Anzeige

Wohnen

Brennholz richtig stapeln

Wie man Holzscheite richtig lagert und warum zu viel Feuchtigkeit schädlich ist.

Brennholz trocknen (Foto: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Der Platz an der Hauswand mit Südausrichtung ist optimal für das Lagern von Brennholz. Und es sieht auch noch hübsch aus!
Foto: Mauritius Images

Redaktion: Luana Baumann-Fonseca

Gutes Brennholz muss vor allem eines sein: trocken. Und um optimal trockenes Holz zu bekommen, braucht es – ähnlich wie beim Wein – zwei Dinge: Zeit und die richtige Lagerung

Frisch geschlagenes Holz ist feucht und eignet sich keinesfalls zum sofort Verheizen. Ein bis drei Jahre kann es schon dauern, bis die Scheite auch in den Kamin wandern können. Wichtig ist, dass sie dann eine Restfeuchte von lediglich von 15 bis 17 Prozent haben. Ist das Holz noch zu feucht, brennt es schlecht und gibt keinen großen Heizwert ab. Außerdem entstehen dabei schädliche Gase und übermäßiger Ruß, die Kamin, Schornstein, Wohnraum und Umwelt unnötig belasten.

Klang-Test. Ob das Holz ausreichend getrocknet ist, kann man leicht heraushören: Schlagen Sie zwei Scheite aneinander – ist der Klang hohl und nicht dumpf? Dann ab damit in den Kamin!

Wer im Winter über ausreichend Brennholz verfügen möchte, muss rechtzeitig mit dem Holzspalten beginnen (das funktioniert am besten im feuchten Zustand) und ein paar wichtige Regeln bei der Lagerung beachten:

1. Der richtige Ort für die Holzlagerung

Anders als beim Wein sollten Sie Ihr Holz niemals im Keller lagern. Hier werden die Scheite höchstens schimmelig. Holz benötigt zum Trocknen ausreichend Luftzirkulation. Optimal ist ein Ort im Freien, wo der Wind ordentlich durchziehen kann. Auch sollte das Holz möglichst viel Sonne und wenig Regenwasser ausgesetzt sein. Eine Hauswand mit Ausrichtung nach Süden ist ein guter Lagerplatz, vorausgesetzt Sie lassen 5 bis 10 cm Abstand zwischen Wand und Holzstapel, damit die Luft gut zirkulieren kann. Aber auch frei stehend im Garten und oben mit einer Plane abgedeckt oder mit einem kleinen Überdach versehen, kann das Holz gut trocknen.

Anzeige

2. Trockener Untergrund

Sie sollten das Holz nicht einfach direkt auf dem Rasen oder der Erde stapeln. Auch von unten muss ein Schutz vor Nässe gegeben sein. Sie können dafür Paletten und Bretter als Untergrund nehmen. Ideal ist ein Bodenabstand von 20 cm.

3. Holz richtig stapeln

Beim Stapeln werden die Holzscheite in der untersten Reihe längs nebeneinander gelegt. In der zweiten Reihe legen Sie die Scheite quer zu den unteren hin. So entsteht ein stabiles Gerüst, das nicht so einfach wieder umstürzt. Bei durchgehend gleichgroßen Holzstücken können Sie auch nur den Anfang und das Ende des Stapels mit diesen Querstücken verlegen.

Die Lagerung selbst sollte besser in die Breite, als in die Höhe gehen, da Feuchtigkeit nach unten entweicht. In der Regel sollte aber eine Spannweite von vier Meter nicht überschritten werden. Längere Holzstapel sollten Sie jedenfalls durch eingefügte Seitenhalterungen verstärken, damit sie nicht durch die Last wegbrechen.

Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht zu dicht stapeln und zwischen den einzelnen Holzstücken immer ein wenig Luft durchströmen kann.

Ist das Holz getrocknet und die Kaminsaison eröffnet, können Sie die Scheite bereits morgens ins Haus holen, damit sie sich etwas aufwärmen, bevor sie später verfeuert werden. Sie können auch immer einen kleinen Holzvorrat neben dem Ofen platzieren, die Abwärme trocknet das Holz weiter.

Abo
Abo mit Servus-Kochbuch als Geschenk
  • 12 x Servus in Stadt & Land

  • Servus Kochbuch Band 2 gratis dazu

  • nur € 49,90

Jetzt Prämie sichern!
Anzeige

Servus entdecken