Singen lernen: 6 Übungen von der Gesangslehrerin
Mit diesen sechs einfachen Übungen von Sängerin und Gesangspädagogin Michaela Wimazal-Hörmanseder klappts bestimmt mit dem Singen.
Mag. art. Michaela Wimazal-Hörmanseder ist Sängerin und Gesangspädagogin und unterrichtet seit dreizehn Jahren am Wiener Konservatorium für Kirchenmusik. Die Innviertlerin ist der festen Überzeugung: „Jeder und jede kann singen!“ und zeigt uns auch gleich wie.
1. Atmen und schnuppern
Stellen Sie sich aufrecht hin, mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Ziehen Sie die Schultern leicht nach hinten. Die Brust öffnen, den Kopf leicht anheben. Nicht überspannen, nicht unterspannen! Nehmen Sie sich genug Raum und atmen Sie ein und aus.
Einatmen durch die Nase, ausatmen durch den Mund. Das machen Sie in Ihrem gewohnten Tempo. Wenn Sie davon genug haben, schnuppern Sie, riechen Sie, staunen Sie. Und vergessen Sie dabei nicht aufs Ausatmen! Sie werden merken, dass Sie bald entspannter sind, vielleicht auch präsenter.
2. Zwerchfell anwerfen
Machen Sie „sch, sch, sch“, ein paarmal kurz und schnell hintereinander, also eher kraftvoll, nicht beruhigend.
Danach wiederholen Sie das mit einem stimmhaften Konsonanten. Da bietet sich etwa ein „W“ an oder auch ein „S“ – es soll auf jeden Fall so ähnlich klingen wie das Summen einer Biene.
Und wenn Sie das nicht nur zum Aufwärmen und Einsingen machen, sondern über den Tag verteilt in kleinen Einheiten, dann trainieren Sie Ihr Zwerchfell zusätzlich.
3. Theraband spannen
Wenn Sie beim Üben draufkommen, dass Ihr Körper die Spannung, die er fürs Singen braucht, (noch) nicht zur Gänze aufbauen oder halten kann, gibt es einen Trick.
Spannen Sie mit den Armen vor der Brust ein Theraband, etwa beim „sch, sch, sch“. So „pumpen“ Sie Ihr Zwerchfell quasi unterstützend stark.
4. Stimme schmieren
Um Ihre Stimme ein wenig auszuloten, eignen sich sogenannte Glissando-Übungen.
Also etwa ein herzhaftes „Schauuu!“ und „Jaaa!“ oder auch ein sehr erstauntes „Asooo!“ oder „Ahaaa!“. Sie beginnen mit dem Ton in Mittellage und gehen dann rauf. Oder Sie gehen in die andere Richtung, etwa mit einem Seufzen, um Ihre Tiefe zu öffnen. Die Übergänge zwischen den Tönen sind fließend, Sie schmieren sozusagen Ihre Stimme.
5. Kinderlieder singen
Zum Einsingen eignen sich auch Kinderlieder wie „Hänschen klein“ ganz wunderbar. Lassen Sie den Text weg und singen Sie auf „Lalala“ oder „Nja“ zur Melodie. Oder Sie miauen die Lieder wie eine Katze. Da können Sie wenig falsch machen – alles, was klingt, ist gut –, aber starten Sie konsequent immer in Mittellage und arbeiten sich von da nach oben oder unten vor. Andernfalls besteht die Gefahr, die Stimme zu überfordern.
Ein Marathonläufer wärmt sich ja auch auf, bevor er richtig loslegt. Alle diese Stimmübungen, natürlich gibt es davon mehr, haben das gleiche Ziel: Es geht ums Öffnen!
6. Kniebeugen machen
Gehen Sie beim Singen in die tiefe Hocke, stehen Sie wieder auf, strecken Sie sich durch, die Arme hoch in die Luft – und dann geht’s wieder runter in die Hocke.
Sie werden schnell spüren, wie Ihnen das Spannen und Entspannen der Muskeln dabei hilft, Ihren Körper als Instrument zu aktivieren.
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