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Handwerk

Von Schwarzbrennern und Hoflieferanten

Schnapsbrennen ist in Österreich Tradition und als solche weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt. Diese ServusTV Dokumentation schaut vorbei bei den großen Destillerien des Landes und den Gourmets des Hochprozentigen.

Preisübergabe an die Gewinner des besten Krautingers 2021
Foto: Wildschönau Tourismus
Der beste Krautinger 2021 - er zaubert den Gewinnern ein Lächeln ins Gesicht.

Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es die besten ServusTV Folgen hier auf einen Blick.

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Von edlen Kostbarkeiten und weniger Köstlichem

Der Krautinger gehört im Tiroler Wildschönau zum Kulturgut. Der etwas gewöhnungsbedürftige Schnaps ist regional geschützt und darf seit Maria Theresia ausschließlich hier hergestellt werden. Bis heute teilen sich nur 16 Familien das Monopol. Sabine Thalers Familie ist eine davon. Die Wirtin baut die Rübe, aus welcher der Krautinger hergestellt wird, selbst hinterm Haus an. Das etwas andere Destillat ist den Wildschönauern heilig. Und so findet ihm zu Ehren jedes Jahr ein Kirtag statt. Natürlich inklusive der offiziellen Preisverleihung zum besten Krautinger.

Man derf zuerst ned riachn, man muass glei trinken.
Sabine Thaler

Auch den teuersten Schnaps der Welt finden wir in Österreich. Im niederösterreichischen Michelbach stehen auf dem Grund von Veronika Mayer und ihrem Sohn Jakob mehrere uralte, 25 Meter hohe Elsbeerbäume. Die Elsbeere gilt als Königin der Obstbrände. Ihr Baum trägt erst nach 30 Jahren Früchte, die Ernte ist beschwerlich, kann nur von Hand durchgeführt werden und jede Beere wird vor dem Brennen einzeln verlesen. Penibelste Handarbeit und ein sehr geringer Ertrag führen dazu, dass Kenner bis zu 800 Euro pro Liter Elsbeerschnaps bezahlen.

Kostbar sind auch die aus Kupfer hergestellten Destillieranlagen von Hans-Peter Schmidt aus Wörgl in Tirol. Der Schmied weiß genau, worauf es bei einer guten Destille ankommt. Heute erleben wir die Feuertaufe einer seiner handgeschmiedeten Anlagen beim Kunden Hermann Bichler. Ob alles reibungslos funktionieren und der Schnaps auch schmecken wird?

Schnaps in aller Munde

Schnapsbrennen steht nicht nur für Tradition, es bedeutet seit jeher auch ein geselliges Miteinander. Landwirt Hans Pliem widmet sich neben dem Hollerschnapsbrennen mit seinen drei Freunden deshalb seit 2003 auch dem Viergesang. An seinem Bauernhof brennen die „Hollerschnapszuzler“ ihr namengebendes Getränk gleich während der Gesangsprobe. Natürlich bekommen wir ein Ständchen zu hören und erfahren, warum man den Schnaps unbedingt „zuzeln“ sollte.

In Gamlitz inmitten der Weinanbauregion Südsteiermark hat der gelernte Weinbauer Franz Tinnauer den Familienbetrieb Anfang der 90er-Jahre in eine Edeldestillerie umgebaut. Seine vielfach prämierten Destillate sind heute weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannt. Und auch Tochter Monika trainiert schon ihren Geschmackssinn, um in die väterlichen Fußstapfen zu treten.

Man glaubt, man weiß wie das geht, aber wird jedes Jahr bestätigt, dass jedes Jahr anders ist.
Franz Tinnauer
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