Trinken

Holunderblütensaft

Gemischt mit Soda, als Beigabe zum Spritzer oder über Vanilleeis – selbst gemachter Hollersaft ist ein Gedicht.

Holunderblüten in einer Schale, Rezept
Foto: Eisenhut & Mayer

Jedem Haus soll ein Hollerbaum wachsen, heißt es, denn in der Wurzel würden jene guten Hausgeister wohnen, die Hof und Herd beschützen. Deshalb und natürlich wegen seiner Heilkraft sollten die Bäume bzw. Sträucher mit ihren schwarzen Beeren auch nie gefällt werden. Man kann nur ehrfürchtig den Hut vor ihnen ziehen.

Das Rezept für Holunderblüten-Saft

Für ca. 5 Liter

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ZubereitungszeitGesamtzeit
15 Minuten15 Minuten
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Zutaten
12Holunderblütendolden
5 lWasser
5Bio-Zitronen
600 gZucker
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Zubereitung
  1. Holunderblüten sauber schütteln. Zitronen waschen und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Zucker in der halben Wassermenge auflösen, in restliches Wasser Zitronen und Holunderblüten geben.
  3. Zirka 5 Tage an einem sonnigen Platz stehen lassen, öfter umrühren. Bilden sich Bläschen, den Saft durch ein Tuch abseihen und in Flaschen füllen. Hält gut verschlossen an einem kühlen Ort bis zu 2 Monate.
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Tipp: Wer gerne einen Sirup aus den Holunderblüten machen möchte, findet hier unser Rezept für Holunderblüten-Sirup.

Servus am Marktplatz
Passiertuch aus Leinen
Im Mühlviertel produziert die Weberei Vieböck dieses traditionelle Tuch zum Passieren von Marmeladen, Suppen, Säften, Topfen und vielem mehr. Material: Leinen Maße: 72 × 72 cm

Holler als Medizin

Früher wurde der Schwarze Holunder gerne als Hausapotheke des armen Mannes bezeichnet. Und bis heute finden nahezu alle Pflanzenteile des Tausendsassas in der Volksmedizin Verwendung. Frische Blätter werden auf entzündete Körperstellen aufgelegt, um die Hitze zu nehmen. Aus den Blüten wird schweißtreibender und daher entgiftender Tee hergestellt.

Und die Beeren, die nur gekocht genießbar sind, gelten als stärkend. Wir lieben den vielseitigen Holler aber nicht nur wegen dieser schützenden und heilsamen Eigenschaften, sondern auch wegen den unverwechselbaren Aromas seiner zarten, sternförmigen Blüten. Sobald im Spätfrühling die Dolden ihren würzigfrischen Duft verströmen, kann ein feiner Blütensirup angesetzt werden. Der macht’s dann möglich, dass wir das ganze Jahr über die herbe Süße des Frühlings schmecken können.

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