Heimische Eulen-Arten in der Übersicht
Buhuu-buhuu“, ruft dieser junge Habichtskauz vom Ast. Er hat wohl seinen kleinen zerzausten Bruder und all die anderen komischen Vögel auf den nächsten Seiten entdeckt. Er selbst stellt sich dir ganz am Ende dieser Geschichte näher vor. Ganz schön schräg blickt die seltene Sumpfohreule aus den Federn. Sie lebt bei uns noch am Neusiedler See und fliegt auch tagsüber. Arten in der Übersicht:
Raufußkautz
Ein echter Waldbewohner ist der Raufußkauz. Der macht es sich vor allem in Spechthöhlen gemütlich. Sie sind als Jungvögel noch schokoladebraun, später haben sie ein weiß-braunes Gefieder.
Die Männchen haben gesanglich einiges zu bieten: Ihre flötenhaften Rufe erinnern an die Pfeife einer alten Dampflok.
Uhu
Der Uhu ist die größte Eule der Welt: Sitzend ist er so hoch wie eine Kindergitarre, seine ausgebreiteten Flügel sind zwischen 1,60 und 1,70 Meter lang. Kaum zu glauben, dass aus dem Flauschzwerg auf dem Foto einmal ein solch riesiger nächtlicher Jäger wird.
Schleiereule
An ihrem hellen, herzförmigen Gesicht ist die hübsche Schleiereule gut zu erkennen. Außerdem scheint diese langbeinige Eulenart eine Vorliebe für menschliche Gebäude zu haben: Schleiereulen brüten nämlich gern in Kirchtürmen, Dachböden oder Scheunen.
Stimmlich haben sie jedoch wenig zu bieten und unterscheiden sich deutlich von ihren Verwandten. Aus ihren Schnäbeln kommen nur fauchende Töne, die ein wenig an lautes Schnarchen erinnern.
Zweigohreule
Nur von April bis September ist die Zwergohreule bei uns zum Beispiel in Parks oder Obstgärten zu Besuch. Als Zugvogel verbringt sie die kalte Jahreszeit in der afrikanischen Savanne.
Und damit sie sich bei uns auch sicher fühlt, hat sie eine tolle Tarnung: Farbe, Tupfen und Streifen ihres Gefieders machen sie tagsüber vor Baumrinde fast unsichtbar.
Sperlingskauz
Der Sperlingskauz ist nur so groß wie ein Krapfen und damit auch die kleinste Eule Europas. Er ist vor allem in Nadelwäldern zu Hause und genießt es, auf hohen Baumwipfeln eine weite Aussicht zu haben.
Junge Steinkäuze tummeln sich häufig in offener Landschaft mit alten Bäumen sowie in Obstgärten – zum Brüten nutzt der Steinkauz nämlich gern Baumhöhlen. Wenn junge Waldohreulen ihr Nest verlassen, können sie noch nicht so gut fliegen. Daher erkunden sie zunächst als sogenannte Ästlinge vom Baum aus die Umgebung.
Habichtskauz
Der Habichtskauz hat er von allen Eulenarten am wenigsten zu lachen: In unseren Breiten war er nämlich ausgestorben. In Niederösterreich brüten aber heute wieder einige wenige Habichtskäuze, die man dort ausgesetzt hat.
Den Namen verdankt der Habichtskauz übrigens seinen Schwanz- und Flügelfedern – im Flug sieht er damit einem Habicht sehr ähnlich – aber dieser lässt sich bekanntlich nur am Tag blicken.
Waldkauz
Die Stimme des Waldkauzes kennt fast jeder: Sein langgezogenes „Huuu- hu-huuuu“ oder das kurze „Ku-witt“ hört man oft im nachtlichen Wald oder in Filmen, wenn es so richtig schaurig wird.
Die Bekanntheit des Waldkauzes hat einen guten Grund: Er ist sehr anpassungsfähig und bei uns die häufigste Eulenart. Daher kommt er in Wäldern genauso vor wie in Gärten oder sogar in Stadtparks. Also: Ohren auf, wenn es dunkel wird!
Was ist der Unterschied zwischen Eulen und Käuzen?
Eulen sind die Obergruppe aller Eulenvögel, also die gesamte Ordnung der Strigiformes. Käuze sind eine bestimmte Gruppe bzw. Gattung innerhalb der Eulen (z.B. Waldkauz), meist kompakt gebaut, mit rundem Kopf ohne auffällige Federohren.
Warum können Eulen ihren Kopf um 360 Grad drehen?
Eulen können den Kopf fast einmal ganz im Kreis herum drehen. Das machen ihre 14 Halswirbel möglich – genau doppelt so viele, wie du hast! Aber das tun sie nicht zum Spaß, sondern damit sie im Sitzen lautlos die Umgebung überwachen können.
Wo haben Eulen ihre Ohren?
Aber wer spitzt da so aufgeregt die Ohren? Es ist eine junge Waldohreule, die bei uns noch weit verbreitet ist. Die zwei Federbüsche da oben sind aber nicht ihre richtigen Ohren. Diese befinden sich bei Eulen nämlich als seitliche Schlitze am Kopf.
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