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Naturapotheke

Die Heilwirkung der Fichte

Das Aroma der Fichte wirkt beruhigend, lindert Reizhusten, Schmerzen und verhilft zu ruhigem Schlaf. Plus: Rezepte aus der Naturapotheke

Naturapotheke Fichte gegen Husten (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Servus-Expertin Karin Buchart
Foto: Roland Vorlaufer
Karin Buchart erklärt Monat für Monat in Servus Stadt & Land die Heilkräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen.
  • Fichte hilft bei: Nerven- und Muskelschmerzen, Weichteilrheuma, Husten, Schlaflosigkeit.
  • Wirkung: Beruhigend, adstringierend, desinfizierend, entzündungshemmend, schleimlösend.
  • Heilanwendung: Tee, Salbe, Öl, Tinktur, Harz, Sirup.
  • Innerliche Anwendung: Fichten-Tee kommt bei Husten oder Bronchitis zum Einsatz. Dieser kann allerdings die Nieren reizen, daher nicht in zu hohen Dosen einnehmen und nach Abklingen der Bronchial-Beschwerden absetzen.
  • Äußerliche Anwendung: Bei Bronchitis, Herzbeschwerden sowie bei Muskel- und Gelenksschmerzen die betroffenen Areale dreimal Mal täglich mit der Fichten-Tinktur oder einer Fichten-Salbe einreiben. Als ätherisches Öl für Duftlampen und Badezusätze wirkt die Fichte beruhigend.
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  • Inhaltsstoffe: Fichtennadeln enthalten eine angenehm duftende Mischung ätherischer Öle: Bornylacetat ist dabei für den typischen Fichtengeruch verantwortlich. Die Pharmazie hat die beruhigende Wirkung des ätherischen Fichtennadelöls wissenschaftlich bestätigt. Volksheilkundlich werden im Mai die jungen hellgrünen Fichtenspitzen gesammelt. Die noch grünen Zapfen liefern frisches, reines Fichtenharz. Es schützt die jungen Samen vor Überhitzung. Im heurigen Jahr sind die Zapfen besonders harzreich, weil in den heißen Sommertagen die Harzbildung stark angeregt wurde. Gesammelt wird auch das Faulpech, das ist jenes Harz, mit dem der Baum seine Wunden versiegelt. Ein Teil davon kann mit einem Messer abgeschabt und gesammelt werden. Das Fichtenharz wirkt erstaunlich zusammenziehend, entzündungshemmend und vor allem desinfizierend durch seine organischen Säuren und ätherischen Öle.
  • Wirkung: Ein Fichtenzweigbad hilft gut bei Nervenentzündungen. Überhaupt sind Bäder und Einreibungen aus Fichtennadeln bei der Behandlung von Neuralgien, Muskelschmerzen und Weichteilrheuma nicht wegzudenken. Bei hohem Blutdruck oder Herzinsuffizienz muss allerdings davon abgeraten werden. Der Maiwipferlsaft – ursprünglich wahrscheinlich ein Sirup aus jungen Fichtentrieben in Fichtenwasser eingekocht und heute mit Zucker haltbar gemacht – wirkt entkrampfend auf die Bronchien und hilft beim Abhusten von Schleim.
  • Botanische Merkmale: Die Fichte kann bis zu 50 Meter hoch werden. Sie ist ein immergrüner Baum, ihre Nadeln wachsen dunkelgrün rund um den Zweig. Sie hält bis zu minus 60 Grad Celsius aus, bei dieser Kälte produziert sie aber keinen Sauerstoff mehr. Im Frühling zeigt sie ihre roten Blüten in Form von kleinen Zapfen. Später lässt sie ihre Zapfen herunterhängen.
  • Geschichte: Paracelsus hat das Harz der Fichte gerne als adstringierendes Mittel verwendet. In der Volksheilkunde im Alpenraum spielte der Baum seit jeher eine tragende Rolle. Der Vorrat an Fichtenpech durfte in keinem Haushalt fehlen, es wurde „Waldweihrauch“ genannt.
  • Heilanwendung: Pechsalbe war einst die wichtigste Wundheilsalbe im Alpenraum. Eine hausgemachte Fichtenpechsalbe wurde sogar schon an der Uniklinik Helsinki klinisch getestet – mit gutem Ergebnis. Die Fichtenpechsalbe heilt offene Wunden, wobei die Verträglichkeit zuerst an der Arm-Innenseite ausprobiert werden sollte. Die Salbe hilft bei Entzündungen der Haut oder Gelenke, Schwielen an den Händen, Atemwegsinfekten oder kalten Füßen.

Fichtennadel-Tee

  • 1 EL Fichtennadeln, 1/2 l Wasser.
  • Die Fichtennadeln mitsamt den feinen Zweigen klein schneiden und 10 Minuten im Wasser kochen. Dann abseihen und denTee pur oder mit etwas Honig oder naturtrübem Apfelsaft gesüßt trinken.
  • Anwendung: Dank der in ihm enthaltenen Wirkstoffkombination wirkt Fichtennadeltee trocknend auf die Schleimhäute sowie insgesamt wärmend und beruhigend. Er hilft bei verschleimten Atemwegen und Husten.
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