Brot & Gebäck

Gerstenbaguette vom Unterbäck aus Seekirchen

Außen unglaublich resch und innen wunderbar flaumig und saftig: So schmeckt das Gerstenbaguette von Bäckermeister Berthold Forstner vom Unterbäck in Salzburg.

Gerstenbaguette von Berthold Forstner
Foto: Robert Maybach
Berthold Forstner vom Unterbäck in Salzburg zeigt Paula Bründl wie er sein Gerstenbaguette macht.  
  • Durch die lange Führung des besonders weichen Teiges entsteht die charakteristisch grobe Porung. Das erreichen Sie etwa, wenn Sie den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

  • Das bewusst kräftige Ausbacken verleiht diesem Baguette einen einzigartigen, intensiven Geschmack.

  • Beim Gerstenbaguette wird auch der Kochlöffel geschwungen. Ein Kochstück aus Gerste macht den Unterschied beim Baguette, denn es macht das Brot saftiger und länger haltbar. Ein Kochstück ist eine Technik im Brotbacken, bei der ein Teil des Mehls mit Wasser (oder Milch) zu einem Brei aufgekocht wird, bevor der eigentliche Teig gemacht wird. Es sorgt durch vorverkleisterte Stärke für mehr Wasserbindung im Teig.

  • Der Teig wird beim gebürtigen Oberösterreicher „gewoagelt“ – das muss gelernt sein.

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Menge Gesamtzeit
4 Brote 2 Stunden
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Für das Kochstück
200 g Gerstenflocken
20 g Roggenschrot
20 g Leinsamen
600 ml Wasser
Für das Dampfl
200 g Weizenmehl 700 (D: 550)
200 ml Wasser
2 g frische Germ
1 TL Zucker
Für den Teig
1 kg Weizenmehl W 700
16 g Gerstenmalz
16 g Hefe
15 g Zucker
20 g Salz
80 g Roggenröstmalz
100 g Sauerteig
400 g Dampfl
100 ml Milch
400 ml Wasser
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Für das Kochstück

  1. Gerstenflocken, Roggenschrot und Leinsamen in einen Topf geben und Wasser hinzufügen. Aufkochen lassen, bis eine dicke Masse entsteht. Vom Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen.

    Paula Bründl rührt beim Unterbäck in dem großen Topf mit Kochstück.
    Foto: Robert Maybach
    Paula rührt in dem großen Topf mit Kochstück. Es sorgt dafür, dass das Brot saftig wird und lange haltbar ist.

Für das Dampfl (Poolish)

  1. Germ (Hefe) in das lauwarme Wasser bröseln. Zucker dazugeben und gut verrühren, bis sich alles aufgelöst hat.

  2. Mehl einrühren, bis ein zäher, dickflüssiger Teig entsteht. Schüssel abdecken und für 12 Stunden aufgehen lassen. Gut zu wissen: Wer nicht so lange warten möchte, nimmt für das Dampf mehr Hefe (12 Gramm) und lässt es ca. 30 Minuten aufgehen. Das Dampfl ist fertig, wenn sich das Volumen deutlich erhöht hat und die Masse Bläschen schlägt.

Für den Teig

  1. Mehl, Gerstenmalz, Roggenröstmalz, Sauerteig, Wasser, Salz und das Dampfl in eine Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine etwa 6 Minuten langsam und anschließend 6 bis 8 Minuten schneller zu einem glatten Teig kneten.

  2. Nun das Kochstück hinzufügen und weitere 2 bis 3 Minuten langsam unterkneten. Anschließend den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen. Optional auch gerne über Nacht im Kühlschrank aufgehen lassen (lange Teigführung).

  3. Den Teig in Stücke zu je 330 bis 350 g teilen und rund formen. Nach einer kurzen Entspannungszeit von etwa 10 bis15 Minuten die Teiglinge zu länglichen Baguettes rollen. Dabei eine Rolle formen und oben und unten zur Mitte hin einschlagen. Schauen, dass der Teig eine gute Spannung bekommt. Die Enden gerne spitz machen, damit sie schön knusprig werden.

  4. Die Baguettes auf ein bemehltes Tuch oder Backblech legen und 35 bis 45 Minuten gehen lassen.

  5. Den Backofen auf 250 °C vorheizen. Die Baguettes nach Belieben einschneiden und mit Dampf in den Ofen geben. Etwa 22 bis 25 Minuten backen. Nach rund 10 Minuten kurz die Ofentür öffnen, damit der Dampf entweichen kann – so entsteht eine besonders knusprige Kruste.

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