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Brauchtum

Geister in den Raunächten

In den Raunächten sollen Teufel und Hexen ihr Unwesen treiben. Wir haben alte Legenden zusammengetragen, die verraten, wo und wie man den dunklen Mächten begegnen kann.

Schaurige Gestalten treiben im Bayerischen Wald ihr Unwesen. (Foto: Monika Höfler)
Foto: Monika Höfler
Schaurige Gestalten treiben im Bayerischen Wald ihr Unwesen.

In den Raunächten zwischen Heiligabend und Drei Könige soll laut Volksglaube der Zugang zur Anderswelt geöffnet sein. Es heißt, die Geister fliegen zwischen ihrer und unserer Welt umher. Wer also einmal einen echten Geist sehen möchten, sollten folgende Tipps beherzigen. Aber beklagen Sie sich später nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt.

1. Weiße Wäsche draußen aufhängen

Geister sind wilde Teufel, die ziemlich flott zwischen den Welten umherfliegen. Da kann es passieren, dass sie sich während ihrer Jagd in der zum Trocknen aufgehängten Wäsche verfangen. Vor allem weiße Betttücher sollte man nicht aufhängen, warnen abergläubische Menschen. Denn diese könnte die Geister mitnehmen, um im folgenden Jahr damit wiederzukommen und die weißen Tücher als Leichentuch für ihren Besitzer zu verwenden.

2. Unordentlich sein

Schmutz und Unordnung ziehen die Wilde Jagd an. Wer also auf den traditionellen Weihnachtsputz verzichtet, sollte auf der Hut sein.

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3. Sich auf eine Straßenkreuzung setzen

In den Raunächten gehören Kreuzungen angeblich den Teufeln und Hexen. Von ihnen kann man die Zukunft erfahren –sofern man sich in die Mitte der Kreuzung setzt und mit Kreide einen Kreis um sich herum zeichnet. Der Kreis sollte so groß gewählt sein, dass einen die Teufel nicht greifen können. Um Mitternacht, so behauptet man, erscheinen den im Kreis sitzenden Menschen dann zum Beispiel Leichenzüge und Hochzeiten, was wiederum auf die Geschehnisse des kommenden Jahres hindeuten soll.

4. Mit einem Holzschemel in die Kirche gehen

Wer sich zur Christmette in der Kirche auf einen Holzschemel setzt, soll Hexen sehen können. Die Damen sitzen dann mit Hut und mit dem Rücken zum Altar in den Bankreihen.

5. In der Dreikönigsnacht das Haus verlassen

Die Dreikönigsnacht – die Nacht von 5. auf 6. Jänner – gilt als die bedeutendste und schlimmste Raunacht. Sie ist auch die letzte Nacht, in der die Wilde Jagd durch die Lüfte saust. Jetzt suchen sie verstärkt nach Opfern, die sie mitreißen können. Wer also lebensmüde ist, sollte nach dem Abendläuten aus dem Haus gehen. Wobei wir hoffen natürlich, dass Sie sich anders entscheiden...

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