Vollmond, Sterne, Nachthimmel, Blumen, Mondkalender
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Gesund bleiben mit der Kraft des Mondes

Schon der Naturforscher Charles Darwin erkannte, dass Menschen wie Tiere in ihrer Entstehung und Entwicklung von den Mondperioden abhängig sind. Heute können wir diese Erkenntnis nutzen, um mit Hilfe des Mondes gesund zu bleiben und unsere Ernährung auszuwählen.
Johanna Paungger-Poppe, Thomas Poppe, Mondkalender
Foto: Illustration: Roland Vorlaufer
Johanna Paungger-Poppe & Thomas Poppe stellen jeden Monat den Mondkalender für Servus in Stadt & Land zusammen. Die beiden Mond-Experten teilen auf servus.com ihr Wissen über die Mondphasen und wie sie unser Leben und die Natur beeinflussen.

„Der Mensch ist gleich den Säugetieren, Vögeln und sogar Insekten jenem geheimnisvollen Gesetz unterworfen, wonach gewisse normale Prozesse, wie Schwangerschaft, Pflanzenwachstum und Reife, Dauer verschiedener Krankheiten, von den Mondperioden abhängig sind.“, so der Naturforscher Charles Darwin. Dass an diesem Gesetz nichts Geheimnisvolles ist, dass seine Wiederentdeckung und Anwendung einen großen Beitrag zu unserer eigenen körperlichen und geistigen Ganzwerdung und Gesundung (und damit automatisch zur Gesundung unseres Planeten) leisten kann, erklären uns im Folgenden die Mond-Experten Johanna Paungger-Poppe & Thomas Poppe.

Der Mond im Tierkreis und Ernährung

Eine besondere Stellung im alten Wissen um die Mondrhythmen nimmt ihr Einfluss auf unsere Ernährung ein, im Besonderen auf die Fähigkeit des Körpers, bestimmte Nahrungsmittel zu verwerten. Dieselben zwölf Tierkreiszeichen, die die Sonne während eines Jahres durchwandert, durchläuft ja auch der Mond - mit dem Unterschied, dass er sich in einem Tierkreiszeichen nur zwei bis drei Tage lang aufhält. Jeder Olivenbauer beispielsweise kennt die Zusammenhänge und richtet sich peinlich genau nach dem Mondkalender. Der Ölertrag fällt nämlich ergiebiger aus, wenn der Mond bei der Ernte der Oliven in den Tierkreiszeichen Zwillinge, Waage oder Wassermann steht - in den sogenannten Licht- oder Öltagen.

Aber auch wir erleben den Einfluss der Tierkreiszeichen, und zwar auf unsere Verdauung. Ob uns nämlich eine Mahlzeit gut bekommt oder nicht, dafür ist häufig auch der Mondstand zuständig.

An Kindern lässt sich dieser Zusammenhang am besten studieren: Manchmal haben sie merkwürdige "Fressphasen" und essen sehr einseitig. Viele Eltern bekommen dann schon Angst und fürchten, ihr Kind könnte sich unausgewogen ernähren. Diese Angst ist unbegründet, denn die „Sucht“ dauert meist nur ein paar Tage. Und nicht jede Mahlzeit muss alles enthalten, was gesund ist. Das ist sogar auf Dauer stark belastend. Einseitigkeit und eine einfach zubereitete Mahlzeit sind zwei verschiedene Dinge. Früher wusste man das und hielt wie selbstverständlich eine Art Trennkost ein. Nur selten kamen Kartoffeln, Gemüse, Beilagen, Fleisch, Käse und Rohes gleichzeitig auf den Tisch.

Wenn Sie sich gesund ernähren und dabei vom richtigen Zeitpunkt im Mondkalender profitieren wollen, dann sollten Sie besonders darauf achten, wenn Sie zu verschiedenen Zeiten auf die gleichen Speisen unterschiedlich reagieren. Bekommen Ihnen Fettes oder Eiweiß oder Mehlspeisen heute gut, eine Woche später dagegen gar nicht, dann wieder schmeckt's ganz besonders? Schauen Sie doch jedes Mal in den Mondkalender, machen Sie sich eine kurze Notiz und ziehen Sie im Lauf der Zeit Ihre eigenen Schlüsse.

Und so sehen die Zusammenhänge aus:

  • Wenn der Mond in Widder, Löwe und Schütze steht, dann wirken diese Tage stark auf Eiweiß und Früchte. Beobachten Sie einmal, ob Ihr Speiseplan an diesen Tagen auffällig viel oder wenig Eiweiß oder Früchte enthält und wie das auf Sie wirkt.

  • Der Mond in Stier, Jungfrau und Steinbock beeinflusst besonders die Fähigkeit des Körpers, Salz zu verarbeiten. Auf große Mengen von Speck, Schinken, Salzheringen, Schmelzkäse und dergleichen sollte man an diesen Tagen besser verzichten. Hat der Arzt salzarme Speisen verordnet, dann sind diese Tage besonders heikel. Manche Menschen nehmen gerade jetzt Salz besonders stark auf und müssen doppelt aufpassen.

  •  Bei Mond in Zwillinge, Waage und Wassermann kann der Körper Fett entweder besonders gut oder besonders schlecht verdauen. Achten Sie einmal genau darauf, was Ihnen an diesen Tagen besonders schmeckt: Sie machen vielleicht die Entdeckung, dass Ihnen genau das Falsche besonders mundet und eine leichte Korrektur Ihres Speiseplans erfordert. Es ist sicherlich sehr viel leichter, an wenigen Tagen des Monats auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten als lebenslang ein hartes Diätregiment einzuhalten.

  1. Und der Mond in Krebs, Skorpion und Fische beeinflusst besonders die Kohlenhydrate in der Ernährung. An diesen Tagen leeren sich häufig die Regale beim Bäcker früher als sonst, scheinbar ohne Grund. Verzehren Sie jetzt besonders gerne viel Brot oder sonstige Mehlspeisen und haben gleichzeitig Gewichtsprobleme, dann versuchen Sie es mit leicht verdaulichem Brot und meiden Speisen mit hohem Kohlehydratanteil.

Der Lauf des Mondes durch die Tierkreiszeichen übt also im zwei- bis dreitägigem Abstand wechselnde Impulse auf unsere Nahrung aus und auf die Fähigkeit des Körpers, diese Nahrung zu verwerten. Natürlich darf man nicht vergessen, dass viele andere Faktoren unsere Verdauung beeinflussen. Doch die Kenntnis der Mondrhythmen kann zur großen Hilfe werden, gesund zu leben und vorbeugend zu wirken. Ganz besonders wichtig kann dieses aufmerksame Beobachten für Allergiker werden: Nicht an allen Tagen schadet nämlich ein allergieauslösendes Nahrungsmittel gleich stark. Schnell ließe sich anhand des Mondkalenders herausfinden, welchen Einfluss der jeweilige Tag auf das Allergen und seine Wirkung hat.

Brot, Kräuter, Butter, Holztisch, Mondkalender
Foto: Angèle Kamp / Unsplash
Einfach bedeutet nicht einseitig. An bestimmten Mondtagen ist eine schlicht Mahlzeit viel bekömmlicher.

Vom richtigen Zeitpunkt für erfolgreiche Eingriffe und gesunde Zähne

 Jedes Mädchen, jeder Junge hat sich schon einmal beim Spielen verletzt und geblutet. Aber: Manchmal blutete es lange und tat richtig weh, manchmal dagegen merkte man erst, dass die Haut verletzt war, wenn sich die Wunde fast schon wieder geschlossen hatte.

Noch ein Beispiel, das jeder Zahnarzt kennt: Oftmals müssen in Abständen gleich mehrere Weisheitszähne gezogen werden. Das eine Mal gleitet der Zahn mühelos aus seinem Bett und man hat bald wieder Ruhe, das andere Mal wird es eine größere Aktion. In beiden Fällen, bei Verletzungen und Operationen, auch im Kieferbereich, spielt der jeweilige Stand des Mondes eine große Rolle, wie schon unsere Vorfahren wussten. Die Grundregeln lauten:

  • Wenn man die Wahl hat, sollte man bei abnehmendem Mond operieren. Ungünstig ist die Zeit des zunehmenden Mondes, je näher am Vollmond desto ungünstiger. Der Vollmondtag selbst hat die negativsten Auswirkungen auf die Operation. Notoperationen jedoch gehorchen einem höheren Gesetz, man sollte sie niemals verschieben, nur weil der Mond gerade ungünstig steht. Vertrauen auf Gott, auf die Weisheit Ihres Körpers, sich selbst zu heilen, und auf die Kunst des Arztes bilden hier das Fundament für die Genesung.

Auch der Stand des Mondes im Tierkreis ist von Bedeutung und Einfluss. Die Vorteile der Wahl des richtigen Zeitpunkts für Operationen sind vielfältig: Die Blutungsneigung ist viel geringer als bei zunehmendem Mond. Es kommt seltener zu Komplikationen, der Heilungsverlauf ist rascher, die Gefahr von Nachblutungen sinkt. Die Narbenbildung ist viel geringer und das ist von großem Vorteil - nicht nur bei Schönheitsoperationen, sondern auch weil Narben stets Energieblockaden bilden und langfristig schwächend wirken.

Notieren Sie bei sich selbst, was bei abnehmendem Mond oder bei zunehmendem Mond geschah und verfolgen Sie dann, wie sich der Heilungsverlauf gestaltet. So gewinnen Sie durch eigene Beobachtung die Erfahrung, die Sie brauchen, um Vertrauen zu dem uralten, wertvollen Wissen unserer Vorfahren zu fassen.

Faustregel  

  • Bei einer bevorstehenden Operation oder einem Zahnarzttermin mit Zahnziehen, Kronen oder Brücken einsetzen den Termin im abnehmenden Mond wählen.

Nur Mut: Viele Ärzte und Zahnärzte arbeiten heute mit uns zusammen und ganze Krankenhäuser lassen sich von uns beraten. Wir wissen, dass sich viele Heilkundige heute wieder darauf besinnen, was Heilen wirklich bedeutet. Sie wissen, dass die Natur nicht durch Maschinen, Chemie und Gentechnik perfektioniert werden muss. Nur ein Teil der Schulmedizin braucht noch ein wenig, bevor ihre Schüler an den Universitäten wieder lernen dürfen, was jedes Kind weiß und fühlt, wie Sie nun wissen.

Mond, Markt und Marmelade

 

Immer mehr Menschen erkennen heutzutage, wie wichtig eine gesunde Ernährung mit heimischen Produkten aus biologischer Landwirtschaft ist. Wer sich biologisch ernährt, hat einen gewaltigen Schritt getan in eine gute Zukunft für uns alle. Das Wissen um den richtigen Zeitpunkt kann uns dabei viele Wege ebnen.

Sie haben es sicher schon bemerkt: Manchmal halten Frischwaren ohne chemische Konservierungsstoffe bis weit über das Ablaufdatum hinaus, manchmal verderben sie schon vorher. Des Rätsels Lösung lautet in vielen Fällen: Auch bei Lagerhaltung, Haltbarmachen und Einkochen kommen die Kräfte des Mondes zur Wirkung. Und nicht nur das: Sogar der Zeitpunkt des Einkaufs (Zeitpunkt der „Berührung“) verderblicher Frischwaren entscheidet über deren Haltbarkeit. Die entsprechenden Grundregeln sind recht einfach und mit Hilfe des Mondkalenders mühelos umzusetzen. Hier die wichtigsten:

 

  1. Einkauf lagernder Lebensmittel: Leicht verderbliche Waren halten bei abnehmendem Mond gekauft viel länger als bei zunehmendem Mond oder gar kurz vor Vollmond erworben. Besonders wenn Sie größere Mengen auf Vorrat ins Haus holen, sollten Sie das also immer bei abnehmendem Mond tun (Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln, etc.). Grundsätzlich verderben Lebensmittel bei zunehmendem Mond geerntet oder gelagert schneller. Dies gilt besonders im Sommer und wenn gleichzeitig Gewitter in der Luft liegen. Unter anderem wird dann Milch schneller sauer und Reste verderben manchmal so schnell, dass das Mittagessen am Abend nicht mehr genießbar ist.

  2. Ernten, Einkochen und Konservieren: Früchte sollte man generell ernten und konservieren, wenn der Mond abnimmt und gleichzeitig in Widder, Löwe oder Schütze steht, Wurzelgemüse dagegen, wenn er in Steinbock oder Stier steht. Die Haltbarkeit ist um vieles größer, das Aroma ist besser, auf künstliche Zusätze können Sie weitgehend verzichten.

  3. Wenn Sie den richtigen Zeitpunkt nicht einhalten können, sollten Sie zumindest stets den Jungfrautagen aus dem Weg gehen. Das ist das ungünstigste Tierkreiszeichen fürs Einkochen, alles wird schneller schimmelig und schmeckt fade. Zwei Tipps am Rande: Beim Einkochen von Früchten ein bis zwei feingeschnittene Äpfel pro Kilo zugeben, dann brauchen Sie nur wenig künstliche Geliermittel verwenden (Agar-Agar aus dem Reformhaus ist am besten!). Der Apfel verändert nicht den jeweiligen Fruchtgeschmack und dient als gutes natürliches Geliermittel.

  4. Fruchtsäfte und Trockenfrüchte: Wenn Sie zum eben genannten richtigen Zeitpunkt Fruchtsäfte herstellen, dann gären die Säfte nicht vorzeitig in den Flaschen. An Fruchttagen im zunehmenden Mond gepresste Fruchtsäfte sind zwar etwas aromatischer als sonst und die Ausbeute ist größer, ihre Haltbarkeit ist allerdings begrenzt. Sie sollten alsbald verbraucht werden. Selbstgepresste Fruchtsäfte sind gekauften Säften so überlegen wie das Tageslicht dem einer Glühbirne.

    Besonders geeignet sind abnehmender Mond an Fruchttagen auch für die Herstellung von Trockenfrüchten ganz ohne Chemie im Backrohr: Marillen, Pflaumen, usw. Diese Form des Haltbarmachens hat eine lange Tradition, sie geriet jedoch leider zu Unrecht in Vergessenheit. Früchte, Obst und Kräuter zur Trocknung sollten Sie generell stets bei abnehmendem Mond sammeln und ernten.

  5. Einhalt dem Verderb: Auch nachträglich kann man den Mond zu Hilfe nehmen, wenn Sie beispielsweise den Zeitpunkt von Ernte und Einkauf irgendwelcher Lagerfrüchte nicht kennen. Wenn Sie im Keller oder sonst wo einen kleinen Vorrat mit Früchten, Äpfeln, usw. halten und schon hier und da etwas Fäulnis entdeckt haben, dann ist ebenfalls der abnehmende Mond an einem Fruchttag (Widder, Löwe, Schütze) ideal, um das Obst umzuschichten. Oftmals können Sie damit den Fäulnisprozess lange genug aufhalten oder gar stoppen.

Zum guten Schluss

Offene Vorräte in der Speisekammer schützen Sie am besten mit Pfefferminze und wilder Kamille. Ideal ist die Wirkkraft dieser einfachen Maßnahme, wenn die Kräuter bei zunehmendem Mond an einem Blütentag (Zwillinge, Waage, Wassermann) gesammelt worden sind. Ihr Duft bleibt sehr lange erhalten.

Kellerregale für die Obstlagerung reinigen Sie am besten bei abnehmendem Mond an Blütentagen oder Fruchttagen. Das hält sie trocken und verhindert Schimmelbildung. Zwischen das Lagergut gelegte Farnblätter halten Ungeziefer fern

 

Text: Johanna Paungger-Poppe und Thomas Poppe – hier geht es zum Facebook-Kanal unserer Experten.

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