Kärntner Kloatzenbrot

Ein traditionelles Brot mit Dörrobst und Nüssen für die Zeit rund um Weihnachten und Neujahr.
Störibrot (Bild: Eisenhut & Mayer)
Foto: Eisenhut & Mayer

Kletzenbrote sind nahezu in allen ländlichen Gebieten Österreichs bekannt. In Kärnten werden sie während der Mette, zu Silvester und in der Dreikönigsnacht unter den Herrgottswinkel gelegt und mit einem Wöchl, also einem Geschirrhangerl, bedeckt.

Um die Saligen – die Weißen Frauen aus der Kärntner Sagenwelt – und die Perchten richtig abzuspeisen, stellte man noch einen Krug Most oder Wasser dazu. Bis auf ein kleines Stückchen, das die Tiere bekamen, musste das Kletzenbrot auf einmal gegessen werden.

Für 1 Brot

ZubereitungszeitGesamtzeit
1 Stunde4:50 Stunden
Zubereitung
  1. Kloatzen, Dörrzwetschken, Marillen und Feigen in einem Topf mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen.
  2. Eingeweichte Kloatzen 10 Minuten aufkochen, im Sieb abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Die Früchte abkühlen lassen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Mit Sultaninen, Nüssen, Honig, Gewürzen und Birnenschnaps vermischen.
  3. Für den Teig Roggen- und Weizenmehl mit Sauerteig, Germ, Salz und ca. 300 ml Kloatzensaft zu einer geschmeidigen Konsistenz verkneten. In eine Schüssel legen, mit einem feuchten Tuch bedecken und 1,5 Stunden gehen lassen.
  4. Die Früchte zugeben, nochmals verkneten und eine weitere Stunde gehen lassen.
  5. Aus dem Teig einen länglichen Brotlaib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  6. Backrohr auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  7. Kloatzenbrot mit Mandeln verzieren, mit etwas Wasser bestreichen, ca. 80 Minuten backen.
  8. Das Kloatzenbrot eine Woche in einer Blechdose an einem kühlen, trockenen Ort reifen lassen.
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