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Tiere

Fettfutter für Vögel selber herstellen

Servieren Sie Meisen und Finken köstliche Winter-Mahlzeiten mit Sonnenblumenöl und Getreideflocken. Plus: Wie man eine Futterglocke baut.

Fettfutter mit Blaumeise (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Foto: Mauritius Images

Intensive landwirtschaftliche Nutzung, Einsatz von Pestiziden, manikürte Gärten ohne Hecken und Sträuchern und immer weniger naturbelassene Flächen – all das hat zur Folge, dass unseren heimischen Vögeln die natürlichen Nahrungsquellen und Nistplätze fehlen. Wer den Rückgang von Vogelarten wie Haus- und Feldsperling, Star, Feldlerche, Rauchschwalbe, Kohlmeise und vielen anderen verhindern möchte, sollte ihnen vor allem im Winter Futter zur Verfügung stellen.

Winterfütterung: Die Vogelfütterung kann bereits im November beginnen, weil der Nachtfrost die Insekten stark reduziert. So können die Vögel mit geringen Futtermengen schon mal an die Futterstelle gewöhnt werden. Spätestens bei einer geschlossenen Schneedecke oder bei starkem Frost ist die Winterfütterung dringend notwendig.

Fettfutter herstellen

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Fettfutter mit Blaumeise (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images

Es gibt zwei Möglichkeiten, nahrhaftes Fettfutter für Vögel zuzubereiten: Man kann einfach Vollkornhaferflocken oder Mehrkornflocken mit ein wenig Sonnenblumenöl oder Pflanzenfett (z. B. Kokosfett) mischen, bis sie sich voll saugen. Zusätzlich kann man auch Weizenkleie hinzufügen.

Etwas aufwendiger: Geben Sie das Öl oder Pflanzenfett in einen Topf, erhitzen Sie es leicht und fügen Sie anschließend die Getreideflocken und gegebenenfalls die Weizenkleie hinzu. Die Körner sollten dabei nicht braun werden. Nach dem Abkühlen können Sie das Futter gleich in kleine Gefäße anbieten. Dafür eignen sich sogar kleine Backförmchen oder Keksausstecher.

Futterglocken selbermachen

Futterglocke mit Fettfutter und Tannenmeise (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images

Für anspruchsvolle Zaungäste wie die Meisen eignen sich Fettfutterglocken bestens zum Füttern. Grundstoff des Meisenfutters ist Pflanzenfett. Dazu werden geschälte und ungeschälte Sonnenblumenkerne, Haferflocken und Weizenkleie gemischt. Alternativ bieten sich auch Weizen-, Gersten- oder Dinkelflocken an.

Und so basteln Sie eine Futterglocke:

  • Erhitzen Sie 100 g Pflanzenfett bis es komplett geschmolzen ist, aber nicht kocht.
  • Geben Sie ca. 150 g Körner dazu.
  • Während die Mischung ein wenig abkühlt, ziehen Sie ein Seil durch das untere Loch eines mittelgroßen Blumentopfes und verknoten Sie es an beiden Seiten des Loches fest.
  • Nun füllen Sie die Körner-Fett-Masse in den Blumentopf.
  • Sobald die Masse hart geworden ist, können Sie die Futterglocke aufhängen und am losen Ende des Seiles einen kurzen Ast so anbringen, dass sich die Vögel daran festhalten und von dort aus bequem fressen können.

Wichtig!

  • Achten Sie darauf, die Futternäpfe täglich unter heißem Wasser gründlich zu reinigen.
  • Ranziges Fett oder alte Getreideflocken können bei Wildvögeln zu schweren Verdauungsstörungen mit Todesfolge führen.
  • Keinesfalls dürfen salzhaltige Speisereste, Butter oder Margarine gefüttert werden.
  • Alte und gefrorene Futterreste entfernen.

Fachliche Beratung: Österreichischer Tierschutzverein

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