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Ausflüge

ServusTV: Eigene Wege – im Kleinwalsertal

Menschen, die anpacken, Neues wagen und zusammenhalten – „Heimatleuchten“ besucht Bewohner des österreichischen Kleinwalsertals. Zu sehen am Freitag, 9. Oktober, ab 20.15 Uhr bei ServusTV.

Jürgen Denk hinter einer Pflanze, Servus
Foto: ServusTV / David Hulik / Cutflow GmbH
Koch Jürgen Denk beim Zutaten sammeln vor dem Wirtshaus Hoheneck.

Ziegen statt Ski-Zirkus, 200 Kühe hoch in den Bergen und ein Gemüsegarten, den es eigentlich gar nicht geben dürfte: Im Tiroler Kleinwalsertal haben die Menschen gelernt, ihren eigenen Kopf zu haben. Nur von Deutschland aus erreichbar, liegt das Tal wie eine eigene Welt in den Allgäuer Alpen – und genau diese besondere Lage hat Menschen hervorgebracht, die anpacken und ihren Weg gehen.

  • Die Folge Heimatleuchten ist zu sehen am Freitag, dem 9. Oktober 2026, ab 20.15 Uhr bei ServusTV und ServusTV On!

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Der Geschmack des Tales

Küchenmeister Jürgen Denk bringt im Wirtshaus Hoheneck mit Fermentiertem und Eingelegtem den Geschmack des Kleinwalsertals auf den Teller. Was ihn antreibt, bringt er auf den Punkt: „Wir sind für uns selber zuständig, weil von außen hilft uns keiner. Sondern wir machen selber unser Ding.“ Ein Satz, der stellvertretend für viele im Tal steht.

Servus Küche auf WhatsApp
Jürgen Denk in seiner Küche im Wirtshaus Hoheneck.
Foto: ServusTV / David Hulik / Cutflow GmbH
Jürgen Denk in seiner Küche im Wirtshaus Hoheneck.

Der Gemüsegarten, der unmöglich schien

„Spinnst du eigentlich? Ein Gemüsegarten im Kleinwalsertal funktioniert nicht.“ Die Skepsis von Andreas Hallers Oma war groß. Doch Andreas blieb hartnäckig, bekam ein Stück Grund und entdeckte die Permakultur – eine Idee, die ihn nach eigenen Worten „wie der Blitz" traf. Heute beweist sein Garten, dass eigene Wege auch dort Früchte tragen, wo andere nur den Kopf schütteln.

Andreas Haller in seinem Garten
Foto: ServusTV / David Hulik / Cutflow GmbH
Selbstversorger Andreas Haller in seinem Garten.

Vom Ski-Zirkus zurück auf den Hof

Einst begleitete Jodok Fritz die deutsche Ski-Nationalmannschaft zu Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Heute führt er mit seiner Frau Theresia den Xondhof in fünfter Generation – mit Milchwirtschaft, Ziegen, Hofladen und Ferienwohnungen. Den Betrieb entwickeln die beiden mutig weiter. Für Theresia liegt die Stärke des Tales in seinen Menschen:

Da hat ein Handschlag, der einfache Handschlag, noch einen Wert.
Theresia Fritz
Theresia Fritz (Landwirtin und Betreiberin des Hofladens) und Jodok Fritz (Landwirt)
Foto: ServusTV / David Hulik / Cutflow GmbH
Theresia und Jodok Fritz vom Xond Hof.

Wenn Kühe Trost spenden

Jeden Sommer treibt Wolfgang Ott rund 200 Kühe von der Alpe Bärgunt in die Hochlagen. Nach dem Tod seiner ersten Frau waren es die Tiere, denen er seine Sorgen anvertraute – zwischen ihnen fand er Trost und neue Kraft. Seine Aufgabe versteht er als Verpflichtung gegenüber den nächsten Generationen: „Ich bin hier nur auf der Welt zum Verwalten und nicht zum Besitzen.“

Hirte Wolfgang Ott posiert für ein Foto an der Bärgunt-Hütte
Foto: ServusTV / David Hulik / Cutflow GmbH
Hirte Wolfgang Ott mit seinem Hütehund.

Eine fast vergessene Spezialität

Auf der Oberen Lüchlealpe halten Viktoria Meusburger und ihr Bruder Sebastian eine Rarität am Leben: Während Sebastian Käse herstellt, macht Viktoria aus der übrigen Molke „Gsig“ – eine süß-salzige Art Karamell, auch „Älplerschokolade“ genannt. Kennengelernt hat sie die aufwendige Spezialität bei ihrem Opa. Für Viktoria war die Sache klar: Ohne „Gsig“ wollte sie die Alpe nicht übernehmen.

Viktoria Meusburger (Köchin und Herstellerin der Älplerschokolade) und ihr Bruder Sebastian Meusburger (Älpler), im Fenster der oberen Lüchlealpe .
Foto: ServusTV / David Hulik / Cutflow GmbH
Viktoria Meusburger und ihr Bruder Sebastian Meusburger im Fenster der oberen Lüchlealpe.
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