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Garten

So gelingt der Winterschnitt von Apfelbäumen

Wer jetzt Apfelbäume richtig stutzt, kann sich auf eine reiche Ernte freuen.

So gelingt der Schnitt vom Apfelbaum, Servus, Garten
Foto: Thinkstock
Der Schnitt sollte sauber ausgeführt werden.

Der Winterschnitt von Kernobst-Bäumen findet von Jänner bis kurz vor dem Austrieb statt. Er fördert gezielt die Entwicklung der Bäume. Je kräftiger und früher geschnitten wird, desto stärker ist in Folge das Wachstum. Denn, will man einen Baum wachsen sehen, schneidet man ihn im Winter. Will man ihn tragen sehen, dann im Sommer.

War man mit dem Ertrag im Sommer zufrieden, kann man jetzt im Winter den Baum auslichten. Ebenfalls Sinn macht es im Winter den Baum zu schneiden, wenn man den Schnitt im Sommer verabsäumt hat.

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Ziel ist es, Licht in den Baum zu bringen und fruchttragendes Holz zu fördern. Hierfür steilstehende Triebe kürzen, denn sie tragen wenig Früchte. Kurze Triebe (Spieße) stehen lassen, sie werden Früchte tragen. Ebenfalls sind Fruchttriebe die beste Wachstumsbremse und verhindern, dass der Baum zu stark wächst.

Mit der Wahl des Schnittzeitpunkts lassen sich schwach wachsende Bäume anregen oder stark wachsende Bäume zähmen.

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  • Schwachwüchsige oder vergreiste Obstbäume schneidet man im Spätherbst, gleich nach dem Laubfall, bzw. im Jänner oder spätestens im Februar. Zu diesem Zeitpunkt entzieht man dem Baum keine Kraftreserven. da die Triebe nicht im Saft stehen.

  • Starkwüchsige Obstbäume schneidet man erst später, zwischen März und Ende April. Die Zweige sind schon saftig, man schneidet dem Baum gewünschter Weise viel Kraft weg, und er treibt in der Folge weniger stark aus.

Dichte Baumkronen werden grundsätzlich ausgelichtet, damit im nächsten Jahr genug Licht zu den Früchten dringen kann. Eine alte Gärtnerregel sagt: Die Baumkrone soll so locker gewachsen sein, dass man einen Hut durchwerfen kann. Richtig geschnittene Apfelbäume entwickeln zudem viele Früchte. Oft reicht der Lagerobstvorrat dann sogar bis weit ins Frühjahr.

Gärtner-Regeln

  • Die Schnittflächen sollten möglichst glatt sein.

  • Dünne Äste knapp oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe mit einer scharfen Gartenschere schneiden.

  • Beim Schneiden großer Äste ist es wichtig, den richtigen Abstand zum Stamm zu wählen. Es sollten keine Aststummeln stehen bleiben. Der Schnitt darf aber auch nicht direkt am Stamm erfolgen.

  • Die Schnittfläche soll schräg sein, damit kein Wasser darauf stehen bleibt.

Werden Obstbäume gar nicht geschnitten, vergreisen sie früher und die Ernte bleibt aus. Hier wirkt ein kräftiger Verjüngungsschnitt im Jänner oft Wunder.

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