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Garten

Insektenhotel-Ideen: So fühlen sich Nützlinge im Garten wirklich wohl

Igel, Marienkäfer oder Florfliege sind ein bisschen wie Heinzelmännchen. Sie nehmen uns einen Haufen Arbeit ab und halten Schädlinge in Schach. Wir zeigen Ihnen, wie sich mit unseren Insektenhotel-Ideen Nützlinge im Garten so richtig wohlfühlen.

Garten, Gartengestaltung, Insektenhotel Ideen
Foto: Pixabay
Bei einem Insektenhotel, dürfen ruhig alte Materialien nochmal zum Einsatz kommen.

Wissenswertes über Insektenhotels und Nützlinge im Garten:

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1. Warum lohnt sich ein Insektenhotel im Garten?

Schädlinge werden erst dann wirklich zum Problem, wenn ihre natürlichen Gegenspieler fehlen. Wer Nützlingen gute Lebensbedingungen schafft, hält das Gleichgewicht im Garten aufrecht – ganz ohne chemische Mittel. Ein Insektenhotel bietet Insekten Nistplätze, Überwinterungsquartiere und Rückzugsorte und ist damit eine der einfachsten Maßnahmen für einen gesunden Garten.

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Das spricht für ein Insektenhotel:

  • Natürliche Schädlingsbekämpfung ohne Pestizide

  • Lebensraum für Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer und viele weitere Nützlinge

  • Alte Materialien lassen sich hervorragend weiterverwenden

  • Einfach selbst zu bauen, auch mit Kindern

2. Welche Nützlinge helfen im Garten – und wogegen?

Die fleißigsten Helfer im Garten sind oft die unauffälligsten. Die folgende Übersicht zeigt, welche Nützlinge wie nützlich sind:

Nützling

Frisst / bekämpft

Besonderheit

Marienkäfer

Blattläuse

Frisst bis zu 150 Blattläuse pro Tag; seine Larve bis zu 800 in der Entwicklungszeit

Ohrwurm

Blattläuse

Nachtaktiv; bis zu 120 Blattläuse pro Nacht

Laufkäfer

Schnecken, Engerlinge, Drahtwürmer, Kartoffelkäfer

Bodenlebewesen, lebt in Laubschichten

Florfliege & Larve

Blatt-, Blut- und Schildläuse

Überwintert gerne in geschützten, roten Florfliegenkästen

Schwebfliegenlarve

Blattläuse

Sucht hohle Pflanzenstängel zum Überwintern

Räuberische Wanze

Spinnmilben, Blattläuse

Lebt in Wildgehölzhecken

Hummel

Bestäuberin

Bestäubt rund 4.000 Blüten

Igel

Insekten allgemein

Einer der fleißigsten Insektenfresser; nachtaktiv

Tipp: Wenn auf Rosenknospen Blattläuse sitzen, gilt: ruhig bleiben. Ein erwachsener Marienkäfer findet die befallenen Pflanzen von selbst – und erledigt das Problem rasch.

3. Wo im Garten leben Nützlinge noch außer im Insektenhotel?

Ein Insektenhotel ist eine wertvolle Hilfe, aber kein Ersatz für naturnahe Strukturen im Garten. Viele Nützlinge brauchen zusätzliche Lebensräume:

  • Wildgehölzhecken bieten Nistplätze für Vögel und, in der Laubschicht am Boden, Schutz für Laufkäfer und Wanzen.

  • Totholzhaufen aus Wurzelstöcken und Ästen sind wertvolle Rückzugsorte für viele Insekten.

  • Trockenmauern und Steinhaufen sind bevorzugte Lebensräume für Eidechsen, Blindschleichen und Feuersalamander – die ihrerseits Schnecken und deren Eier fressen.

  • Laubhecken und Reisighaufen bieten Igeln Unterschlupf, Überwinterungsquartier und Brutplatz.

  • Hohle Pflanzenstängel von Stauden und Gräsern, die im Herbst stehen bleiben, werden von Schwebfliegen als Winterquartier genutzt. Nicht alle Stauden im Herbst zurückschneiden.

  • Brennnesselecken sind Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen, etwa des Tagpfauenauges.

  • Dachböden und Schuppen werden von Florfliegen als Winterquartier geschätzt.

  • Marienkäfer überwintern unter Steinen, Laub oder in dichten Grasbüscheln.

4. Was gehört in ein Insektenhotel? Die richtige Inneneinrichtung

Insekten lieben Hohlräume, Löcher und Ritzen. Die Materialien für das Innere eines Insektenhotels sollten unbehandelt und möglichst naturbelassen sein. Alte Materialien dürfen dabei ruhig ein zweites Leben bekommen.

Geeignete Füllmaterialien:

Material

Details

Pflanzenstängel

Schilf, Holunder, Brombeere, Rose, Bambus, Sonnenblume, Distel, Forsythie; Durchmesser 2–10 mm; Länge entspricht der Hoteltiefe

Hartholzstücke

Buche, Eiche, Esche oder Apfel; angebohrt mit Löchern von 0,3–1 cm Durchmesser und 3–10 cm Tiefe; Bohrtiefe ca. zehnmal so tief wie der Durchmesser; Mindestabstand zwischen Löchern: 2 cm

Totholzstücke

Möglichst aus dem Wald, gerne mit Fraßgängen früherer Bewohner

Tonziegel

Mit Löchern, Durchmesser 0,3–1 cm

Florfliegenkästen

Rot gestrichen, mit jalousieartigen Einflugrippen; Innen mit Stroh gefüllt

Inspirationen für Insektenhotels von unseren Gartenbesuchen aus dem Servus-Magazin.

5. Tabu im Nützlingsgarten: Warum Pestizide das Ökosystem zerstören

Wer Nützlinge fördern möchte, muss auf jegliche Pestizide verzichten – auch auf den einmaligen Einsatz. Denn wo es kein Futter gibt, kommen keine Nützlinge. Ein einziger Pestizideinsatz unterbricht die natürliche Nahrungskette und zerstört das aufgebaute Gleichgewicht im Garten. Ein stabiles, intaktes Ökosystem stellt sich nur dann ein, wenn Nützlinge dauerhaft gute Bedingungen vorfinden: Nahrung, Nistplätze und Rückzugsorte.

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