Kübelpflanzen richtig schneiden
Noch bevor Kübelpflanzen ihre Winterquartiere verlassen dürfen, sollten sie einen ordentlichen Frühlingsschnitt verpasst bekommen, damit sie in der neuen Gartensaison wieder kräftig anwachsen können.
Bei milder Witterung können robuste Kübelpflanzen aus dem Winterquartier ins Freie übersiedeln. Bestenfalls nutzen Sie die Zeit davor für einen Rückschnitt.
Warum sollte man Kübelpflanzen schneiden?
Grundlegend regt ein Schnitt Ihre Kübelpflanzen zum Wachstum an. Die Schnittwunden heilen im Frühling schneller, da die gekürzten Triebe rasch wieder nachwachsen. Gut zu wissen: Falls Ihre Pflanze bereits frisch ausgetrieben hat, sollten Sie besser nicht mehr zur Gartenschere greifen.
Wie schneidet man Kübelpflanzen zurück?
Es gibt verschiedene Gründe und Vorgehensweisen, Kübelpflanzen zu schneiden:
Wird das regelmäßig gemacht, spricht man von einem Formschnitt. Dabei werden weiche, lange Wassertriebe entfernt und andere um etwa zehn Zentimeter eingekürzt.
Bei älteren, verkahlten Pflanzen kann ein radikaler Rückschnitt um ein Drittel bis maximal die Hälfte helfen. Kranke oder schwache Triebe werden hier großzügig entfernt.
Welche Kübelpflanzen sollte man im Frühling schneiden?
Oleander: Hier gilt Vorsicht! Nach einem Radikalschnitt muss man für ein Jahr auf Blüten verzichten. Vertrocknete, erfrorene und nach innen wachsende Triebe kann man aber bedenkenlos entfernen. Wichtig: Man sollte immer über einem Blattknoten schneiden.
Fuchsien: Überwinterte Fuchsien freuen sich im März/April ebenfalls über einen Schnitt. Hier ist zu tun: Alle dünnen, vertrockneten Triebe entfernen, übrige Triebe auf 2 bis 4 Knospenpaare einkürzen. So wachsen sie schön buschig nach und werden überaus blühfreudig.
Geranien (Pelargonien): Diese werden bestenfalls beim Auszug aus ihrem Winterquartier (März/April) kräftig zurückgeschnitten. Dabei sollte man lange, zu dünne (vergeilte) Triebe auf 5–10 cm einkürzen, alte Blütenreste und trockenes Laub wird entfernt. Danach treiben die beliebten Balkonblumen kräftig und kompakt neu aus. Gut zu wissen: Hier erklären wie 3 einfache Möglichkeiten, Geranien (Pelargonien) richtig zu überwintern.
Hortensien: Bei Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) werden im Frühling alte Blütenstände knapp über dem ersten kräftigen Knospenpaar abgeschnitten. Sie können alte, sehr dicke Triebe wenn nötig bodennah entfernen, aber nicht alle auf einmal. Rispen- und Schneeballhortensien (H. paniculata, H. arborescens) dürfen im Frühling kräftiger zurückgeschnitten werden (auf 1–3 Knospenpaare) – sie blühen am Neutrieb wieder üppig.
Rosmarin, Salbei und andere verholzende Kräuter im Topf: Diese sollte man vorsichtig zurückschneiden, sobald kein Dauerfrost mehr droht. Am besten nur leicht einkürzen (max. 1/3), damit sie sich neu verzweigen können. Außerdem ist es zu vermeiden, in völlig verholztes, kahles Holz zu schneiden – dort treiben sie ohnehin schlecht wieder aus.
Zitruspflanzen (Zitrone, Orange, Kumquat): Hier sollte man mit der Gartenschere sehr behutsam vorgehen. Im Frühling ist es so weit, wenn die Pflanzen wieder heller stehen und kein Frost mehr zu erwarten ist. Sie können sich kreuzende, nach innen wachsende und kranke Triebe entfernen. Ein zu starkes Einkürzen ist zu vermeiden, Zitrus mag keine Radikalschnitte. Tipp: So können Sie einen Orangenbaum selber anpflanzen.
Welche Kübelpflanzen man besser kaum oder gar nicht schneidet
Bei Immergrünen wie Buchs im Topf erfolgt der Hauptschnitt eher im Frühsommer. Gut zu wissen: Wie man Buchsbaumzünslern vorbeugt.
Schwache oder stark geschädigte Kübelpflanzen sollten man erst regenerieren lassen und dann im nächsten Jahr stärker schneiden.
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