Rosen richtig schneiden

Auch wenn es schwerfällt: Rosensträucher gehören im Frühjahr ordentlich zurückgeschnitten.
Rosen richtig schneiden (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
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Wenn die Forsythien blühen, ist die richtige Zeit für den Rückschnitt der Rosensträucher gekommen. Dieser hat das Ziel, die Pflanzen zu neuem, kräftigem Austrieb anzuregen. Dabei schneidet man zwei bis drei Millimeter über einem Triebauge.

Richtig Rosen stutzen. (Bild: Bernd Ertl)
Foto: Bernd Ertl

Öfter blühende Strauchrosen werden sogar auf ein Drittel ihrer Länge zurückgeschnitten. Verblühtes wird kontinuierlich entfernt, um neue Knospenbildung zu fördern. Dazu den Blütenstiel 5 bis 8 mm über dem ersten Blatt, in dessen Achse eine gut entwickelte, nach außen zeigende Knospe sitzt, stutzen. Dabei immer schräg nach unten von der Knospe weg schneiden. Bleistiftdicke Triebe treiben meist besonders kräftig wieder aus.

Einmal blühende Rambler-, Kletter- und Wildrosen werden allerdings nur ausgelichtet. Dazu schneidet man überalterte, stark verästelte oder abgestorbene Triebe direkt an der Basis weg.

Rosen auslichten (Bild: Bernd Ertl)
Foto: Bernd Ertl

Der richtige Schnitt

Beim Rosenschnitt gilt die Regel: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Im Grunde gibt es zwei Zeiträume, die eine Gartenschere erfordern: das zeitige Frühjahr und die Blühphase, in der aber nur verwelkte Blüten ausgeschnitten werden, um eine eventuelle Zweitblüte zu fördern.

Rosen richtig stutzen. (Bild: Bernd Ertl)
Foto: Bernd Ertl

Damit Beetrosen alljährlich mit blütenreichen Trieben durchstarten, sollte man sie im März gleichmäßig stutzen. Keine Angst vor forschen Schnitten: Man belässt an den beschnittenen Trieben jeweils nur zwei bis fünf Augen; im Endeffekt sollte der Rosenstrauch ein harmonisches Bild ergeben, ähnlich der Saftwaage bei Obstbäumen.

Damit schlafende Augen austreiben

Wildrosen und historische Rosen kann man getrost sich selbst überlassen. Beetrosen jedoch werden – sobald die Forsythie blüht – gestutzt. Im Herbst sollte dieser Schnitt nicht erfolgen: Die Triebe sind frostempfindlich und würden zurück frieren. Jetzt aber wird die schützende Erde abgehäufelt und jeder Trieb auf zwei bis drei, höchstens fünf Augen zurückgeschnitten.

Rosen so schneiden, dass schlafende Augen austreiben. (Bild: Bernd Ertl)
Foto: Bernd Ertl

Bei Edelrosen, auch Teehybriden genannt, belässt man ebenfalls zwei bis drei, bei Floribunda- oder Polyantharosen besser mehr, etwa drei bis fünf Augen. Die oberste Knospe sollte auch hier nach außen gerichtet sein. Abgestorbene Triebe und zu viele dicht nach innen wachsende Zweige auslichten, das heißt: ganz entfernen.

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