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Wie sieht ein Bienenstock von innen aus?

Wenn’s Frühling wird, beginnt die Luft zu summen und zu brummen. Besonders munter unterwegs sind jetzt die Bienen. Wir schauen, wo sie wohnen und was sie alles zu tun haben!

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Foto: Pixabay
Außen scheint alles ruhig, drinnen wird fleissig gearbeitet.

Das Bienen-Zuhause

So schaut ein Bienenstock aus: von einem Imker, also einem Bienenzüchter, aus Holz gefertigt, mit einem wasserdichten Dach und leeren Holzrahmen, in denen die Bienen ihre Waben bauen können. Meist hat ein Bienenstock zwei bis drei solcher Holzrahmenreihen übereinander, damit die Insekten genug Platz zum Bauen und Honigsammeln haben. Bis zu 50.000 Bienen leben hier.

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Das Flugloch

Ganz unten im Bienenstock brauchen die Bienen nur einen engen Spalt, um ein­ und ausfliegen zu können. So sind sie auch besser vor Räubern geschützt – wie etwa vor Wespen, Mäusen oder gar Bären. Und wenn rundherum noch eine bunt blühende Wiese, ein paar Obstbäume, Wasser und Wald sind, dann fühlen sich Bienen so richtig wohl – und machen den besten Honig.

Sechseckig und stabil

Bienen sind tolle Baumeister: Innerhalb nur einer Woche wird aus einem leeren Holzrahmen eine wunder­schöne Wabenwand. Das Wachs dazu kommt aus den körpereigenen Drüsen. Die Waben sind entweder Vorratskammer für den Nektar, der später unser Honig wird – oder Bienen-Wohnzimmer, in denen der Nachwuchs, von den anderen in Ruhe umsorgt, heranwachsen kann.

Lang lebe die Königin

Ein Bienenvolk besteht aus einer Königin, ein paar hundert männlichen Drohnen und vielen tau­ senden Arbeiterinnen. Die Königin lebt bis zu fünf Jahre lang, die meisten Arbeiterinnen werden nur 40 tage alt. Die Königin ist die einzige Biene, die ein Leben lang Eier legen kann. Der Imker zeichnet ihr meist einen farbigen Punkt auf den Brustpanzer, um sie im Gewimmel schneller zu finden.

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Foto: Pixabay
Wabe für Wabe befüllen die braun-gelben Brummer mit Honig.

Saugen und bestäuben

Eine Honigbiene bei der Arbeit: Mit dem Rüssel saugt sie den süßen Löwenzahn­-Nektar in einen eigenen Honigmagen. Im Bienenstock würgt sie den Nektar wieder heraus – als Nahrung für das eigene Volk oder als Honig für uns. Die weißen Punkte auf dem Haarkleid sind auch wichtig: Das sind winzige Pollen, die sie auf ihrem Flug von Blüte zu Blüte verteilt und mit denen sie die Pflanzen bestäubt.

Mit vollen Pollenhosen

Schwer bepackt fliegt eine Biene zurück in den Bienenstock. Die gelbe Ladung an den Hinterbeinen ist in den sogenannten Pollenhöschen gut verstaut. Die gesammelten Blütenpollen sind vor allem eine wichtige Nahrung für die heran­wachsenden Bienen.

Vom Ei zur Königin

Die gelben Waben sind auch Kinderzimmer. Die Königin legt dort ihre Eier hinein, die wie weiße Stifte aussehen. Daraus wachsen Larven, die sich später strecken, zu fertigen Bienen heranwachsen und aus der Wabe schlüpfen. Ob aus einer Larve eine Königin wird, hängt davon ab, ob sie die ganze Zeit mit einem besonders nahrhaften Futter – dem sogenannten Gelée Royale – gefüttert wird.

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