bei Blutergüssen, Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen. Keine Arnika-Tinktur auf offene Wunden geben! Immer 1:1 mit Wasser verdünnen und diese als Umschlag auf die verletzte Stelle geben. Bei der Anwendung ist auf eine mögliche Arnika-Allergie zu achten, diese kommt mitunter recht häufig vor.

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  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Als Heilmittel werden in der Phytotherapie vor allem die Blüten der Arnika verwendet. Die enthaltenen Bitterstoffe wie Sesquiterpenlactone verfügen über eine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung. Des Weiteren ist ätherisches Öl mit Thymol enthalten sowie Flavonoide und Phenolcarbonsäuren.

  • Botanische Merkmale: Die Arnika – auch Arnica montana genannt – ist eine aromatisch duftende, ausdauernde Pflanze, die zur Familie der Korbblütengewächse gehört. Aus einer flachen Blattrosette wächst ein meist unverzweigter, bis zu 50 cm hoher Stängel, der etwas zerrupft aussehende, aber wunderschöne gelborange Blüten trägt. Die Arnika ist kalkmeidend und wächst vor allem auf mageren, sauren Bergwiesen in Höhen von bis zu 2500 m. Leider ist die Arnika durch die Überdüngung solcher Wiesen, intensive Grünlandnutzung und auch durch zu intensives Sammeln in ihrem Bestand sehr gefährdet und steht daher streng unter Naturschutz. Zum Glück ist es gelungen, eine Sorte zu entwickeln, die für Feldanbau geeignet ist, sodass die Wildvorkommen geschont werden können.

  • Geschichte: Wolfesgelegena nannte Hildegard von Bingen die Arnika, die aber eigentlich immer eine Pflanze der Volksmedizin war. Wolfsgele nannte man sie deshalb, weil ihre gelben Blüten wie gelbe Wolfsaugen aussehen, aus denen die Bergsonne blitzt. Daraus wurde Wolferlei und schließlich Wohlverleih. Arnika galt schlechthin als Allheilmittel, das gegen Herzschwäche, Gicht, rheumatische Erkrankungen und vor allem Verletzungen eingesetzt wurde. Sie zählte aber auch zu den Sonnwendkräutern, durch ihre Zauberkraft sollte sie als Donnerwurz Haus, Hof und die Äcker vor Blitz- und Hagelschlag schützen

Arnika, Heilpflanze, Heilkraut, Illustration, Naturapotheke, Servus
Foto: Andreas Posselt
Arnika wird meistens ausschließlich äußerlich angewendet.
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