Welche Backformen gibt es? Materialien und Funktionen in der Übersicht
Ob Torte oder Gugelhupf, Rehrücken oder Tartelette – auf dem Kuchenteller herrscht Vielfalt. Wir holen die wichtigsten Formgeber für süße Mehlspeisen und pikantes Gebäck vor den Vorhang.
In der Backstube hat jede Backform ihren festen Platz, denn Form, Material und Größe bestimmen maßgeblich das Backergebnis. Wir haben die gängisten Backformen und Kuchenformen mit Erklärung im Überblick gesammelt. Und auch noch passende Servus-Rezepte dazugepackt.
Welches Material eignet sich beim Backen wofür?
Nicht alles ist reine Formsache, auch aufs Material kommt es an.
Emaille hat die besten Backeigenschaften. Alles wird gleichmäßig gebacken und lässt sich gut lösen. Emaille ist robust, langlebig, schnitt- und kratzfest und nicht anfällig für Rost und Fruchtsäure.
Formen mit Antihaftbeschichtung haben ebenfalls gute Backeigenschaften, zerkratzen aber leicht und werden am besten von Hand gereinigt.
Keramik hat eine gute Antihaftwirkung und zerkratzt nicht. Vor dem Stürzen die Form kurz in ein nasses Geschirrtuch wickeln.
Formen aus Weißblech sind günstig und leicht, allerdings nicht spülmaschinenfest. Sie backen Boden und Oberfläche ungleichmäßig, können rosten, sind weder kratzfest noch fruchtsäurebeständig, daher für Obstkuchen ungeeignet.
Schwarzblech bräunt gleichmäßiger, muss aber gut eingefettet werden. Keine zerkratzten, abblätternden Formen verwenden!
Aluminium ist leicht, ein guter Wärmeleiter und kühlt schnell ab. Es ist aber schnell zerkratzt und nicht für den Geschirrspüler geeignet.
Dank ihrer Antihafteigenschaft sind Formen aus Silikon praktisch, allerdings wird das Gebäck eher weich. Sie sind sehr instabil und für den Gasherd ungeeignet.
Backblech
Unverzichtbar – wer ein Backrohr hat, hat auch ein Blech, meist sogar zwei. In unterschiedlichen Größen verfügbar; die Investition in ein zusätzliches, tieferes Backblech ist durchaus zu empfehlen.
Geeignet für: Kekse, Strudel, Schnitten, Blechkuchen und vieles mehr.
Gut zu wissen: So reinigt man ein Backblech ohne Schrubben
Springform
Der Klassiker für alle Torten, mit Bodenblech und aufspringendem Rand ist die Springform. Die meisten Rezepte gehen von einem Durchmesser von 26 Zentimetern aus, eine zusätzliche kleinere Form lohnt sich für geringere Massen oder Etagentorten.
Gugelhupfform
Traditionelle Form mit Schacht in der Mitte, der gewellte Rand sieht auch ohne aufwendige Glasur schön aus. Die Gugelhupfform immer gut einfetten und mit Bröseln ausstreuen, damit sich der Kuchen leicht löst!
Geeignet für: Hefe-, Rühr- und alle anderen Teigarten sowie den Klassiker, den Marmorgugelhupf.
Tarteform
Niedrige Form mit gewelltem Rand. Wer die Tarte ohne Form servieren möchte, nimmt lieber eine mit losem Boden, dann lässt sich der Kuchen ganz einfach herausheben. Auch als Mini-Variante für Tartelettes erhältlich.
Geeignet für: Obstkuchen, pikante und süße flache Kuchen, Quiche.
Kastenform
Der rechteckige Kasten zählt zur Grundausstattung jeder Backstube. Die meisten Formen fassen 1½ Liter; es gibt sie in unterschiedlichen Längen von 20 bis 30 Zentimeter.
Kranzkuchenform
Eine Mischung aus Torten- und Gugelhupfform: Die Kranzkuchenform ist manchmal nur eine Springform mit anderem Hebeboden – mit welligem Ring um einen Schacht –, manchmal auch eine eigene Form.
Geeignet für: Kranzkuchen, Marmorkuchen, Frankfurter Kranz, Biskuit-, Hefe- oder Rührteig.
Ringform
Eine glatte, runde Form mit konischem Kamin in der Mitte, damit die Hitze von allen Seiten an den Kuchen kommt.
Die Ringform ist geeignet für: in Alkohol oder Sirup getränkte Savarins (Napfkuchen), Kranzkuchen aus Biskuit, Hefe- oder Rührteig oder für einen glatten, minimalistischen Gugelhupf.
Tortenring
Ein verstellbarer Metallring aus Edelstahlblech, ohne Boden. Der Tortenring ermöglicht sauberes Arbeiten bei Torten, die gefüllt werden oder aus einer Creme bestehen, die erst fest werden muss.
Geeignet für: Topfentorten, Cremetorten, zum Backen von Stocktorten – also Hochzeits- und Festtagstorten.
Rehrücken
Der Rehrücken ist eine traditionelle österreichische Halbrundform, länglich und schmal mit gewelltem Rand und gerader Mittellinie.
Geeignet für: Rehrücken, also Schokoladekuchen, der mit Kuvertüre glasiert und mit Mandeln gespickt wird, mitunter auch für faschierten Braten.
Konische Kuchenform
Eine flache, runde Form, ähnlich der französischen Tarteform, aber mit konischem Rand. Mit fixem oder herausnehmbarem Boden ausgestattet. Durchmesser: 20 bis 30 Zentimeter.
Geeignet für: pikante und süße Kuchen (engl. pies), Obstkuchen, Quiche, klassische Form für Tarte Tatin (Apfelkuchen).
Schaumrollenform
Die konischen Metallröhrchen werden mit Teigstreifen umwickelt und gebacken, die leeren Teigrollen danach mit süßer Eischneemasse oder Schlagobers gefüllt. Wichtig: den Teig gleichmäßig spiralförmig und gut überlappend wickeln.
Geeignet für: Blätter- und Plunderteig für Schaumrollen.
Madeleineform
Wie Bärentatzen oder Muscheln sehen die Schablonen für das feine französische Rührgebäck aus. Die Formen gut einfetten, nicht zu viel Teig einfüllen und vor dem Backen noch 1 bis 2 Stunden kühl stellen.
Geeignet für: Sandmasse.
Souffléform
Klassisch eine Form aus Porzellan, Keramik oder Glas, stets rund und innen mit geraden Wänden, damit die Teigmasse gut aufsteigen kann. Souffléformen haben außen häufig einen geriffeltem Rand.
Geeignet für: süße wie pikante Soufflés, mit Käse überbackene Aufläufe, Parfaits.
Ausstechformen
Neben den Klassikern Herz und Stern gibt es mittlerweile unzählige Formen aus den unterschiedlichsten Materialien – plus Zusätze wie Auswerfaufsatz für Linzer Augen, Prägestempel und vieles mehr.
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