Anzeige

Gute Küche

Welche Backformen gibt es? Materialien und Funktionen in der Übersicht

Ob Torte oder Gugelhupf, Rehrücken oder Tartelette – auf dem Kuchenteller herrscht Vielfalt. Wir holen die wichtigsten Formgeber für süße Mehlspeisen und pikantes Gebäck vor den Vorhang.

Gewellte Kuchenformen, Tortenspringform rund und eckig, Serviertablett, alles aus Blech, steht auf einem Holzuntergrund und ist übereinander gestapelt.
Foto: Mauritius Images / Piotr Wytrążek
Teige brauchen die richtige Backform, um ihren besten Geschmack zu erhalten.

In der Backstube hat jede Backform ihren festen Platz, denn Form, Material und Größe bestimmen maßgeblich das Backergebnis. Wir haben die gängisten Backformen und Kuchenformen mit Erklärung im Überblick gesammelt. Und auch noch passende Servus-Rezepte dazugepackt.

Anzeige

Welches Material eignet sich beim Backen wofür?

Nicht alles ist reine Formsache, auch aufs Material kommt es an.

Servus Küche auf WhatsApp
  • Emaille hat die besten Backeigenschaften. Alles wird gleichmäßig gebacken und lässt sich gut lösen. Emaille ist robust, langlebig, schnitt- und kratzfest und nicht anfällig für Rost und Fruchtsäure.

  • Formen mit Antihaftbeschichtung haben ebenfalls gute Backeigenschaften, zerkratzen aber leicht und werden am besten von Hand gereinigt.

  • Keramik hat eine gute Antihaftwirkung und zerkratzt nicht. Vor dem Stürzen die Form kurz in ein nasses Geschirrtuch wickeln.

  • Formen aus Weißblech sind günstig und leicht, allerdings nicht spülmaschinenfest. Sie backen Boden und Oberfläche ungleichmäßig, können rosten, sind weder kratzfest noch fruchtsäurebeständig, daher für Obstkuchen ungeeignet.

  • Schwarzblech bräunt gleichmäßiger, muss aber gut eingefettet werden. Keine zerkratzten, abblätternden Formen verwenden!

  • Aluminium ist leicht, ein guter Wärmeleiter und kühlt schnell ab. Es ist aber schnell zerkratzt und nicht für den Geschirrspüler geeignet.

  • Dank ihrer Antihafteigenschaft sind Formen aus Silikon praktisch, allerdings wird das Gebäck eher weich. Sie sind sehr instabil und für den Gasherd ungeeignet.

Backblech

Unverzichtbar – wer ein Backrohr hat, hat auch ein Blech, meist sogar zwei. In unterschiedlichen Größen verfügbar; die Investition in ein zusätzliches, tieferes Backblech ist durchaus zu empfehlen.

unbeschichtetes sauberes Backblech mit leichten Putzkratzern auf einer hellbauen Holzoberfläche abgestellt
Foto: Mauritius Images / Sergey Yarochkin
Das Backblech gibt es vielen Materialvariationen und ist vielseitig einsetzbar.

Springform

Der Klassiker für alle Torten, mit Bodenblech und aufspringendem Rand ist die Springform. Die meisten Rezepte gehen von einem Durchmesser von 26 Zentimetern aus, eine zusätzliche kleinere Form lohnt sich für geringere Massen oder Etagentorten.

  • Geeignet für: Biskuit, Mürb- oder Rührteig und Torten aller Art.

Springform mit einem fertigen Käsekuchen auf einer Holzunterlage
Foto: Mauritius Images / Bernd Jürgens
Die Springform erleichtert das Backen von Kuchen, da er sich nach dem Backen leichter aus der Form nehmen lässt.

Gugelhupfform

Traditionelle Form mit Schacht in der Mitte, der gewellte Rand sieht auch ohne aufwendige Glasur schön aus. Die Gugelhupfform immer gut einfetten und mit Bröseln ausstreuen, damit sich der Kuchen leicht löst!

  • Geeignet für: Hefe-, Rühr- und alle anderen Teigarten sowie den Klassiker, den Marmorgugelhupf.

Gugelhupfform aus Alu
Foto: Mauritius Images / foodcollection
Am besten schmeckt ein Marmorkuchen noch immer aus der guten alten Gugelhupfform.

Tarteform

Niedrige Form mit gewelltem Rand. Wer die Tarte ohne Form servieren möchte, nimmt lieber eine mit losem Boden, dann lässt sich der Kuchen ganz einfach herausheben. Auch als Mini-Variante für Tartelettes erhältlich.

  • Geeignet für: Obstkuchen, pikante und süße flache Kuchen, Quiche.

Pikante Tarte fertig gebacken auf einem Holzteller, noch in der Backform
Foto: Mauritius Images / Vadym Drobot
Die Tarteform eignet sich für alle Arten von flachen Kuchen.

Kastenform

Der rechteckige Kasten zählt zur Grundausstattung jeder Backstube. Die meisten Formen fassen 1½ Liter; es gibt sie in unterschiedlichen Längen von 20 bis 30 Zentimeter.

  • Geeignet für: Brot, Rührkuchen, Marmorkuchen, Bananenbrot, Sandmassen, Parfaits, Sulzen und Leberkäse.

Kastenform mit einem weillig eingelegten fertig gebackenen Teig
Foto: Mauritius Images / Kinek00
Die Kastenform kann für Brot oder Kuchen verwendet werden.

Kranzkuchenform

Eine Mischung aus Torten- und Gugelhupfform: Die Kranzkuchenform ist manchmal nur eine Springform mit anderem Hebeboden – mit welligem Ring um einen Schacht –, manchmal auch eine eigene Form.

  • Geeignet für: Kranzkuchen, Marmorkuchen, Frankfurter Kranz, Biskuit-, Hefe- oder Rührteig.

Apfelkuchen noch in der Springform aufgeschnitten, die Hälfte fehlt schon, daneben liegt ein altes Buttermesser.
Foto: Mauritius Images / Olga Begak
Diese Art der Backform ist perfekt für Kranzkuchen aus z. B. Germteig geeignet.

Ringform

Eine glatte, runde Form mit konischem Kamin in der Mitte, damit die Hitze von allen Seiten an den Kuchen kommt.

  • Die Ringform ist geeignet für: in Alkohol oder Sirup getränkte Savarins (Napfkuchen), Kranzkuchen aus Biskuit, Hefe- oder Rührteig oder für einen glatten, minimalistischen Gugelhupf.

fertiger Kuchen in einer Ringform
Foto: Mauritius Images / EyeEm / Nina Schlichting
Die Ringform eignet sich als Backform am besten für Napfkuchenarten.

Tortenring

Ein verstellbarer Metallring aus Edelstahlblech, ohne Boden. Der Tortenring ermöglicht sauberes Arbeiten bei Torten, die gefüllt werden oder aus einer Creme bestehen, die erst fest werden muss.

  • Geeignet für: Topfentorten, Cremetorten, zum Backen von Stocktorten – also Hochzeits- und Festtagstorten.

Metallener Tortenring auf ein Tortenpapier
Foto: Mauritius Images / Stefanie Sudek-Mensch
Tortenringe kommen bei mit Creme gefüllten Torten zum Einsatz.

Rehrücken

Der Rehrücken ist eine traditionelle österreichische Halbrundform, länglich und schmal mit gewelltem Rand und gerader Mittellinie.

  • Geeignet für: Rehrücken, also Schokoladekuchen, der mit Kuvertüre glasiert und mit Mandeln gespickt wird, mitunter auch für faschierten Braten.

Rehrückenform für den bekannten Kuchen in Alu
Foto: Mauritius Images / Kornienko Alexandr
Der Rehrücken erhällt durch die geriffelte Oberfläche der Backform sein typisches Aussehen.

Konische Kuchenform

Eine flache, runde Form, ähnlich der französischen Tarteform, aber mit konischem Rand. Mit fixem oder herausnehmbarem Boden ausgestattet. Durchmesser: 20 bis 30 Zentimeter.

  • Geeignet für: pikante und süße Kuchen (engl. pies), Obstkuchen, Quiche, klassische Form für Tarte Tatin (Apfelkuchen).

Konische Backform mit einem Teig im Backrohr
Foto: Mauritius Images /Simone Angelo Ferri
Konische Backformen kommen oft bei Pies zum Einsatz.

Schaumrollenform

Die konischen Metallröhrchen werden mit Teigstreifen umwickelt und gebacken, die leeren Teigrollen danach mit süßer Eischneemasse oder Schlagobers gefüllt. Wichtig: den Teig gleichmäßig spiralförmig und gut überlappend wickeln.

Formen für Schaumraullen auf denen der gebackene Teig zu sehen ist
Foto: Mauritius Images / Przemyslaw Nierprzecki
Der Teig muss überlappend auf die Form gewickelt werden.

Madeleineform

Wie Bärentatzen oder Muscheln sehen die Schablonen für das feine französische Rührgebäck aus. Die Formen gut einfetten, nicht zu viel Teig einfüllen und vor dem Backen noch 1 bis 2 Stunden kühl stellen.

  • Geeignet für: Sandmasse.

zwei metallerne Madeleineformen
Foto: Mauritius Images / Deli Marcangelo
Die Madeleineformen müssen vor dem Befüllen sehr gut eingefettet werden.

Souffléform

Klassisch eine Form aus Porzellan, Keramik oder Glas, stets rund und innen mit geraden Wänden, damit die Teigmasse gut aufsteigen kann. Souffléformen haben außen häufig einen geriffeltem Rand.

  • Geeignet für: süße wie pikante Soufflés, mit Käse überbackene Aufläufe, Parfaits.

Schokosoufflé auf einem weißen Teller, darin steckt ein Dessertlöfferl
Foto: Mauritius Images / Cavan Images
Ob süß oder pikant, die Souffléförmchen passen für beide Varianten.

Ausstechformen

Neben den Klassikern Herz und Stern gibt es mittlerweile unzählige Formen aus den unterschiedlichsten Materialien – plus Zusätze wie Auswerfaufsatz für Linzer Augen, Prägestempel und vieles mehr.

Keksteig auf einer bemehlten Holzfläche, Kekse sind ausgestochen, Ausstecker in Form von Sternen und ein Fisch liegen daneben.
Foto: Mauritius Images / foodcollection
Die Keksausstecher sind als traditionelle Backformen aus der Küche nicht wegzudenken.
Anzeige