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Wohnen

Warum man mit natürlichen Materialien besser schläft

Wie uns Stoffe wie Baumwolle, Leinen und Wolle im Schlaf gesund halten.

Bett (Foto: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Wie man sich bettet, so schläft man. Soll heißen: Wer sich Naturmaterialien ins Bett holt, schläft garantiert auch besser.

Redaktion: Silvia Pfaffenwimmer

Unsere Vorfahren schliefen auf Heu, Blättern, Stroh und Tierhäuten, wärmten sich mit weichem Fell oder – später – mit Decken aus Wolle und Leinen. Mit dem Fortschritt geriet die Natur aber immer mehr ins Hinter­treffen, Kunstfasern verdrängten zunehmend die altbewähr­ten Materialien. Heute weiß man, dass damit auch ein großer Teil an Geborgenheit und Gesundheit verloren ging.

Krankmachende Bettgenossen

In der Nacht ist unser Körper schutzlos und besonders anfällig für schädliche Einflüsse. Leintücher, Bettdecken und Polster kommen uns ganz nahe; da ist es umso wichtiger, dass sie frei von Schad-­ und Reizstoffen sind. Nicht selten holt man sich mit der Bettwäsche Schwermetalle, aggressive Farbstoffe und andere ungesunde Bettgenossen ins Schlafzimmer. Diese Stoffe können sich mit der Zeit im Körper anreichern und uns im schlimmsten Fall krank machen.

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Naturfasern sind durstig

Auch wer mit einer Allergie geplagt ist, legt sich besser mit Naturfasern schlafen. Anders als vermutet, werden diese nicht häufiger von Hausstaubmilben heimgesucht als Kunstfasern. Auf das Material kommt es nämlich nicht an; entscheidend ist vielmehr die Feuchtigkeit im und um das Bett – je feuchter, desto wohler fühlen sich die Viecher. Und hier haben Leinen, Baumwolle oder Hohlfasern wie Hanf klar die Nase vorn – sie können bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtig­keit aufnehmen und später wieder abgeben; es kommt zu keinem Hitzestau. Ein gewichtiges Argument – immerhin verlieren wir pro Nacht bis zu einem halben Liter Schweiß.

Damit das Spiel aus Aufnehmen und Abgeben funktioniert, müssen allerdings ein paar Regeln beim Bettenmachen beachtet werden. Gleich nach dem Aufstehen am Morgen sollten die Bettdecken weit zurückgeschlagen und die Fenster für eine Viertelstunde geöffnet werden. So kann alles gut abtrocknen. Tagesdecken und Überwürfe mögen zwar nett ausschauen, verhindern jedoch das Verdunsten der Feuchtigkeit. Decken, Polster und Unterdecken möchten darüber hinaus regelmäßig an die frische Luft, am liebsten in die pralle Sonne. Das geht auch im Winter, wenn man die Sachen anschließend in Kaminnähe oder einfach am beheizten Fußboden auflegt und trocknen lässt.

Für Heißsporne und Zitterlieschen

Ein weiterer Pluspunkt von Naturmaterialien ist ihr ausgleichendes Temperament: Hitzige Typen haben es mit ihnen ebenso gut wie jene, die es immerzu friert. Naturfasern isolieren die Wärme, die der Körper abgibt, sind dabei aber gleichzeitig luftdurchlässig und schaffen so ein angenehmes Körpergefühl. Dazu trägt auch die Haptik der Naturfasern bei. Die leicht körnige Oberfläche von Leinen, die flauschige Wärme von Flanell oder die weiche Eleganz von Seide machen das Schlafen zu einem sinnlichen Vergnügen. Also, worauf warten wir noch? Ab ins Bett!

Decke mit Zirbenflocken-Fülle (Bild: Raphael Gabauer)
Foto: Raphael Gabauer

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