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Naturapotheke

7 Metalle und ihre alten Heilkräfte

Gold gegen trübe Gedanken, Silber zum Kurieren schlecht heilender Wunden und Eisen für gesundes Blut: ein kosmisches Zusammenspiel und was Urmetalle im menschlichen Körper bewirken können.

Metalle, Naturwissen, Wirkung, Illustration
Foto: Andres Posselt
Metalle umgibt nicht nur aufgrund ihrer Heilwirkung seit je ein besonderer Zauber.

Metalle umgibt nicht nur aufgrund ihrer Heilwirkung seit je ein besonderer Zauber. Auf nahezu magische Art und Weise können sie ihre Form verwandeln: Während Gold beim Schmelzen sonnenhell zu strahlen beginnt, bildet Quecksilber bei Zimmertemperatur glänzende Kügelchen und verdampft. Und Zinn zerfällt bei Kälte zu Staub.

Weil sich Metalle so anders verhalten als andere Stoffe, übten sie auf uns immer schon eine große Faszination aus. Der Mensch brachte sie mit der göttlichen Himmelswelt in Verbindung; und die alten alchimistischen Meister verarbeiteten sie – ähnlich wie die Pflanzen – zu wirksamen Heilmitteln.

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1. Gold – Licht und Leben

  • Gold galt als das Lebenselixier. Das Metall ist mit Wärme, Licht und der Sonne assoziiert. Es war immer etwas Heiliges und nahm dort eine besondere Rolle ein, wo sich der Mensch mit dem Himmel und dem Göttlichen zu verbinden versuchte. Gold-Arzneien sollten tiefe Erschöpfungszustände bessern, die Schwere heben und Lebenskraft spenden.

  • Der kosmische Bezug von Gold ist die Sonne; im menschlichen Inneren ist es dem Herzen zugeordnet, dem Sitz der Seele. „In der anthroposophischen Medizin werden feinste Goldverbindungen wegen ihrer antidepressiven Wirkung eingesetzt“, sagt der anthroposophische Mediziner Thomas Meisermann.

  • Und auch bei Herzerkrankungen oder bei Beschwerden der Gelenke findet es Anwendung. Gold ist nach alter Überzeugung mit der Überwindung der Schwere verknüpft. Essenzen aus Gold wirken entgiftend und sollen zu innerem Gleichgewicht verhelfen.

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Foto: Andreas Posselt
Gold

2. Silber – Regeneration und Heilung

  • Das Edelmetall vermag Krankheitserreger unschädlich zu machen und wirkt antibakteriell. Paracelsus ordnete Silber dem weiblichen Prinzip und damit dem Mond zu, der die Flüssigkeiten im menschlichen Körper regiert.

  • Silber wirkt entzündungshemmend, beruhigend und kühlend, es fördert die Regeneration, die Empfänglichkeit und Fruchtbarkeit.

  • Das Metall wird heute noch zur Konservierung von Salben verwendet. Mit Silber beschichtete Wundauflagen fördern nach wie vor die Heilung infizierter Wunden und der Schleimhäute.

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Silber

3. Kupfer – Sinnlichkeit und Hingabe

  • Kupfer gilt als das Venusmetall, und es verkörpert Schönheit, Sanftmut und Lebendigkeit. Es wirkt krampflösend, entspannend und harmonisierend. Kupfer wird auch mit Schwangerschaft und Geburt in Verbindung gebracht. So soll eine Behandlung mit Kupfer helfen, wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappen will.

  • Albträume und nächtliche Wadenkrämpfe hat man traditionell mit Kupfer behandelt – im Fall der Waden bis heute etwa mit Kupfersalbe. Einreibungen damit oder das Auflegen von Kupferfolien erzeugen wärmende Eigenschaften und wirken entspannend.

  • Ein typisches Anwendungsgebiet dafür ist auch die Nierenregion. Kupfer soll auch der Seele beim Verarbeiten von Traumata helfen oder dann, wenn einem etwas „an die Nieren geht“.

  • Im menschlichen Körper dient Kupfer als Spurenelement für lebenswichtige Vorgänge in unseren Zellen. Es gelangt über Nahrungsmittel wie Nüsse, Fleisch, Bohnen oder Getreide in den Dünndarm.

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Foto: Andreas Posselt
Kupfer

4. Eisen – Willenskraft und Aktivität

  • Eisen wird dem Mars zugeordnet. Es vermittelt Lebenskraft, es macht durchsetzungsstark, es weckt auf, hilft, Schwäche und Müdigkeit zu überwinden, und es wärmt. Fehlt uns Eisen, leiden wir an Schwächegefühl oder mangelnder Tatkraft.

  • Seelisch kann sich das über Lustlosigkeit ausdrücken. Aus Eisen hergestellten Arzneien sagt man nach, dass sie stark und prompt wirken. Menschen fühlen sich dadurch rasch besser und gestärkt.

  • Eisen in Kombination mit Brennnessel soll das Haarwachstum verbessern und Haut und Schleimhaut regenerieren, etwa bei eingerissenen Mundwinkeln oder einer brennenden Zunge.

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Eisen

5. Blei – Abgrenzung und Wärme

  • Sagt man, dass ein Mensch von Bleikräften bestimmt wird, meint man, dass er der Schwere und der Langsamkeit verfällt. Das verbindet das Metall auch charakterlich mit dem Saturn, der ihm als Planet zugeordnet wird. Dieser bewegt sich relativ langsam um die Sonne – für einen Umlauf benötigt er fast 30 Jahre.

  • Blei gilt als sehr biegsam und warm. Es neigt zum Verhüllen, und es grenzt ab (Blei schützt uns etwa vor Röntgenstrahlung). In der Homöopathie hat sich gezeigt, dass potenziertes Blei entgiftend bei Bleivergiftungen wirken kann.

  • Anthroposophische Ärzte setzen potenziertes Blei mit guten Erfolgen etwa zur Schmerzlinderung und bei Knochenbrüchen ein.

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Foto: Andreas Posselt
Blei

6. Quecksilber – Flexibilität und Wandlung

  • Quecksilber wird dem Planeten Merkur zugeordnet, der in der Mythologie auch als Götterbote und großer Meister der Alchimie galt. Er kann als einzige Gottheit zwischen den Welten wandeln. Diese Wandlungsfähigkeit trifft auch auf das Quecksilber zu: Bei Erschütterung zersprüht es zu kugelförmigen Tröpfchen – die ebenso leicht wieder zusammenfließen können –, und es steigt als unsichtbarer Dampf auf.

  • Quecksilber ist giftig, unser Nervensystem ist dafür besonders anfällig. So paradox es klingt, kann das giftige Quecksilber in geeigneter Form und Dosierung zum Heilmittel werden.

  • In der Homöopathie wird es verabreicht, um seelische Zustände wie Rastlosigkeit oder Angespanntheit zu behandeln. In der anthroposophischen Medizin werden Mandelentzündungen damit kuriert.

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Foto: Andreas Posselt
Quecksilber

7. Zinn – Bewegung und Weitblick

  • Das Jupitermetall ist kälteempfindlich und kann schon unterhalb von plus 13,2 Grad Celsius zu Staub zerfallen. In der Heilkunst geht es um genau diese Qualität, nämlich Festgewordenes wieder flüssig werden zu lassen. Im menschlichen Körper neigen etwa Gelenkknorpel dazu, im Laufe des Lebens fest und spröde zu werden. Auch Bandscheiben verlieren Wasser, sinken dadurch ein und verursachen Schmerzen.

  • In der anthroposophischen Medizin soll Zinn bei Gelenkproblemen helfen, „unlebendig“ gewordene Flüssigkeiten wieder geschmeidig zu machen.

  • Auf der Seelenebene fördert Zinn Offenheit, Toleranz und Selbstverwirklichung. Zinngedüngter Löwenzahn wird bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, aber auch zur Förderung der Leberfunktion eingesetzt. Er gilt auch als Mittel bei Erschöpfung und Antriebslosigkeit.

Markus Sommer: „Metalle und Mineralien als Heilmittel“, Verlag aethera, Stuttgart

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