Anzeige

Handwerk

Josef Kindermann und seine Eisenpfannen aus dem Bayerischen Wald

Seit über 300 Jahren wird in der Hammerschmiede im niederbayerischen Städtchen Waldkirchen aus glühendem Eisen Werkzeug geformt. Neben Gartenhacken und Beilen fertigt Meister Josef Kindermann auch besondere Unikate: die Waidlerpfannen - auch bei Servus am Marktplatz zu entdecken.

Josef Kindermann in seiner Hammerschmiede (Bild: Günther Bayerl)
Foto: Günther Bayerl

Schmiedemeister Josef Kindermann steht mit dem Rücken zum Eingang an der großen Feuerstelle, der sogenannten Esse, und stochert mit einem Schürhaken in der Glut herum. Jeden Morgen, winters wie sommers, führt ihn sein erster Weg hierher. Denn ohne Hitze kann er aus hartem Eisen keine Pfannen schmieden.

Anzeige

JETZT MITMACHEN und eine unserer beliebten handgeschmiedeten Eisenpfannen von Josef Kindermann gewinnen. Hier geht es zur Teilnahme.

Schmied Josef Kindermann
Foto: Günther Bayerl
Schmied Josef Kindermann

Mit Kohle, zerknülltem Papier und Luft aus dem Gebläse hantiert er hier zu Beginn seines Arbeitstages. Dann streift er seine Schutzhandschuhe über, zieht einen Lederschurz über den blauen Pulli und die Jeans und zeigt dann auf ein Stück Eisen, das in etwa so groß ist wie eine Tafel Schokolade. „Aus diesem Roheisen wird heute eine Waidlerpfanne“, sagt Josef Kindermann.

Im Jahre 1686 wird die Schmiede seiner Vorfahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit Jahrhunderten also steht hier im niederbayerischen Städtchen Waldkirchen Generation um Generation an der Esse und schürt das Feuer. Viel hat sich bis heute nicht verändert. Lediglich die Hämmer, die früher mit Wasserkraft über Turbinen angetrieben wurden, laufen heute mit Motoren.

Ohne Feuer kann man nicht schmieden.
Josef Kindermann
Josef Kindermann kümmert sich um das Feuer.
Foto: Günther Bayerl

Ein hartes Stück Arbeit

Jetzt geht es aber an das Stück Eisen. In den nächsten Stunden wird ihm ordentlich eingeheizt, es wird geschlagen und verbogen. Schwere Arbeit, die viel Erfahrung verlangt. Josef Kindermann hält nichts von Ausstanzen, Anschweißen oder Zusammenschrauben. Seine Pfannen fertigt er mit Kraft und Hingabe und signiert jede mit seinen Initialen.

Man braucht schon Schmalz beim Schmieden.
Josef Kindermann
Schmieden ist harte Arbeit. Josef Kindermann tut sie gerne.
Josef Kindermann hält nichts von Stanzen und Schrauben. Seine Pfannen fertigt er aus einem einzigen Stück Eisen.

Eine Pfanne entsteht. Aus dem Stück Roheisen wird erst der Stiel der Pfanne geformt, dazu muss das Metall mindestens 1.000 °C heiß sein. Danach wird unter dem schweren Lufthammer die Platte gehämmert. Erst zum Schluss wird das Werkstück in die Form einer Pfanne gepresst. Zu guter Letzt bürstet der Schmied die Oberfläche noch mit einer Stahlbürste und versiegelt die Eisenpfanne mit Olivenöl, damit sie keinen Rost ansetzt – fertig ist die handgeschmiedete Servier- und Bratpfanne

Abo
Jahresabo mit Prämie Maroni & Nuss
  • 12 x Servus in Stadt & Land

  • Servus Maronimesser & Nussknacker - Ihr Geschenk zum Abo

  • nur € 49,90

Jetzt bestellen!
Anzeige

Servus entdecken