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Garten

Rhododendron richtig schneiden: Die wichtigsten Tipps für eine prächtige Blüte

Einmal im Jahr die abgeblühten Blütenstände entfernen – das ist die wichtigste Pflegemaßnahme beim Rhododendron. Gartenexperte Robert Lhotka von der Garten Tulln erklärt, was dabei zu beachten ist.

Rhododendron-Blüte
Foto: Thinkstock
Prachtvolle Blüten in den schönsten Rosa-Tönen.

1. Wie viel Schnitt braucht ein Rhododendron?

Weniger als man denkt. Robert Lhotka von der Garten Tulln erklärt, warum: „Sie sind durch die Erziehung in der Baumschule meistens sehr kompakt und gleichmäßig.“ Um diese Form zu erhalten, reicht es, den Strauch alle paar Jahre ein wenig zurückzuschneiden. Wer dazu noch jährlich eine Maßnahme konsequent umsetzt, kommt damit sehr weit: das Entfernen der abgeblühten Blütenstände.

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Das Video entstand mit freundlicher Unterstützung von Natur im Garten und Die Garten Tulln.

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2. Abgeblühte Blüten entfernen – die wichtigste jährliche Pflegearbeit

  • Die abgeblühten Blütenstände werden einfach herausgebrochen oder abgezwickt – das ist die zentrale jährliche Pflegemaßnahme beim Rhododendron.

  • Der Grund dahinter ist botanisch: Der Rhododendron bildet seine Blütenansätze für das kommende Jahr bereits im laufenden Jahr. Wer die alten Blütenstände rechtzeitig entfernt, gibt den neuen Trieben genug Zeit und Kraft, um bis zum Herbst neue Blütenansätze zu entwickeln.

3. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Schnitt?

Der Zeitpunkt hängt davon ab, was man vorhat:

Maßnahme

Zeitpunkt

Abgeblühte Blütenstände entfernen

Direkt nach der Blüte

Formschnitt / kleinere Korrekturen

Ende Mai bis Anfang Juni (direkt nach der Blüte)

Kräftiger Verjüngungsschnitt

Zeitig im Frühjahr, beim Austrieb

  • Für kleinere Schnittmaßnahmen gilt: direkt nach der Blüte ist der ideale Moment – je nach Sorte Ende Mai bis Anfang Juni. So bleiben dem Strauch die restlichen Sommermonate, um neue Triebe und Blütenansätze zu bilden.

  • Für einen kräftigeren Verjüngungsschnitt empfiehlt Robert Lhotka den Zeitpunkt des Austriebs: „beim Austrieb, also zeitig im Frühjahr.“

4. Rhododendron verjüngen: So gelingt der Rückschnitt

Beim Verjüngungsschnitt wird der Rhododendron kräftig zurückgenommen – der richtige Zeitpunkt dafür ist zeitig im Frühjahr beim Austrieb. Wer danach ins Innere des Strauchs schaut, findet dort meist kahle Äste.

Das ist kein Grund zur Sorge: Im Inneren des Strauchs kommt schlicht zu wenig Licht an, weshalb sich dort keine Blätter halten. Mit regelmäßigem, kräftigem Gießen treibt der Rhododendron nach wenigen Wochen wieder buschig aus.

5. Schneidwerkzeug desinfizieren: Warum das so wichtig ist

Bevor man zum Schnitt ansetzt, sollte das Werkzeug desinfiziert werden – und zwar bei jedem Schnitt, ob kleiner Formschnitt oder größere Verjüngung. Robert Lhotka erklärt: „Das Schneidwerkzeug muss man desinfizieren, damit sich Bakterien und Krankheiten in der Pflanze nicht ausbreiten können.“ Ein einfacher Schritt, der viel Schaden verhindern kann.

6. Standort und Boden: Was Rhododendron zum Gedeihen braucht

  • Wer seinen Rhododendron gut versteht, kann ihn auch besser pflegen. Rhododendren stammen ursprünglich aus dem Unterwuchs und von Waldrändern – „sie brauchen Schatten oder Halbschatten“, so Robert Lhotka. Die Bodenfeuchte sollte gleichmäßig sein: nicht staunass, aber auch nicht völlig trocken.

  • Das Vorbild für den idealen Boden ist der Waldboden: Oben liegt immer organisches Material – Laub, Äste, verrottendes Pflanzenmaterial. Das hält den Boden in einer gleichmäßigen Feuchtigkeit. Wer Herbstlaub oder Hackschnitzel unter seinen Rhododendren aufbringt, kommt diesem Ideal sehr nahe – und fördert gleichzeitig den sauren Boden, den Rhododendren brauchen. „Rhododendren stammen nicht aus Moorflächen.“

  • Die nötige Bodenssäure entsteht durch den Humusanteil: Verrottendes Laub unter Bäumen bildet Säuren – genau das ist der natürliche Lebensraum des Rhododendrons.

  • Für die Kultur im Topf oder Kübel gibt es im Fachhandel torffreie Erden, die für Moorbettpflanzen geeignet sind. Das Natur im Garten Gütesiegel weist auf entsprechende Produkte hin.

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