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Kutteln in Salzwasser ca. 30 Minuten zugedeckt kochen und kalt abschrecken. Anschließend gut abtropfen lassen und in feine, ca. 5–6 cm lange Streifen schneiden.
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Zwiebel schälen und klein würfeln.
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Öl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebelwürfel zugeben und glasig anschwitzen. Mit Mehl bestauben und unter Rühren anrösten. Mit Rotwein ablöschen und nach und nach mit Gemüsebrühe aufgießen. Dabei ständig mit einem Schneebesen kräftig rühren.
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Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Nelke dazugeben und die Sauce 30 Minuten leise köcheln lassen.
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Kuttelstreifen zufügen und in ca. 15 Minuten bei moderater Hitze fertig garen. Die weich gekochten Kutteln mit Zucker, Salz, Pfeffer und Essig abschmecken und mit Braterdäpfeln servieren.
Häufig gestellte Fragen über Kutteln
Was sind Kutteln?
Kutteln sind Innereien. Der Hauptbestandteil von Kutteln ist der in Streifen geschnittene Pansen, also der größte der drei Vormägen eines Rindes oder eines anderen Wiederkäuers. Besonders beliebt sind Kutteln vom Kalb (Gekröse), da diese meist sehr zart sind.
Sind Kutteln gesund?
Kutteln sind relativ kalorienarm, liefern viel Eiweiß und enthalten wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink, Selen und Vitamin B12.
Sie liefern zudem Kollagen und Bindegewebe, was z. B. für Gelenke und das Bindegewebe vorteilhaft sein kann – vorausgesetzt, sie stammen aus guter Herkunft und werden nicht in extrem fettigen Saucen zubereitet.
Wie schmecken Kutteln?
Die Konsistenz von Kutteln erinnert an jene von mürbem Gulaschfleisch, manchmal sind sie auch etwas gummiartig mit mehr oder weniger Biss. Kutteln selbst haben einen milden, leicht fleischigen Geschmack und nehmen stark das Aroma der Sauce bzw. Würzung an (zB. von Tomate, Wein, Knoblauch, Paprika).
Wie nennt man Kutteln noch?
Die Kutteln haben viele Namen. Man kennt sie auch als Flecke oder Kaldaunen, im benachbarten Baden als Sulz oder wie eben in Schwaben als Kuddle.