Hauptspeise

Gefülltes Huhn mit Türkenriebel

Riebel oder Türgga sagten die Vorarlberger früher zum Mais – Zweiteres, weil seine Herkunft den Türken zugeschrieben wird – wir füllen heute unser Brathendl damit.

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Foto: Eisenhut & Mayer
Es duftet schon im ganzen Haus nach Brathuhn, das wir mit Türkenriebel gefüllt haben.  

Der Rheintaler Riebel ist eine fast weiße Hartmaissorte, die hier seit Mitte des 17. Jahrhunderts angebaut wird. Für unsere saftig-aromatische Fülle eignet sich freilich auch gelber Maisgrieß beziehungsweise Polenta. Für eine schöne Farbe reibt man das Huhn zusätzlich leicht mit Paprikapulver ein.

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Menge Zubereitungszeit Gesamtzeit
4 Portionen 30 Minuten 2 Stunden
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Zutaten
1 küchenfertiges Huhn
200 ml Hühnersuppe
100 g Maisgrieß (Polenta)
2 enthäutete, gewürfelte Paradeiser
1 EL Butter
2 EL geriebener Bergkäse
etwas Öl
Butterflocken
1 Zweig(e) Thymian
1 Zweig(e) Rosmarin
2 Knoblauchzehen
Zutaten
2 EL geschmolzene Butter
1 EL Mehl
1 EL kalte Butter
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Zubereitung
  1. Das Huhn waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und innen wie außen salzen und pfeffern

  2. Für die Fülle Hühnersuppe in einem Topf aufkochen. Maisgrieß in einem dünnen Strahl einlaufen lassen und verrühren. Paradeiser und Butter zugeben und bei kleiner Hitze unter oftmaligem Umrühren köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde. Vom Herd nehmen, zudecken und noch 10 Minuten quellen lassen. Den geriebenen Käse untermischen.

  3. Das Backrohr auf 200 °C vorheizen.

  4. Das Huhn mit der Maisgrieß-Masse füllen, die restliche Fülle beiseitestellen. Die Öffnung mit Zahnstochern verschließen, die Keulen mit Spagat zusammenbinden.

  5. Das Huhn mit der Brustseite nach unten in eine geölte Bratform legen und im vorgeheizten Rohr etwa 10 Minuten braten.

  6. Das Huhn wenden und mit Butterflocken belegen. Thymian, Rosmarin und die ungeschälten, angedrückten Knoblauchzehen rund um das Huhn platzieren. ⅛ l Wasser untergießen und in den Ofen schieben. Die Hitze auf 180 °C reduzieren und noch etwa 70 Minuten braten. Dabei die Haut immer wieder abwechselnd mit Bratensaft begießen und mit flüssiger Butter bestreichen. Gegen Ende die restliche Fülle in einer ofenfesten Form dazustellen.

  7. Das Huhn aus der Form nehmen und etwas rasten lassen. Dann Spagat und Zahnstocher entfernen. Den Bratenrückstand mit Wasser aufgießen, gut verrühren und aufkochen lassen. Durch ein Sieb gießen und mit kalter Butter binden.

  8. Das Huhn tranchieren und mit der Fülle, der Sauce und grünem Salat anrichten.

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