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Bienenwissen von A bis Z: Die wichtigsten Begriffe für Imker

Wer neu in die Welt der Bienen eintaucht, begegnet vielen besonderen Fachbegriffen. Wir erklären sie in unserem Glossar einfach und anschaulich – und zeigen, wie faszinierend das Leben im Bienenstock ist.

Waben mit Bienen, Tiroler Braunelle (Urbiene), Kaunertal
Foto: Sebastian Gabriel
Waben mit Bienen, Tiroler Braunelle (Urbiene), Kaunertal

Was ist Apitoxin oder Bienenbrot, wofür brauchen Imker einen Schleier oder einen Stockmeissel? Hier finden Sie die wichtigsten Grundbegriffe der Bienenhaltung in einer übersichtlichen Tabelle.

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Kleines Abc rund um Honigbienen und die Imkerei

APITOXIN, das

das Gift der Honigbiene, eine allergene Eiweißmischung; in der Apitherapie bei Gelenks- und Muskel­ leiden verwendet, auch zur Hyposensibi­lisierung gegen Insektengiftallergien.

BEUTE, die

Bienenvolkbehausung, die vom Imker zu Verfügung gestellt wird. Es gibt verschiedene Typen: Magazinbeute, Bienenkorb, Warrébeute etc.

BIEN, der

Bienenvolkbehausung, die vom Imker zu Verfügung gestellt wird.

Es gibt verschiedene Typen: Magazinbeute, Bienenkorb, Warrébeute etc.

BIENENBROT, das

mit Bienenspeichel haltbar gemachter Pollen, der als Futter für Brut und Arbeitsbienen dient.

BIENENWACHS, das

Wachs für den Wabenbau; die Bienen sondern es in Plättchenform aus Wachsdrüsen ab.

BLÜTENSTET

Honigbienen sind – anders als Hummeln – blütenstet; sie konzentrieren sich jeweils auf die Blüten einer Pflanzenart, solange der Vorrat reicht. Deshalb sind sie für die Bestäubung so wichtig.

CARNICA-BIENE, die

die in Mitteleuropa häufigste Unterart der Honigbiene.

DROHNENSCHLACHT, die

Vertreibung der Drohnen (männlichen Bienen) aus dem Bienenstock, nachdem sie die Königin begattet haben.

FLUGKREIS, der

Der Flugradius sammeln der Bienen beträgt normalerweise zwei bis drei und maximal zehn Kilometer.

GELÉE ROYALE

auch Weiselfuttersaft; protein- und aminosäurenreiches Sekret aus speziellen Drüsen von Arbeitsbienen, das in den ersten drei Stadien alle Larven erhalten, danach nur noch die Königin.

HOCHZEITSFLUG, der

Begattungsflug der jungen Bienenkönigin, bei dem sie von bis zu 30 Drohnen in der Luft befruchtet wird.

HONIGBLASE, die

der Magen der Biene, in dem der gesammelte Nektar bzw. ➳ Honigtau durch Fermente in Honig umgewandelt wird.

HONIGTAU, der

zuckerhaltiger Saft, den blattsaugende Insekten wie Rinden- oder Blattläuse ausscheiden. Er wird von Honigbienen gesammelt und ist die Basis für alle Waldhonige.

NEKTARWERT, der

Wie gut sich eine Pflanze als Bienen-Nahrungsquelle eignet, wird auf einer Skala von 0 bis 4 nach Nektar- und Pollenreichtum angegeben; z. B. Weißklee: Nektarwert 4, Pollenwert 3.

ORIENTIERUNGSFLUG, der

Bienen machen ihn, wenn sie ihren Stock zum ersten Mal verlassen oder der Stock vom Imker an einen neuen Ort gebracht wurde.

POLLEN, der

eiweißreicher Blütenstaub, den die Bienen neben Nektar und Honigtau als Futter sammeln; ein Volk bringt es auf etwa 35 Kilo Pollen im Jahr.

POLLENWERT, der

➳ Nektarwert

PROPOLIS, die

wird auch Bienenharz oder Bienenleim genannt; von Arbeitsbienen an Knospen oder Baumwunden gesammelte harzige Substanz, die im Stock als Baumaterial verwendet wird und auch antibiotisch gegen Krankheitserreger in der ➳ Beute wirkt.

RÄHMCHEN, das

rechteckiger Holzrah­men, der vom Imker in die ➳ Beute eingehängt und von den Bienen mit ihren Waben ausgebaut wird.

SCHLEIER, der

weißer Hut mit Rundum-Schutznetz, den viele Imker bei der Arbeit mit den Bienen tragen.

SCHWÄNZELTANZ, der

von Karl von Frisch entdeckte und entschlüsselte Tanzsprache

der Bienen (auch der Rundtanz gehört dazu), mit der Entfernung, Richtung, Menge und Qualität einer Futterquelle an­ gezeigt werden

SCHWÄRMEN, das

Beim Schwärmen verlässt ein Teil des Bienenvolks mit der

Königin die ➳ Beute, um sich eine neue Wohnstatt zu suchen. Hauptschwarmzeiten sind Mai und Juni.

SCHLEUDERN, das

Beim Schleudern werden die reifen Honigwaben auf den ➳ Rähmchen in eine Zentrifuge gestellt, um den Honig herauszuschleudern.

SMOKER, der

zumeist kannenförmiges Metallgefäß mit Blasebalg zur Raucherzeugung.

Der Rauch dient dem Imker dazu, die Bienen während des Arbeitens am geöffneten Bienenstock ruhigzustellen.

STOCKMEISSEL, der

das universellste Imkerwerkzeug ist ein an einem Ende aufgebogener flacher Metallmeißel, mit dem z. B. die ➳ Zargen einer ➳ Beute voneinander getrennt oder ➳ Rähmchen herausgeholt werden können.

STOCK, der

die Gesamtheit eines Bienenvolks und der ➳ Beute, in der es lebt.

TRACHTPFLANZE, die

von Bienen zum Sammeln von Nektar und Pollen angeflogene Pflanze, oft auch als „Bienenweide“ bezeichnet. „Tracht“ leitet sich vom mittelhochdeutschen traht („was getragen wird“) ab und meint, was die Bienen an Honig in den Stock tragen.

WINTERTRAUBE, die

Die Bienen rücken im Stock zu einer kugeligen Traube zusammen, in der sie durch Vibration der Flügel Wärme erzeugen. Die Königin sitzt in der Mitte.

ZARGE, die

Zargen sind oben und unten offene Holz- oder Kunststoffkisten, aus denen gemeinsam mit Boden und Deckel eine Magazinbeute zusammengesetzt ist.

Wer nun Lust bekommen hat, noch mehr über das Leben der fleißigen Bestäuber zu erfahren, findet hier weitere spannende Einblicke und praktische Ideen rund um die Welt der Bienen.

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Häufige Fragen zu Bienen und deren Haltung

Welche Ausbildung braucht man, um mit der Bienenhaltung zu beginnen?

Für die Bienenhaltung ist in Österreich keine Ausbildung notwendig. Rechtlich vorgeschrieben ist nur, dass man sich beim zuständigen Veterinäramt als Bienenhalter eintragen lässt. Meldepflichtig ist auch der Standort an dem die Bienen gehalten werden. Die Bienenstände werden mit einer VIS-Nummer gekennzeichnet. Jedoch ist es auch als Hobby-Bienenhalter empfehlenswert sich ausbilden zu lassen. Ausbildung kann man beispielsweise bei den Landesverbänden für Bienenzucht oder bei diversen Imkerschulen machen.

Welcher Standort eignet sich für den Bienenstock?

Bienenstöcke sollten an sonnigen Plätzen stehen. Besonders wichtig ist, dass sie nicht von starken Windböen erfasst werden können. Außerdem gedeihen Bienenvölker besonders gut, wenn sie Zugang zu einer Wasserstelle besitzen. Beachten Sie, dass man in der Imkerei immer 3m Abstand zu Nachbargrundstücken einhalten muss.

Wo kann man Bienen kaufen?

Ableger oder ganze Bienenvölker werden in der Regel im Frühjahr erworben. Am Besten wenden Sie sich hierbei an ihren lokalen Imkerverein. Beachten Sie beim Kauf von Bienen, dass ein seriöser Verkäufer immer ein Gesundheitszeugnis beilegt.

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