Anzeige

Ausflüge

Das Jauntal – Kärntens Jausnbrettl

In ServusTV „Heimatleuchten“ reisen wir diesmal in das geheime Schlaraffenland Kärntens – das Jauntal. Dort wo die Böden fruchtbar sind und die Menschen stolz sind auf die kulturelle Vielfalt der Region.

Nahaufnahme Sonnenblume
Foto: pexels.com-Susanne Jutzeler
Aus dieser Pracht entsteht selbstgepresstes Sonnenblumenöl-Familie Erscher´s Passion.

Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es ab sofort die besten Folgen "Heimatleuchten" hier auf einen Blick.

Anzeige

Zwischen Drau und slowenischer Grenze erstreckt sich das Kärntner Jauntal. Dessen fruchtbare Ebenen sind umsäumt von imposanten Bergen. Sonnige Wiesen, Bauernhöfe und mittelalterliche Kirchen zieren eine Region mit Geschmack und Herz.

Die Sendung „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr auf ServusTV zu sehen. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es auf servustv.com/heimatleuchten.

Von Sonnenblumen, Bienen und den Geheimnissen der Salami

Kommt man an den Feldern vom Erschenhof vorbei, blicken einem hunderte strahlend gelbe Sonnenblumen entgegen. Selbstgepresstes Sonnenblumenöl ist die Spezialität des Hauses und das schon seit vielen Generation. Die alten Maschinen hat schon der Großvater von Robert Erschen installiert. Verwendet werden sie heute vom Junior, der das Fingerspitzengefühl für die Röstung über Feuer von kleinauf gelernt hat. Wichtig ist, dass vor der Ernte jede einzelne Blüte bestäubt wurde, erklärt uns der Landwirt.

Den dafür notwendigen Bienen schaffen Simon und Heinz Wolte ein Zuhause in ihrer Werkstatt. Das Vater-Sohn-Gespann stellt mittlerweile in dritter Generation die Bienenbeuten aus Holz her. Und ihre Bienenhäuser sind weltbekannt, sogar nach Saudi Arabien wurden sie schon exportiert.

Holz spielt auch im Betrieb der Familie Mokina die entscheidende Rolle. Denn sie stellen die Bretter her, die in jeder Kärntner Buschenschank zu finden sind – die Jausnbrettln. Für die Produktion schlägern sie selbst das Eichenholz im benachbarten Auwald. Qualitätsmerkmal ist, dass ihre Bretter nicht geleimt werden und somit sogar in die Spülmaschine dürfen. Zum Schluss werden die Brettln noch – wie könnte es anders sein – mit Jauntaler Sonnenblumenöl lasiert.

Und was darf auf keiner Kärntner Brettljausn fehlen? Jauntaler Salami natürlich. Nur das Beste kommt in die Hartwurst von Familie Pototschnig. Dazu gehört auch, dass sie die Schweine für ihre Würste selbst aufziehen. Auch die Selch ist besonders für die Region, denn hier wird nur rindenloses Buchenholz verwendet.

Solche Schweine die sind nicht normal am Markt zu bekommen. Das ist eine Sonderware. Und die ist am Besten wenn man sie selbst heranzieht.
Opa Pototschnig, Landwirt

Zwischen Tradition und Moderne

Am südlichsten Rand des Jauntals liegt auch der südlichste Ort Österreichs – Bad Eisenkappel. Jahrzehntelang wurde hier Eisen abgebaut. Heute zählen die Obir Tropfsteinhöhlen zu den Touristenmagneten. Am Hemmaberg gibt es eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten der Region. Hier finden sich so manche Schätze aus dem Mittelalter. Helmut Schwaiger nimmt uns mit zu einer historischen Mission.

Eine für die Region typische Pflanze ist der Buchweizen, auch Hadn genannt. Dieses vielfältig einsetzbare Lebensmittel ist seit Jahrhunderten fest verankert in der Jauntaler Küche. Wir treffen Biobäuerin und Lehrerin Daniela Petschnig, die uns das Hadnmehl besonders schmackhaft macht und uns gleichzeitig in die Vorzüge des Austauschs zwischen Österreich und Slowenien näher bringt.

Kulinarisch geht es abschließend noch zu Sigi Wobak, der den bekannten Kärntner Nudeln neues Leben einhaucht. Gemeinsam mit seinem Koch Thomas Schadenbauer haben sie gut zwanzig neuartige Nudelfüllungen entwickelt, die man in seinem Restaurant Kamehl genießen kann. Und auch hier finden sich immer wieder Einflüsse aus dem benachbarten Slowenien.

Diese Buntheit der Kultur und diese verschiedenen Einflüsse, das ist schon ein kreativer Schmelztegel. Der anregend ist, der inspiriert.
Sigi Wobak, Gastronom
Anzeige