Zwischen Tradition und Zukunft: Heimatleuchten in der Südsteiermark
Weingärten, Kürbisfelder, sanfte Hügel – und Menschen, die diese Landschaft mit Leidenschaft und Ideen gestalten. Richard Deutinger ist in der Südsteiermark unterwegs. Zu sehen am Freitag, dem 23. Oktober 2026, ab 20.15 Uhr bei ServusTV und ServusTV On.
Für „Heimatleuchten“ ist Richard Deutinger entlang der Sausaler Weinstraße, der Südsteirischen Weinstraße und der Schilcher Weinstraße unterwegs. An seiner Seite: Profi-Radsportler und Markenbotschafter David Schöggl. Gemeinsam erstrampeln sie sich grandiose Aussichtspunkte – und schauen von dort mit jungen Bäuerinnen und Bauern in die Zukunft. Denn die Fragen, die hier im Raum stehen, sind keine kleinen: Wie hält man Tradition am Leben, wenn sich das Klima verändert? Wie macht man einen Familienbetrieb fit für die nächste Generation? Und wie holt man das Beste aus Wein und Kürbis heraus, wenn die Sommer immer heißer werden?
Schilcher im Blut
Eine, die sich diese Fragen täglich stellt, ist Elisabeth Resch. Die 27-jährige Jungwinzerin und frischgebackene Sommelière ist im Herzen der Schilcher Weinstraße aufgewachsen – in Wildbach, dort wo der Blaue Wildbacher seine Wurzeln hat, die Grundlage des Schilchers. Das elterliche Weingut trägt die Geschichte der Familie, Elisabeth trägt die Zukunft. „Mein Papa ist der traditionelle Winzer und meine Mama der Kulinarik-Freak. Ich will beides miteinander verbinden“, sagt sie. Junge Menschen für ihre Welt zu begeistern ist ihr erklärtes Ziel – etwa bei Genuss-Wanderungen auf geheimnisvollen Pfaden, die sie gerne mit einem „Schilsecco“ ausklingen lässt.
Die Sendung „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr bei ServusTV zu sehen. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es auf servustv.com/heimatleuchten.
Steillagen, Biodynamik und eine Geschichte an der Grenze
An der Sausaler Weinstraße stehen die extrem steilen Weingärten für harte Arbeit, außergewöhnliche Weinqualität und gelebte Zusammenarbeit. Hannes Harkamp und seine Wegbegleiter zeigen, wie biodynamischer Weinbau, altes Wissen und eine neue Winzergeneration zusammenfinden. Alte Rebstöcke, die für Beständigkeit stehen – und gleichzeitig die Bereitschaft, sich dem Klimawandel anzupassen.
Wenige Kurven weiter, an der Südsteirischen Weinstraße, verkörpert Biowinzer Otto Knaus die emotionale Verbindung zur Heimat. Seine Erinnerungen an die einst streng bewachte Grenze zu Slowenien erzählen von Geschichte, Freiheit und Zusammengehörigkeit. Sein respektvoller Umgang mit der Natur zeigt, dass Weinbau weit mehr bedeutet als Traubenproduktion.
Das schwarze Gold der Steiermark
„Heimatleuchten“ ist auch auf der sogenannten Öl-Spur unterwegs. Bei Familie Pronnegg wird das steirische Kürbiskernöl gewonnen – jenes schwarze Gold, das die Region seit Generationen begleitet. Doch auch der Kürbis spürt den Wandel. „Der Kürbis ist eine Diva, sehr trockene Sommer setzen ihm zu“, sagt Martin Pronnegg. Der Betrieb rüstet sich deshalb mit Sorten, die besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen.
Eine Region, die von ihren Menschen lebt
Was alle Protagonisten verbindet – ob Jungwinzerin, Biobauer oder Ölmüller – ist die Überzeugung, dass die Zukunft der Südsteiermark von ihren Menschen abhängt. Ihre Geschichten machen drei zentrale Werte der Südsteiermark sichtbar: Tradition, Wurzeln und Zukunft.
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