Garten

Das Tomaten-Jahr: Vom Saatkorn zur Frucht

Was man bei Anzucht, Bestäubung, Wässern und Ernte von Tomaten beachten sollt. Tipps vom pannonischen Paradeiser-Kaiser Erich Stekovics.

Tomaten, Garten
Foto: Lewis Wilson/Unsplash
Damit die eigene Tomatenernte klappt, gibt es ein paar wichtige Regeln zu befolgen.
Foto: Lewis Wilson/Unsplash

Anzucht

Das Tomaten-Jahr beginnt im März mit dem Samenanbau in nährstoffarmer Anzuchterde. Zwei, drei Wochen später pikiert man die kräftigsten der Keimlinge und setzt sie einzeln in 1-Liter-Anzuchttöpfe. Mit den ersten wärmeren Tagen im April kommen die Jungpflanzen zum Abhärten für einige Sonnenstunden pro Tag hinaus.

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Garten, Tomatenpflanze
Foto: Markus Spiske/Unsplash
Die Jungpflanzen von Paradeisern dürfen erst nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) ausgesetzt werden.

Aussetzen & bestäuben

Rund sieben Wochen nach der Aussaat und keinesfalls vor den Eisheiligen Mitte Mai kann man die Tomaten-Jungpflanzen hinaussetzen. Die Bestäubung der Blüten übernehmen Wind und Insekten. Gelegentliches zartes Schütteln der Blütenstände hilft ebenfalls. Eine gute Erdmischung für Tomaten ist: ein Drittel Gehäckseltes am Topf-Pflanzlochboden, darüber zwei Drittel einer Mischung aus Kompost und reifem Pferdemist.

Garten, Tomaten, Glashaus
Foto: Zanda Photography/Unsplash
Nur bei Glashausparadeisern werden die Pflanzen ausgegeizt.

Ausgeizen & Gießen

Das oft empfohlene Ausgeizen, sprich Ausbrechen der Achseltriebe, ist nur bei Glashausparadeisern ratsam, die in die Höhe wachsen sollen. Ansonsten kann man getrost darauf verzichten, rät Tomatenexperte Erich Stekovics. Oft schwäche man die Pflanze dadurch mehr, als man an reicherer Ernte gewinne. Zu Zurückhaltung rät er auch beim Gießen: „Pro 50-Liter-Topf mit einer Pflanze empfehle ich fünf bis zehn Liter Wasser in der Woche abzüglich Regenwasser. Im Freiland kann man meist ganz aufs Gießen verzichten.“

Garten, Tomaten, Gießen
Foto: Markus Spiske/Unsplash
Tomatenpflanzen sollte man eher zurückhaltend gießen.

Tomaten-Ernte

Die Ernte beginnt, je nach Tomatensorte, Ende Juni und dauert bis in den November. Samen gewinnt man am besten von den allerersten ausgereiften Früchten einer Pflanze. Man kratzt die mit Gelee ummantelten Samen mit einem Löffel heraus, trocknet sie rund eine Woche auf einem Kaffeefilter oder einer saugenden Küchenrolle und bewahrt sie in beschrifteten Papiersäckchen auf. Tomaten brauchen vollsonnige Standorte. Regnet es mehr, zieht man Topftomaten am besten an überdachten Südwänden, etwa unter dem Balkon.

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