Garten

Garten: Was im August zu tun ist

Im Spätsommer werden manche Gemüsesorten noch gepflegt, der „Frühling“ eingepflanzt, Blütenstauden kurz geschnitten und die letzte Rasenpflege steht an.
Lauch (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
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1. Gemüsegarten

Salat pflanzen (Bild: Thinkstock)
Foto: Thinkstock
Wer jetzt noch Pflücksalat, Kopfsalat und Mangold pflanzt, kann sie spät im Herbst auch ernten.
  • Letztes Einpflanzen. Der letzte Pflanztermin für Nachkulturen ist gekommen. Bunte Pflücksalate, Kopfsalat, Eissalat, Endivien, Mangold und Rettich können dann noch spät im Herbst geerntet werden.
  • Paradeiser mäßig gießen. Bei zu hohen Wassergaben können die Früchte platzen, daher sollten Tomaten nicht gegossen werden, wenn es kühl und feucht ist.
  • Zucchini ernten. Sobald die Früchte eine Größe von ca. 20 Zentimeter erreicht haben.
  • Lauch anhäufeln. Lauch zur Bildung eines langen weißen Schaftes Anfang des Monats noch einmal anhäufeln.
Lauch (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Damit der Lauch einen langen weißen Schaft bilden kann, sollte er Anfang August angehäufelt werden.
  • Tomate und Paprika stutzen. Für ein gutes Ausreifen der letzten Früchte sollten bei Paprika und Paradeiser die Triebspitzen gekappt werden.
  • Petersilie säen. Durch eine Aussaat im August wächst Petersilie sehr zügig und Parasiten haben kaum eine Chance, ihn zu befallen. Im folgenden Frühjahr sind die Pflanzen bereits kräftig genug, um sich zu behaupten.
  • Sellerie freilegen. Freigelegte Sellerieknollen wachsen besser. Die Wurzeln beim Entfernen der Erde um die Knolle nicht beschädigen. Sellerie braucht für gesundes Wachstum viele Nährstoffe.
  • Mais rechtzeitig ernten. Sobald die Kolben prall und die Narbenfäden braun sind. Verpassen Sie den Zeitpunkt nicht, sonst schrumpfen die Körner, werden zäh und verlieren ihren süßen Geschmack.
Mais ernten (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Wenn die Maiskolben prall und die Narbenfäden braun sind, dann sind sie bereit für die Ernte.

Gründüngung stärkt den Boden: Manche Beete sind bereits abgeräumt, doch der Boden sollte nicht unbedeckt bleiben. Die Aussaat bestimmter Pflanzen lockert das Erdreich, bringt Nährstoffe ein und schützt vor Verdunstung, Erosion und Unkräuter. Schmetterlingsblütler wie Lupinen, Bohnen oder Inkarnat-Klee können mithilfe bestimmter Bakterien Stickstoff aus der Luft binden und damit den Boden düngen. Als schützende Winterdecke eignen sich Bienenfreund, Vogerlsalat und Winterwicke.

2. Obstgarten

Pfirsichbauem (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Nach der Ernte verdient der Pfirsichbaum einen Schnitt.
  • Pfirsichbaum pflegen. Zu dicht stehende Äste beim Pfirsichbaum gleich nach der Ernte auslichten.

3. Blumen & Pflanzen im Garten

Zwiebelblumen setzen (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Damit Tulpen, Krokusse und Narzissen im Frühling schön aufblühen, sollten sie jetzt schon eingepflanzt werden.
  • Den Frühling einpflanzen. Krokusse, Narzissen, Hyazinthen und Tulpen kommen nun in die Erde. Faustregel bei der Pflanzung: Zwiebeln doppelt so tief in die Erde stecken, wie sie hoch sind. Übrigens: Mitte bis Ende August ist auch die ideale Pflanzzeit für Pfingstrosen und Clematis.
  • Nicht zu viel Rasenmähen. Den Rasen nach einem Urlaub stufenweise in mehreren Mähdurchgängen auf ca. fünf Zentimeter zurückschneiden. Und bei sehr hohen Temperaturen nicht zu kurz mähen, sonst verbrennen die Halme. Durch den höheren Schnitt kann sich die Feuchtigkeit länger im Boden halten.
  • Mit Maß düngen. Überdüngung hemmt das Wurzelwachstum und führt oft sogar zu indirektem Nährstoffmangel, weil das Überangebot eines Nährstoffs die Aufnahme eines anderen blockieren kann. Ab August sollten mehrjährige Pflanzen nicht mehr gedüngt werden, damit die Triebe gut ausreifen und winterfest werden.
Rasen rechen (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
Im August sollte der Rasen noch einmal vertikutiert werden.
  • Letzte Rasenpflege. Beim Vertikutieren mit dem Rechen reißt der Rasenfilz, tote Wurzeln werden entfernt, und der Boden wird durchlüftet. Die entstandenen Lücken kann man mit Sand auffüllen.
  • Stauden stützen. Hoch wachsende Stauden sollte man laufend stützen und anbinden. Abgeschnittene Zweige von Sträuchern eignen sich gut dafür, und sie sehen natürlich aus.
  • Sommerflieder stutzen. Schmalblättriger Sommerflieder (Buddleja alternifolia) wird jetzt nach der Blüte geschnitten.
  • Für den Herbst vorsorgen. Damit der Garten auch im Herbst prächtig aufblüht, können Sie Anfang August Zwiebelpflanzen wie Herbstzeitlosen, Herbstkrokusse oder Steppenkerzen setzen.
  • Blütenstauden schneiden. Staudenphlox, Duftveilchen und Prachtkerze jetzt kurz über dem Boden abschneiden, damit sie nächstes Jahr üppiger ausblühen.
  • Samen ernten. Wenn man jetzt die reifen Samen von Ein-­ und Zweijährigen sowie Stauden sammelt, ist ein üppiges Blütenmeer für den nächsten Sommer vorbereitet.
  • Hecken schneiden. Nach dem ersten Schnitt im Juni erfolgt Mitte August der zweite. Die Hecke sollte im Querschnitt oben schmäler als unten sein. Diese Form fördert dichten Wuchs.
Oleander (Bild: Michaela Gabler)
Foto: Michaela Gabler
Solange der Oleander blüht, sollte er nicht geschnitten werden.

Wenn der Oleander wieder blüht: Der Oleander fühlt sich wohl, wenn sein Kopf in der Sonne und seine Füße im Feuchten sind. Die Möglichkeit ihn zu viel zu gießen besteht kaum. Solange er blüht, sollte er nicht geschnitten werden. Danach entfernt man jedes Jahr einen alten Ast aus dem Inneren des Strauches, um für Erneuerung zu sorgen. Sollte die Blühfreudigkeit einmal nachlassen, am besten querstehende und überhängende Äste bis ins alte Holz zurückschneiden.

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