Beilage

4 Nudelsorten selber machen

Ob Fadennudeln, Röllchen, Fleckerl oder Bandnudeln mit dem richtigen Nudelteig sind sie alle im Handumdrehen selbst gemacht und das Nudelgericht schmeckt gleich doppelt so gut.

Nudeln, selbermachen, Tomate
Foto: Pixabay

Gut zu wissen: Vollständig getrocknete Nudeln halten bis zu zwei Wochen. Bevor man sie aber in einem Behälter verschließt, müssen sie zwei bis drei Tage offen und bestaubt auf Holz oder am besten auf einem Gitter gründlich trocknen.

Servus-Tipp: Bei der Nudelmaschine sollten zwei Punkte beachtet werden.

Zuerst treibt man einen handtellergroßen, 1 cm dicken Teigfladen durch die immer dünner eingestellten Walzen, bis man einen etwa 1 mm dünnen Teigstreifen erhält.

Dann montiert man den Aufsatz für die gewünschte Nudelsorte und kurbelt den leicht bemehlten Teigfladen zügig durch. Wichtig: Die Maschine muss wirklich fest an die Tisch- oder Arbeitsplatte geschraubt sein.



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MengeZubereitungszeitGesamtzeit
1 Portion20 Minuten30 Minuten
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Für 650 Gramm Nudelteig
300 gglattes Mehl
7Eidotter (Größe L)
0,5 TLSalz
1 ELOlivenöl
Wasser nach Bedarf
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Der Basisteig

  1. Das Mehl mit einem Mehlsieb auf eine Arbeitsfläche sieben und in der Mitte eine Mulde formen.

  2. Die Eidotter in die Mulde geben.

  3. Olivenöl und Salz hinzufügen.

  4. Mit einer Gabel die Dotter kreisförmig mit dem Mehl in der Mulde verrühren, bis ein dickflüssiger Brei entsteht

  5. Das Mehl mit den Händen nach und nach von außen nach innen zu den Dottern kneten. Bei Bedarf etwas Wasser dazugeben.

  6. Alles zu einem glatten, festen Teig verkneten. Das dauert mindestens 10 Minuten. Zum Schluss darf der Teig nicht mehr an den Händen kleben bleiben.

  7. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde rasten lassen. Lässt man ihn länger liegen, wird er braun. Anschließend kann er mit dem Nudelwalker oder mit der Nudelmaschine dünn ausgewalzt werden.

Fadennudeln

  1. Ein faustgroßes Stück Teig auf mit griffigem Mehl bestaubter Fläche 1 mm dünn auswalzen, auf der Oberseite ebenfalls leicht stauben und mit dem Nudelrad ca. 3 bis 4 cm breite Bahnen schneiden.

  2. Die Bahnen jeweils eines ausgewalzten Teigstückes locker übereinanderlegen, dabei aber nicht auf den Teig drücken.

  3. Die Klingen einer sehr scharfen Küchenschere mit griffigem Mehl bestauben und möglichst feine Nudeln abschneiden. Zwischendurch die Klingen immer wieder bestauben.

  4. Noch einmal etwas Mehl ausstreuen und die Suppennudeln mit den Fingern vorsichtig auseinanderklauben. Einige Stunden trocknen lassen und frisch verwenden oder zum Lagern mehrere Tage vollständig trocknen.

Röllchen

  1. Ein faustgroßes Stück Teig auf leicht mit griffigem Mehl bestaubter Fläche 1 mm dünn auswalzen.

  2. Mit dem Teigrad 4 cm breite Bahnen schneiden.

  3. Dann die Bahnen quer zu Quadraten schneiden.

  4. Die Teigquadrate mit dem Zeigefinger sanft diagonal einrollen. Die Röllchen komplett trocknen lassen, damit sie sich beim Kochen nicht öffnen

Fleckerln

  1. Etwa hühnereigroße Teigstücke auf mit griffigem Mehl bestaubter Arbeitsfläche zu 1 mm dünnen runden Fladen auswalzen.

  2. Jeden Fladen kräftig mit griffigem Mehl bestauben und 4 Fladen übereinanderlegen.

  3. Ein scharfes Messer mit bemehlter Klinge flach ansetzen und mit eher zügigem Schnitt in 2 cm breite Streifen schneiden. Zwischendurch die Klinge immer wieder mit Mehl bestauben.

  4. Die Teigstreifen quer zu Quadraten schneiden und mit der Klinge nach jedem Schnitt etwas auseinanderschieben. Zum Schluss die kleinen Teigstapel mit leicht bemehlten Händen auseinanderschütteln. Einige Stunden trocknen lassen und frisch verwenden oder zum Lagern mehrere Tage vollständig trocknen.

Bandnudeln

  1. Faustgroße Teigstücke zu 1 bis 2 mm dünnen Fladen von etwa 30 x 40 cm ausrollen und mit griffigem Mehl bestauben.

  2. Den Teig längs zu einem 6 bis 7 cm breiten Streifen einfalten.

  3. Den Teigstreifen mit einem scharfen Messer mit bemehlter Klinge quer in 1 cm breite Nudeln schneiden. Die noch eingerollten Nudelstücke sofort mit den Fingern sanft auseinanderschieben, sodass sie einzeln liegen.

  4. Die Nudeln locker in kleine Tassen füllen und auf eine Holzplatte stürzen. Einige Stunden trocknen lassen und frisch verwenden oder zum Lagern mehrere Tage vollständig trocknen. Dann kann man die Nudelnester in einem Behälter lagern.

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