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Ausflüge

Wien wart auf di!

ServusTV „Heimatleuchten“ nimmt uns dieses Mal mit in die Landeshauptstadt Wien. Modernes Leben trifft in der Donaumetropole auf traditionsreiches Handwerk.

Das Wiener Schloss Belvedere in voller Pracht
Foto: Unsplash/Leyre
Schmankerltour in Wien: vom Schloss Belvedere bis zur Wiener Weinbergschnecke

Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es die besten Folgen "Heimatleuchten" hier auf einen Blick.

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Die charmante Hauptstadt Wien bietet weitaus mehr als imposante Bauten. Wir entdecken eine neue, frische Seite der Weltstadt, bei der modernes Leben und kreative Ideen Hand in Hand gehen.

Die Sendung „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr auf ServusTV zu sehen. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es auf servustv.com/heimatleuchten.

Wiener Austern und an G’spritzn, bitte!

Gemächlich geht es im 10. Wiener Gemeindebezirk zu, auf der Schneckenfarm von Andreas Gugumuck . Über 300.000 Weinbergschnecken kriechen auf seinem Hof umher. Die früher als „Wiener Auster“ bekannte Delikatesse zählt zu einem der ältesten Lebensmittel der Menschheit. Schon die Römer haben vor 2.000 Jahren das kulinarische Weichtier gezüchtet und bis ins 18. Jahrhundert galt Wien als Hochburg der Schneckenkultur. Der Pionier Andreas Gugumuck hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Hauptstadt dieses ressourcenschonende Lebensmittel wieder schmackhaft zu machen. Alles in geduldiger Handarbeit.

Andreas Gugumuck am Feld auf seiner Schneckenfarm
Foto: gugumuck.com/KarinNussbaumer
Genuss mit Wiener Gemütlichkeit: Bei Andreas Gugumuck geben Schnecken das Tempo vor.
Ich lebe meine Vision. Ich erzeuge ein ehrliches Produkt und kann damit auch andere Menschen glücklich machen.
Andreas Gugumuck, Schneckenzüchter

Ein Schluck Wien

Kaum zu glauben, aber innerhalb der Stadtgrenzen findet man rund 700 Hektar Rebfläche. Eines dieser Traditionsweingüter ist das von Stefan Fuchs-Steinklammer, der auch gerne ungewöhnliche Wege geht. So wird als Hommage an den 21. Wiener Gemeindebezirk ein gemischter Roter Satz mit 21 verschiedenen Rebsorten gekeltert oder der klassische G’spritzte beim Heurigen der Familie ohne Alkohol serviert.

Aber was is eigentlich a G’spritzter? Eine Person, die ein wenig verrückt ist, ein Glas Wein gemischt mit Mineralwasser oder ein Mensch, der viel Geld hat. Ganz klar, für den Wiener gibt es gleich drei Bedeutungen für ein und denselben Begriff.

Rund ums Kaffeehaus

Zeitungen liest man in Wien am liebsten gemeinsam mit einer duftenden Melange, am besten im schönen Ambiente eines alten Kaffeehauses. Und weil der Wiener es besonders gemütlich mag, studiert er auch seine Sonntagszeitung ganz bequem - zum Beispiel mit einem klassischen Zeitungshalter. Der junge Produktdesigner Thomas Poganitsch stellt in seiner kleinen Manufaktur die hölzernen Hilfsmittel her, so wie sie schon vor 100 Jahren gemacht wurden. Natürlich in Handarbeit.

Überlieferte Rezepte und die dazugehörige Geschichte weiß auch die Vorarlbergerin Viola Bachmayr-Heyda zu schätzen. Alt und verstaubt mag sie es jedoch gar nicht. In ihrem kleinen Café Viola in der Josefstadt interpretiert die gelernte Konditorin feinste Wiener Mehlspeisen kreativ neu. Dabei arbeitet die Zuckerbäckerin gern saisonal und kreiert schon mal eine Süßspeise aus übrig gebliebenen Resten.

I find’ ned, dass alles immer ganz dem Zeitgeist entspricht und dass alles so sein muss, nur weil’s immer so war.
Viola Bachmayr-Heyda, Konditorin

Recycling nach Wiener Art

Um Abfälle zu vermeiden und Ressourcen zu schonen, haben sich auch Manuel Bornbaum und Florian Hofer etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Der viele Kaffeekonsum der Wiener und der Kaffeesatz am Ende des Koffeingenusses sorgen für beträchtliche Abfälle und CO2-Ausstöße. Das Potenzial, aus dem Müll etwas Neues zu machen, haben die beiden Freunde erkannt und eine Lebensmittelproduktion der anderen Art gegründet. Sie züchten in ihrer Pilzmanufaktur Hut und Stiel Speisepilze mithilfe von Kaffeeresten - aus und mit einem Stück Wien quasi.

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