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Brauchtum

ServusTV: Von Fetznschädln und Schmotzgoggln in „Heimatleuchten“

Wie wird in Österreich in Mundart geschimpft, geflucht oder Süßholz geraspelt? Wie gesteht man sich die Liebe? Welche Ausdrücke sind in Vergessenheit geraten? Zu sehen am Freitag, 24. April 2026, ab 20.15 Uhr bei ServusTV und ServusTV On.

Hans Krumpmüller sitzt in einer Gaststube, hat eine Lesebrille auf der Nase sitzen und aufgeschlagene Bücher vor sich liegen.
Foto: ServusTV
Hans Kumpfmüller liebt es im Dialekt zu schreiben und das lernt er auch der nächsten Generation in seinen Schreibwerkstätten.

Emotionen kann man wohl nirgends so schön auf den Punkt bringen wie in der eigenen Mundart. Ob deftig schimpfen oder wortgewaltig anbandeln – die heimischen Dialekte bieten einen reichen Fundus an Gefühlsausdrücken. „Heimatleuchten” versucht jugendfrei zu bleiben und fühlt dem Phänomen Dialekt mit einer Portion Derbheit augenzwinkernd auf den Zahn.

  • „Fetznschädln und Schmotzgoggln“ – zu sehen am Freitag, 24. April 2026, ab 20.15 Uhr bei ServusTV und ServusTV On.

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„Dialekt ist einfach präzise und kompakt“, meint Hans Kumpfmüller. Der Innviertler Autor schreibt Dialektgedichte, zum Beispiel über das Schwein. „Die Sau bekommt dann plötzlich sehr menschliche Züge“, beschreibt er seine Verbindung zum geschriebenen Wort. Besonders reizt Kumpfmüller die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bei Schreibwerkstätten dürfen die Schüler und Schülerinnen dann „einfach mal drauf losschreiben, was ihnen durch den Kopf geht, ohne lästige Regeln“, verrät der sympathische Autor.

Dialekt ist einfach präzise und kompakt
Hans Kumpfmüller, Autor
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Sigrid Horn hat ihre Lieder immer schon im Dialekt geschrieben: „Es fühlt sich einfach richtig und authentisch an. Und zum Singen ist meine Mundart auch viel besser geeignet, weil sie weicher ist als das Hochdeutsche.“ Das Lieblingsschimpfwort der Mostviertlerin ist übrigens „Schneebrunzer“. Ihre Erklärung: „In den weißen, unbefleckten Schnee zu pinkeln und alles schiach zu hinterlassen – nichts beschreibt die asoziale Haltung einer Person besser!“

Sigrid Horn sitzt auf einem Sofa zugedeckt und schreibt in ein Buch
Foto: ServusTV
Sigrid Horn schreibt am liebsten ihre Lieder in Mundart – das klingt viel runder.

Von der Innviertler Volksschule, übers Mostviertel bis zum Pinzgauer Volksfest: Die Sendung begibt sich auf eine unterhaltsame Spurensuche in verschiedene Regionen des Landes.

Lehrerin und Kinder in einem Klassenzimmer, die Lehrerin erklärt etwas, sitzt zwischen den Kindern am Tisch, ein Bub schreibt etwas in ein Heft, der andere hört zu.
Foto: ServusTV
Zu Gast in der Volksschule in Tarsdorf

Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es ab sofort die besten Folgen „Heimatleuchten“ hier auf einen Blick.

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