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Tiere

Was wäre die Welt ohne Bienen

Das Bienensterben hat massive Auswirkungen auf die Natur - und damit auf uns. Was, wenn die Biene verschwindet?

Biene sitzt am Lavendel (Foto: Unsplash)
Foto: Unsplash
Wie wir es lieben, wenn es summt & brummt.

1. Große Sorge um die kleinen Weltverbesserer

Intensive Nutzung von Agrarlandschaften, Schädlingsbekämpfungsmittel, genveränderte Saaten, Parasiten und Blütenmangel setzen Bienen weltweit zu. Vor allem die Europäische Honigbiene gilt als gefährdet. Wildbienen können nicht an ihre Stelle treten, wenn auch ihre natürlichen Lebensräume durch Monokulturen ersetzt werden.

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2. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna

Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Dieses Zitat wird Albert Einstein zugeschrieben. Tatsächlich hätte das globale Sterben der Bienen massive Auswirkungen auf Flora und Fauna – und damit auf uns. Es ist eine Illusion zu glauben, im 21. Jahrhundert wären wir dank Technik unabhängig von der Natur.

3. Weniger Ertrag für die Landwirtschaft

Ohne Bienen drohen massive Engpässe in der Nahrungsmittelproduktion. Denn sie produzieren nicht nur wertvollen Honig, sondern bestäuben alle Arten von Nutzpflanzen und Bäumen. Die Bestäubung der Frühjahrsblüher (Obst) ist fast zu 100 Prozent ihrer Arbeit zu verdanken. Forscher haben errechnet, dass ohne Bienen europaweit Ernteverluste von 150 Milliarden Euro drohen; der Wert ihrer Bestäubungsarbeit, die Bauern dann selbst durchführen müssten, bezifferten sie mit rund 300 Milliarden Euro. Ein Birnbaum etwa würde ohne Bienenbestäubung 45 Kilo Ertrag bringen, mit Bienenbestäubung 156 Kilo.

4. Die Zukunft unseres Speiseplans

Es würde zwar noch Weizen und andere Getreidesorten geben und somit Brot, Teigwaren und Bier. Aber von den Früchten, dem Gemüse und selbst der Baumwolle bliebe ohne Bestäubung nicht viel übrig. Denn 70 der 100 wichtigsten Nutzpflanzen sind darauf angewiesen, von Bienen angeflogen und befruchtet zu werden. Und diese Arten sind noch dazu für etwa 90 Prozent der weltweiten Nahrungsproduktion verantwortlich. Was es noch gäbe, wäre rar und teuer; selbst die Preise für Fleisch und Milchprodukte würden steigen, weil wichtige Pflanzen zur Fütterung des Viehs knapp werden – Luzerne und Klee etwa.

5. Geht’s den Bienen gut, geht’s uns Menschen gut 

Fast ein Drittel der Nahrungsmittel, die ein Mensch zu sich nimmt, ist auf die Bestäubung durch Bienen zurückzuführen, schreiben Alison Benjamin und Brian McCallum in ihrem Buch „Welt ohne Bienen“ (Fackelträger Verlag, 20,60 Euro). Eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg belegt, dass Kulturpflanzen mit dem höchsten Anteil an Fetten und Vitaminen A, C und E sowie einem hohen Anteil an Calcium, Fluorid und Eisen besonders von der Bestäubung profitieren. Entstehen Bestäubungsdefizite, wirkt sich das unmittelbar auf die Qualität der menschlichen Ernährung und damit auf die Gesundheit aus. Wissenschaftler schätzen, dass mit dem Verschwinden der Bienen bis zu 40 Prozent einiger durch Pflanzen bereitgestellter, essenzieller Nährstoffe verloren gehen könnten.

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