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Naturapotheke

Faulbaum: Ein Kraut zum „Loslassen“

Verstopfung ist ein Leiden, über das keiner gern spricht, das aber viele betrifft. Abführmittel können abhängig machen, sodass der Körper sie auf Dauer „braucht“. Es gibt aber auch weniger gefährliche, förderliche Heilpflanzen.

Naturapotheke, Faulbaum, Verstopfung, Hausmittel, Verdauung
Foto: Mauritius Images
Faulbaum - Rhamnus frangula
  • Hilft bei: Verstopfung, Stuhlerweichen bei Hämorrhoiden, bei Gicht, Rheuma und Hauterkrankungen sowie bei Übergewicht.

  • Wirkung: Abführmittel

  • Anwendung: Tee und Tinktur

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  • Botanik: Der Faulbaum ist ein sommergrüner Strauch, der bis zu 7 Meter erreichen kann. Die Rinde ist graubraun mit hellbraunen Korkwarzen. Die Blätter sind wechselständig, eiförmig und schwach glänzend. Im Gegensatz zum verwand­ten Kreuzdorn sind die Zweige des Faulbaums dornenlos. Die Früchte sind erst grün, werden später rot und schließlich blauschwarz. Der Faulbaum wächst in lichten Laubmischwäldern, an Bachufern und auch in Mooren.

Faulbaum (Foto: Pixabay/ Baumlyriker)
Foto: Pixabay/ Baumlyriker
Faulbaum
  • Geschichte: Im Mittelalter wurde aus der Holz­kohle des Faulbaums Schwarzpulver hergestellt. Das Holz des Faulbaums eignet sich gut dazu, weil die Kohle sehr aschearm wird. Nach jedem Schuss entwich dennoch eine kleine, verräteri­sche Rauchwolke, und als später rauchloses Schießpulver erfunden wurde, brauchte man den Faulbaum nicht mehr.

    Erstmals wird im 14. Jahr­hundert die Faulbaumrinde als Abführmittel erwähnt, aber erst der italienische Arzt und Bota­niker Matthiolus (1501–1577) lobte die Rinde des Faulbaums und setzte ihre Wirkung der Rhabarberwurzel, einem ziemlich starken Abführ­mittel, gleich. Danach wurde die Rinde in größe­rem Umfang genutzt und galt als wichtigste Heilpflanze gegen Verstopfung.

  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Verwendet wird die Rinde, die in frischem Zustand faulig riecht, da­her ihr Name. Für die medizinische Anwendung muss sie getrocknet und ein Jahr gelagert werden, da sie frisch eher als Brechmittel wirkt. Der ent­haltene Wirkstoff Anthrachinon ist mit Vor­sicht zu genießen. Denn Dauergebrauch von Abführmitteln, die viel davon enthalten, führt zu Darmträgheit. Dazu gehören Heilpflanzen wie Aloe, Rhabarberwurzel, Sennesblätter und Rizinus.

    Die Faulbaumrinde dagegen gilt nicht als derart starkes Abführmittel und ist besser verträglich, weshalb man sie auch bei Kindern ab 12 Jahren verwenden kann. Emp­fehlenswert ist der Einsatz auch zum Stuhlerweichen bei Hämorrhoiden. Daher eignet sich Faulbaumrinde auch für stoffwechselanregende Teemischungen, die man bei Gicht, Rheuma und Hauterkrankungen sowie bei Übergewicht einsetzt.

Faulbaumrinden-Tee oder Tinktur

  • Tee:1 TL mit ¼ l kaltem Wasser über­gießen, 12 Stunden lang unter wiederholtem Umrühren ausziehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur erwärmen. Wer es eilig hat, kann auch einen Aufguss machen (1 TL mit ¼ l heißem Wasser übergießen, 10 Mi­nuten ziehen lassen). Den Tee vor dem Schlafen­gehen trinken, die abführende Wirkung setzt morgens ein. 1 bis 2 Wochen lang einneh­men, aber maximal 4 Wochen. Faulbaumrinde als

  • Tinktur: 2-­mal täglich 10 Tropfen im Bedarfsfall.

Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden.

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