Kuchen & Torten

Kärntner Reinling (Reindling) I Original-Rezept mit Bildern

Zu Ostern wird der Kärntner Rein(d)ling mit Schinken und Kren gegessen, unterm Jahr gibt es Butter und Marmelade dazu. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie das Original zubereitet wird – mit Tipps von der Kärntner Traditionsgastwirtschaft „Tschebull“.

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Foto: Eisenhut & Mayer
Zum Kärntner Reidling serviert man gerne einen Häferlkaffee.  

Der Reinling – mit oder ohne „d“ – ist eine berühmte Mehlspeise aus Kärnten, die vor allem rund um Ostern als traditionelles Osteressen serviert wird. Der süße Kuchen aus Germteig (Hefeteig) wird mit Zucker, Zimt, Rosinen und Nüssen gefüllt und zu einer Schnecke eingerollt in einer Form (meist Gugelhupfform) gebacken. Bei der Osterjause ist er ein Klassiker – so wie Osterpinzen oder Schinken im Brotteig.

Hier finden Sie das Original-Rezept für einen flaumigen Kärntner Reinling – Schritt für Schritt mit Bildern und Tipps aus der Kärntner Traditionsgastwirtschaft Der Tschebull.

  • Gut zu wissen: Rechnen Sie eine Stunde zum Aufgehenlassen des Teiges mit ein.

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Menge Zubereitungszeit Gesamtzeit
8 Portionen 15 Minuten 1:05 Stunden
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Zutaten für den Teig
30 g Germ
65 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
500 g griffiges Mehl
65 g Butter (weich)
1 Ei
2 Dotter
5 g Salz
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
flüssige Butter zum Bestreichen
Zutaten für die Füllung
80 g Butter, flüssig
1 TL Zimt
60 g Zucker
120 g Rosinen
60 g Walnüsse, gehackt
80 g Honig
1 EL Kakaopulver
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Zubereitung
  1. Die Germ mit einer Prise Zucker, etwas lauwarmer Milch und ein bisschen Mehl zu einem Dampfl abschlagen und zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Dampfl ansetzen
  2. Die restliche Milch, Zucker, Butter, Ei, Dotter. Salz und Zitronenschale in eine Metallschüssel geben und über einem Wasserbad schaumig schlagen.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Milch, Zucker, Butter, Ei, Dotter, Salz und Zitronenschale schaumig schlagen.
  3. Das Dampfl mit dem restlichen Mehl und der warmen Eiercreme zu einem Teig kneten. In eine Schüssel geben, mit einem feuchten Tuch bedecken und ca. 45 Minuten um das Doppelte aufgehen lassen.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Das Dampfl mit dem restlichen Mehl und der warmen Eiercreme zu einem Teig kneten.
  4. Den Teig zusammenschlagen und zu einem rechteckigen, fingerdicken Fleck ausrollen. Mit Butter beträufeln, mit Zimtzucker, Rosinen und Walnüssen bestreuen. Mit Honig beträufeln und mit Kakaopulver besieben.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Wir belegen den Reindling üppig.
  5. Den Teigfleck mit beiden Händen eng einrollen und die Enden leicht zusammendrücken.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Teigfleck mit beiden Händen eng einrollen.
  6. Die Teigrolle schneckenförmig in eine gut mit Butter bestrichene Rein legen.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Teigrolle schneckenförmig in eine Rein legen.
  7. Zugedeckt auf die doppelte Größe aufgehen lassen. Das Backrohr auf 160 °C Umluft vorheizen. Den Reinling mit flüssiger Butter bestreichen und etwa 50 Minuten lang backen.

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    Foto: Eisenhut & Mayer
    Den Reindling mit flüssiger Butter bestreichen.
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Tipps für den perfekten Reinling von Hannes Tschemernjak:

Die Gastwirtschaft Der Tschebull bietet so einige Überraschungen, aber die köstlichste darunter bleibt ganz sicher der Reinling.

  • Wir nehmen ungerahmte Milch, die etwas fetter ist. Man kann auch einen Schuss Obers zugeben, das macht den Teig feiner.

  • Für den echten Buttergeschmack darf man Butter nicht durch Margarine oder anderes Backfett ersetzen.

  • Bäckt der Kärtner Reinling zu lange, wird er trocken, also rechtzeitig mit einem Holz oder Metallspieß ins Gebäck stechen. Bleibt kein Teig kleben, ist er fertig.

  • Stürzen und bei Zimmertemperatur auskühlen lassen. Erst aufschneiden, wenn er ausgekühlt ist, und ein scharfes, dünnes Messer nehmen, weil durch das Einrollen die Schichten leicht brechen.

  • Man muss insgesamt noch 60 Minuten Zeit für das Aufgehen des Teiges einrechnen.

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Foto: Eisenhut & Mayer
Hannes Tschemernjak von der Wirtshausfamilie Tschemernjak aus Faak am See hat uns sein Rezept für den Kärntner Reindling verraten.  

Wann wird der Kärntner Reinling (Reindling) gegessen?

  • Der Kuchen begleitet die Kärntner durchs Jahr: Es gibt den Goten- und den Wanderreinling, den Hochzeits-, den Oster- und den Weihnachtsreinling.

  • Zum Festessen wurde der Reinling, weil er aus dem seinerzeit teuersten aller Mehle hergestellt wird, jenem aus Weizen. Und seinen Namen hat er, weil er traditionell in einer Tonrein gebacken wurde.

Sagt man Reinling oder Reindling?

  • Bei der Schreibweise scheiden sich die Geister: Die einen schreiben Reindling, nach dem Reindl, in dem er gebacken wird, die anderen Reinling, weil sein Name von der Reine, einer flachen steinernen Schüssel, stammt.

  • Die alteingesessene Wirtshausfamilie Tschemernjak aus Faak am See sagt Zweiteres dazu, von ihr stammt unser Rezept.

Häufig gestellte Fragen zum Kärntner Reinling

Wann wird Kärntner Reinling gegessen?

Traditionell gehört der Reinling zur Osterjause und wird gemeinsam mit Schinken und Kren serviert. In Kärnten gibt es ihn aber auch zu Hochzeiten, Festtagen oder als süße Jause mit Butter und Marmelade.

Welche Füllung kommt in einen Reinling?

Typisch sind Zucker, Zimt, Rosinen und gehackte Nüsse. Manche Varianten enthalten auch etwas Butter oder Honig, um die Füllung besonders saftig zu machen.

Kann man Reinling ohne Rosinen backen?

Ja, der Reinling lässt sich auch ohne Rosinen zubereiten. Stattdessen können zum Beispiel mehr Nüsse oder getrocknete Früchte verwendet werden.

Wie lange hält Kärntner Reinling?

Ein selbst gemachter Reinling hält sich gut verpackt circa zwei bis drei Tage. Damit er nicht austrocknet bewahrt man ihn am besten in einer gut verschlossenen Dose, in Frischhaltefolie auf oder unter einer Kuchenglocke auf.

Kann man Reinling einfrieren?

Ja, Reinling lässt sich problemlos einfrieren. Am besten schneidet man ihn vorher in Stücke und friert diese luftdicht verpackt ein. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.