Nachspeise

Gebackene Mäuse

Wenn Naschkatzen auf Mäusejagd gehen, tanzt der Germteig in der Pfanne und zergeht dann knusprig auf der Zunge. Ob im Fasching oder einfach so unter dem Jahr - gebackene Mäuse erinnern an die Kindheit und schmecken herrlich.

Gebackene Mäuse, Hefegebäck mit Rosinen und Zucker, Konfetti
Foto: Eisenhut & Mayer
 

Einbrennte Hund, Fledermaus, falscher Hase – die österreichische Küche liebt Wortspiele mit Tieren, darum finden sich auch gebackene Mäuse unter den traditionellen Nachspeisen. Ihren Namen haben sie ihrer Form zu verdanken. Klein, rund, sogar mit einem kleinen Teig-Schwanzerl. Dieses entsteht aus den letzten Teigtropfen, die sich nachziehen, wenn die Teiglinge mit einem Löffel ins heiße Fett eingelegt werden. 

  • Küchentechnisch gehören gebackene Mäuse zur Familie des Schmalzgebäcks: handliche, meist runde Teigstücke, in heißem Fett herausgebacken, auch als Krapfen bekannt. Erstmals erwähnt wurden sie im 9. Jahrhundert, allerdings in anderer Form.

  • Die ältesten Krapfenrezepte, wie wir sie heute kennen, stammen aus dem 15. Jahrhundert. Seit wann die ungefüllte, kleinere Version ihren tierischen Namen trägt, ist nicht genau bekannt. Früher waren gebackene Mäuse und die schmalzgebackenen Verwandten als Festtags-, aber vor allem als Faschingsgebäck begehrt, gerade rechtzeitig vor der mageren Fastenzeit.

  • Faschingskrapfen haben auch heute noch vor dem Aschermittwoch Hochsaison, den Mäusen hingegen gelang der Sprung ins Dessert-Repertoire. Sogar salzige Varianten, serviert mit Sauerkraut, sind mittlerweile bekannt.

  • Und falls man einmal zu viele gemacht hat (falls das überhaupt geht): Im Tiefkühler halten sie sich gut einige Wochen lang.

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MengeZubereitungszeitGesamtzeit
30 Stück1 Stunde1 Stunde
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Zutaten
500 gMehl
50 gRosinen
125 mlMilch
50 gZucker
2Eidotter
80 gButter
20 gGerm
1 ELRum
Salz
0.5 kgFett zum Herausbacken
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Zubereitung
  1. Germ in wenig lauwarme Milch einbröseln und 1 EL Zucker zugeben (= Dampfl).

  2. Mehl salzen, erwärmen, in eine warme Schüssel geben und in die Mitte ein Grübchen drücken. Da hinein das Dampfl leeren und ein bisschen einmischen. An einem warmen Ort stehen lassen, bis es zirka das doppelte Volumen erreicht hat.

  3. Restliche Milch und restlichen Zucker mit den Dottern verquirlen, mit der handwarmen Butter, den Rosinen und dem Vorteig zu einem glatten Teig verkneten. Eine gute halbe Stunde rasten lassen.

  4. Mit einem Esslöffel Nockerln herausstechen und im heißen Fett goldgelb backen.