Blumenwiese statt Rasen: Wie man eine Blühwiese im Garten anlegt
Im Rasen gibt es keinen Lebensraum für Bienen und andere Insekten, in einer Wiese mit Kräutern und Blumen summen sie aber um die Wette. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zaubern Sie ein Meer aus wogenden Kräutern und Blüten in Ihrem Garten.
Schritt-für Schritt zur Blumenwiese im Garten:
Ein gepflegter Rasen ist schön und bringt Ruhe in die Gartengestaltung. Eine naturbelassene Wiese mit bunten Blumen und duftenden Kräutern aber strotzt nur so vor Lebendigkeit: Hier finden Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und jede Menge andere nützliche Tiere einen gesunden Lebensraum. Eine Naturwiese anzulegen ist jedenfalls ein lohnendes Projekt, das nicht nur die Artenvielfalt fördert, sondern auch eine malerische und ökologische Bereicherung für jeden Garten und auch für deren Besitzer ist. Sind alle Weichen richtig gestellt, darf man sich Jahr für Jahr über eine blühende Belohnung freuen.
Welcher Standort eignet sich für eine Blumenwiese?
Als Standort eignet sich am besten eine sonnige bis halbschattige Lage sowie humoser Boden, der frei von anderem Bewuchs und Steinen ist.
Wie wird der Boden für eine Blumenwiese vorbereitet?
Den Boden sollten Sie tiefgründig lockern und feinkrümelig planieren. Für eine Blumenwiese ohne Umgraben das Saatgut mit Sand im Verhältnis 1:2 vermischen und möglichst gleichmäßig säen; anschließend festwalzen oder mit Brettern an den Füßen festtreten. Danach nicht austrocknen lassen. Etwa zehn Wochen nach der Aussaat zeigen sich die ersten Blüten.
Um ein richtiges Blumenwiesen-Biotop anzulegen, muss die bestehende Grasnarbe zuerst abgehoben werden. Dann wird der Boden mit einem Erde-Sand-Gemisch niveaugleich aufgefüllt. Danach Boden fräsen oder händisch lockern, Wurzelunkräuter entfernen und schließlich die Fläche mit dem Rechen möglichst glatt ziehen.
Wann und wie wird eine Blumenwiese gesät?
Die Aussaat erfolgt am besten nach einem Regenguss und bei windstillem Wetter von März bis Mai, sobald der Boden abgetrocknet und nicht mehr gefroren ist. Aber auch eine Herbstaussaat von September bis Oktober ist möglich. Wichtig: Boden darf nicht mehr zu heiß/trocken sein, aber auch nicht im Dauerregen stehen.
Und so wird eine Blumenwiese gesät:
Saatgut mit etwas Sand in einem Kübel vermischen, dadurch kann es gleichmäßiger verteilt werden.
Eine Hälfte längs, die andere quer säen.
Mit Brettern oder einer Walze leicht festdrücken.
Nur ganz dünn mit Erde bedecken, denn die meisten Wiesenpflanzen brauchen Licht zum Keimen.
Die besäte Fläche gleichmäßig feucht halten.
Welche Blumen für eine Blumenwiese wählen?
Mit fertigen Saatgutmischungen für Wildbienen etwa lässt sich eine solche Wiese einfach anlegen. Sogar auf der Terrasse oder dem Balkon können Sie für Bienen und Schmetterlinge eine blühende Wiese in einer Schale oder auch im Blumenkistchen ansäen.
Auf feuchten, nährstoffreichen Böden wachsen Margerite, Wiesenglockenblume oder Schafgarbe. Auf nährstoffarmen, kalkhaltigen, trockenen Böden fühlen sich Wiesensalbei, Echtes Labkraut und Thymian wohl. Fertige Saatgutmischungen erhält man im Handel. Spezialfirmen bieten je nach Kundenangaben auf Boden, Lage und Klima abgestimmte Saatgutmischungen an.
Hochwertiges Saatgut wird mit einer detaillierten Artenliste geliefert und besteht zum größeren Teil aus Blumen und Kräutern und zu einem geringen Teil aus Gräsern. Es enthält nur Wildformen, keine Kulturpflanzen und stammt aus heimischen Regionen.
Viele Wildarten keimen langsam. Erst ab dem zweiten und dritten Jahr entfalten diese Mischungen ihre ganze Pracht.
Wie pflegt man eine Blumenwiese?
Eine Blumenwiese ist grundlegend viel pflegeleichter als ein kurzer Rasen, denn sie muss nicht ständig gegossen und gedüngt werden. Auch das Mähen reduziert sich auf zwei bis drei Schnitte im Jahr.
Gemäht wird erstmalig nach der Hauptblüte im Juni; ein zweiter Schnitt erfolgt Ende August oder Anfang September. Die Wiese dabei nicht im Ganzen, sondern abschnittsweise mähen, damit ein Rückzugsraum für Tiere bleibt.
Wiesen sollte man generell nicht düngen, das würde starkwüchsige Gräser fördern und die blühenden Kräuter verdrängen. Falls man einen Weg durch die wilde Wiese – zum Beispiel zum Geräteschuppen – benötigt: eine Rasenmäherbreite regelmäßig abmähen. Die wogenden Gräser bilden dann mit der Zeit regelrechte Wände.
So wird Ihre Blumenwiese essbar
Blühende Blumenwiesen beherbergen viele Pflanzen, die als Küchenkräuter verwendet werden können. Biologisch gepflegt, also ungespritzt und ungedüngt, können diese mit gutem Gewissen verwertet werden.
Für Tees eignen sich Blätter und Blüten von Gänseblümchen, Löwenzahn, Schafgarbe und Echtem Labkraut.
Mit den jungen, frischen Blättern von Gänseblümchen und Löwenzahn lassen sich auch Aufstriche und Salate verfeinern.
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