Ein Steirischer Dorfschmied über seine Antiquitäten der Zukunft

Eisen, Feuer und Kraft: archaisch geht es zu in der Werkstatt „Schmiedefeuerwerk“ von Wolfgang. Wenn die Glut rot im Ofen leuchtet und der Hammer das weiß-glühende Metall trifft, dann fühlt man sich um Jahrtausende zurückversetzt.
Schmied Wolfgang Tilp (Bild: Petra Benovsky)
Foto: Petra Benovsky
Schmied Wolfgang Tilp
Foto: Petra Benovsky

Gleich zu Beginn erklärt uns Wolfgang Tilp: „Es gibt für jedes Werkstück eine Idee, eine Zeichnung und manchmal sogar ein Modell. Intuitiv, spontan geht gar nichts, auch wenn es für Laien manchmal so aussehen mag.“

Wolfgang Tilp ist Profi. Seit mehr als 40 Jahren übt der Stubenberger Dorfschmied seinen Beruf mit so viel Leidenschaft und Enthusiasmus aus, dass die Begeisterung zwangsläufig auf andere überschwappt. In verschiedenen Kursen gibt er sein Wissen weiter, lädt ein, in seine Schmiede, wo man alles über die Grundlagen der „Schmiedetechnik“ erfährt und sich am selbst geschmiedeten Messer, am „Schmiedewerkzeug“ oder auch „einfach nur“ an kreativem Gartenschmuck versuchen kann.

Wolfgang Tilp (Bild: Petra Benovsky)
Foto: Petra Benovsky
Wolfgang Tilp
Es gibt für jedes Werkstück eine Idee, eine Zeichnung und manchmal sogar ein Modell. Intuitiv, spontan geht gar nichts, auch wenn es für Laien manchmal so aussehen mag.
Wolfang Tilp, Schmied
Kaminbesteck, Wolfgang Tilp, Schmied, Servus am Marktplatz
Foto: Doris Himmelbauer
Das Kaminbesteck hat extralange Stiele, die Oberfläche ist gebürstet und eingeölt.

Mit seinem Gehilfen - dem Feuer - fertigt Wolfgang Tilp wahre „Antiquitäten der Zukunft“, wie er sie nennt. Dieses geschmiedete Kaminbesteck, bestehend aus Ständer, Schaufel und Schürhaken, finden Sie bei Servus am Marktplatz.

Ein dauerhaftes Handwerk

Die Bearbeitungstechniken von Metall sind vielschichtig. Ob es sich um das Erarbeiten von traditionellen oder zeitgemäßen Werken, oder gar um anspruchsvolle Restaurierungen handelt. So werden zum Beispiel historische Kulturgüter restauriert, repariert und in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt professionell nach neuesten Erkenntnissen bewahrt. Daneben ist das Interesse an neuen, zeitgemäßen Formen bei seinen Kunden groß.

„Immer aber steht das Handwerk im Mittelpunkt. Und das Beste daran, es gibt sehr viel zu tun für uns Handwerker“, erzählt er uns.

Hitze ist Schmied Wolfgang Tilp gewohnt. Schließlich ist Feuer sein Gehilfe, um das harte Eisen überhaupt in Form bringen zu können.
Geschmiedete Sterzgabel
Geschmiedete Sterzgabel
Im Oststeirischen Hügelland hat Wolfgang Tilp nach alten Vorlagen eine traditionelle Sterzgabel handgeschmiedet. Maße: Länge ca. 46 cm

Die Schmiedekunst hat in die Zukunft gefunden

Der leidenschaftliche Schmied freut sich, dass eine Wende, ein Umdenken stattfindet und seine einzigartigen Werke Freude bei den Menschen auslösen und seine Handarbeit wertgeschätzt wird. Das beflügelt Wolfgang Tilp wieder auf eine ganz besondere Weise, die in jedem seiner individuellen Werkstücke spürbar wird.

Besonders liegt ihm dabei am Herzen, sein Handwerk weiter zu tragen. Denn jeder der möchte, kann beim Dorfschmied einkehren, zur Zange greifen und das heiße Eisen zu seinem ganz persönlichem Kunstwerk schmieden.

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