Hauptspeise

Saftiges Reisfleisch

Wir bereiten das Reisfleisch mit fein durchzogenem Schweinefleisch zu und schmecken den Altwiener Klassiker mit Paprikapulver und Kümmel ab. Einfach gut essen!

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Foto: Eisenhut & Mayer
Zu einem selbst gemachten Reisfleisch genießt man am besten eine Schüssel grünen Salat.  

Tipps von Küchenchefin Andrea Karrer für gutes Gelingen:

  • Dank dem Schopfbraten wird das Reisfleisch besonders saftig.

  • Für das Reisfleisch nehmen wir am liebsten Langkornreis. Warum? Dieser bleibt beim Garen eher locker und körnig. Schließlich soll das Reisfleisch kein Risotto sein, sondern ein Gericht, bei dem man Reiskörner und Fleischstücke noch etwas getrennter wahrnimmt.

  • Wer es gern deftig mag, dem empfiehlt die Küchenchefin, zum Anschwitzen der Zwiebel statt Öl Schmalz zu verwenden.

Ein richtig gutes Reisfleisch schmeckt Groß und Klein. Unser Rezept stammt aus dem zeitlos schönen, gut besuchten Gasthaus Pöschl in der Wiener Innenstadt. Schauspieler Hanno Pöschl und Kulinarik-Expertin Andrea Pöschl-Karrer servierten dort lange selbst Altösterreichische Küche zum Niederknien. Seit 2017 betreibt deren langjähriger Mitarbeiter Zbigniew Stoch das beliebte Beisl.

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Menge Zubereitungszeit Gesamtzeit
4 Portionen 20 Minuten 1:10 Stunden
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Zutaten
600 g Schopfbraten vom Schwein
200 g Zwiebeln
3 EL Öl
5 EL edelsüßes Paprikapulver
1 TL scharfes Paprikapulver
500 ml Rindsuppe
1 TL gemahlener Kümmel
1 EL Majoran, getrocknet
2 Stück(e) Knoblauch (gepresst)
Salz
350 g Langkornreis
1 EL glattes Mehl
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Zubereitung
  1. Schopfbraten mit einem scharfen Messer in etwa drei Mal drei Zentimeter große Stücke schneiden.

  2. Zwiebeln schälen, klein hacken und in einer großen Pfanne mit heißem Öl unter ständigem Rühren kräftig anrösten.

  3. Fleisch beifügen, kurz mitrösten, beide Paprikapulver einstreuen, kurz durchrühren, mit Suppe aufgießen und mit Kümmel, Majoran, Knoblauch sowie Salz würzen. Zugedeckt bei geringer Hitze etwa 40 Minuten dünsten.

  4. Einen Liter Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Reis beifügen, etwa zwölf Minuten kochen lassen, abseihen und mit kaltem Wasser übergießen.

  5. Mehl mit 2 EL Wasser glatt rühren und den Saft vom Reisfleisch damit binden, einmal aufkochen lassen. Etwa 200 ml Saft abschöpfen und bis zum Anrichten beiseitestellen.

  6. Den vorgekochten Reis zum Fleisch geben und zugedeckt bei geringer Hitze noch etwa 10 Minuten dünsten. Öfter umrühren!

  7. Reisfleisch von der Hitze nehmen und etwa 5 Minuten ausdampfen lassen.

  8. Den abgeschöpften Saft erwärmen. Reisfleisch anrichten und den Saft dazugießen.

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Woher kommt das Reisfleisch?

Das Reisfleisch kommt nicht aus der serbischen Küche, wie man vermumten könnte, sondern ist eine Wiener Spezialität, die im 19. Jahrhundert als Mischung aus Risotto und Pilaw entstanden ist. Pilaw (auch „Pilav“ oder „Pilau“ geschrieben) ist wiederum ein Reisgericht, das vor allem in der türkischen, nahöstlichen, kaukasischen, zentralasiatischen und südasiatischen Küche verbreitet ist. Hier wird, wie beim Reisfleisch, der Reis zuerst in Fett (z.B. Butter, Schmalz oder Öl) leicht angeröstet, und dann mit Wasser oder Suppe (Brühe) aufgegossen und gegart.